Menu
After Extra Time

DHB Pokal· Saison 2026

21. August 2026 um 19:00
Heim

Essen

3633
Auswärts

Leipzig

AI

TuSEM Essen besiegt SC DHfK Leipzig im DHB-Pokal 2026/27 mit 36:33 nach Verlängerung. Göttler trifft zum 26:26-Ausgleich in der Schlusssekunde.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

TuSEM Essen ringt Erstliga-Absteiger SC DHfK Leipzig nach Verlängerung nieder – 36:33

TuSEM Essen hat zum Auftakt der neuen DHB-Pokal-Saison eine Sensation geschafft. Der Zweitligist besiegte den hoch gehandelten Erstliga-Absteiger SC DHfK Leipzig am Freitagabend in der Arena „Am Hallo“ mit 36:33 (26:26, 15:16) nach Verlängerung und zog damit in die 2. Runde ein.

Gegen den mit Nationalspielern gespickten Favoriten aus Leipzig zeigten die Essener eine leidenschaftliche Leistung vor heimischer Kulisse. Dabei lag der TuSEM zur Pause mit 15:16 zurück, kämpfte sich in einer intensiven zweiten Halbzeit zurück und erzwang durch den Ausgleich von Felix Göttler 21 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit die Verlängerung (26:26). In der Verlängerung setzte sich die Mannschaft von Trainer Kenji Hövels dann mit 36:33 durch.

Wie es lief

Leipzig erwischte den besseren Start und ging früh in Führung. Die Gäste aus Sachsen, die in der Vorsaison aus der 1. Bundesliga abgestiegen waren, bestimmten das Tempo und führten zur Halbzeit mit 16:15. Essen blieb jedoch dran, kämpfte sich immer wieder heran und glich mehrfach aus.

Nach dem Seitenwechsel intensivierte sich die Partie. Leipzigs Torhüter Tomáš Mrkva, der in der 48. Minute für Anadin Suljaković zurück aufs Feld kam, hielt zunächst stark. Auf der anderen Seite blieb Essen durch Treffer von Finley Werschkull, Nils Homscheid und Felix Göttler im Spiel. In der 58. Minute vergab Felix Eißing einen Siebenmeter für Essen.

Doch der TuSEM steckte nicht auf. In der Schlussminute, beim Stand von 25:26 aus Essener Sicht, brachte Hövels einen zusätzlichen Feldspieler. Leipzigs Staffan Peter traf daraufhin ins leere Tor zum 25:26 (59. Minute), doch Essen gab nicht auf. Göttler erzielte mit einem Treffer 21 Sekunden vor Schluss den umjubelten 26:26-Ausgleich – die Verlängerung war perfekt.

In der ersten Hälfte der Verlängerung blieb es eng. Leipzigs Nationalspieler Franz Semper traf zum 31:31 (32. Minute der Verlängerung) – der Ausgleich zur Pause der Verlängerung. In der zweiten Hälfte der Verlängerung übernahm dann Essen die Kontrolle. Valentin Willner (31:30), Felix Mart (30:30) und Felix Göttler, der mit mehreren wichtigen Treffern in der Verlängerung zum Matchwinner avancierte, brachten den TuSEM auf die Siegerstraße. Leipzig musste in der Schlussphase nach einer Zeitstrafe gegen Tim Maximilian Hertzfeld in Unterzahl agieren, was Essen eiskalt ausnutzte. Der 36:33-Endstand besiegelte den Pokalerfolg.

Der Wendepunkt

Der Schlüsselmoment der Partie war Felix Göttlers 26:26-Ausgleich in der 59:39 Minute. Bis dahin hatte Leipzig kontrolliert und mit einem Tor geführt. Essens Entscheidung, in der Schlussphase mit sieben Feldspielern zu agieren, war ein mutiger – und am Ende erfolgreicher – Schachzug. Göttler bewahrte die Ruhe und traf aus kurzer Distanz, nachdem Leipzig zuvor durch Staffan Peter ins verwaiste Essener Tor getroffen hatte. Statt einer Zwei-Tore-Führung für Leipzig stand es 26:26 – und Essen hatte das Momentum auf seiner Seite.

Die Schlüsselspieler

Felix Göttler (TuSEM Essen): Der Rückraumspieler war der überragende Mann auf dem Feld. Er erzielte nicht nur den erlösenden Ausgleich in der Schlusssekunde der regulären Spielzeit, sondern steuerte auch in der Verlängerung mehrere wichtige Treffer bei. Seine Kaltschnäuzigkeit in den entscheidenden Minuten war der entscheidende Faktor.

Finley Werschkull (TuSEM Essen): Der Rechtsaußen war mit mehreren Toren und Vorlagen einer der Aktivposten im Essener Angriffsspiel. Seine Dynamik sorgte immer wieder für Gefahr.

Franz Semper (SC DHfK Leipzig): Der deutsche Nationalspieler war Leipzigs bester Angreifer. Er erzielte unter anderem den 31:31-Ausgleich in der Verlängerung. Doch am Ende fehlte ihm und seinem Team die Durchschlagskraft in der Defensive, um den Sieg über die Zeit zu retten.

Fritz-Leon Haake (SC DHfK Leipzig): Der Neuzugang aus Dessau-Roßlau zeigte seine Qualitäten und traf in der Verlängerung zweimal (27:29, 28:30), doch letztlich reichte es nicht.

By the numbers – interpretiert

Das Endergebnis von 36:33 nach Verlängerung spiegelt eine ausgeglichene reguläre Spielzeit wider, in der Leipzig zur Pause führte (16:15) und beide Teams auf Augenhöhe agierten. Der Zwischenstand nach 60 Minuten (26:26) zeigt, dass Essen defensiv vor allem nach der Pause stabiler stand.

Die entscheidende Phase war die zweite Hälfte der Verlängerung: Hier erzielte Essen fünf Treffer, während Leipzig nur zwei Tore gelangen. Die Zeitstrafe gegen Leipzigs Hertzfeld in der Schlussphase, als Leipzig mit einem zusätzlichen Feldspieler agierte, offenbarte die Risikobereitschaft der Leipziger, die sich nicht auszahlte.

Leipzigs individuell stark besetzter Kader – mit Nationalspieler Semper, den erfahrenen Dean Bombač und Moritz Preuss sowie Talenten wie Finn Schroven – konnte seine Klasse phasenweise ausspielen. Doch die Geschlossenheit und der Kampfgeist des TuSEM, gepaart mit der lautstarken Unterstützung des heimischen Publikums, gaben letztlich den Ausschlag.

Was das Ergebnis bedeutet

Für TuSEM Essen ist der Einzug in die 2. Runde des DHB-Pokals ein perfekter Saisonstart. Der Zweitligist, der in der Sommerpause fünf Abgänge zu verkraften hatte, aber mit Lukas Diedrich (Torwart/Bergischer HC) und Nicolas Schley (Kreisläufer/VfL Potsdam) zwei gestandene Neuzugänge begrüßen konnte, hat gezeigt, dass mit ihm in dieser Saison zu rechnen ist.

Leipzig hingegen verpasst den Einzug in die 2. Pokalrunde. Der Erstliga-Absteiger mit dem mit Abstand stärksten Kader der 2. Bundesliga hat seine Favoritenrolle nicht bestätigen können. Die Mannschaft von Trainer Frank Carstens muss nun am 28. August 2026 (17:00 Uhr) im Ligaauftakt gegen den TSV GWD Minden zeigen, dass sie den Abstieg mental verdaut hat.

Essen trifft in der nächsten Runde des DHB-Pokals auf einen Gegner, der noch ausgelost wird. Der TuSEM startet am 5. September 2026 in die Zweitliga-Saison.

Fazit

TuSEM Essen hat im DHB-Pokal ein Ausrufezeichen gesetzt. Der Zweitligist besiegte den hoch eingeschätzten Erstliga-Absteiger SC DHfK Leipzig verdient nach Verlängerung – dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung, einem coolen Kopf in der Schlusssekunde und einer starken zweiten Verlängerungshälfte. Leipzig muss sich hingegen die Frage gefallen lassen, warum die individuelle Klasse nicht in einen Sieg umgemünzt werden konnte.

Rivalität seit 2011

Essen vs Leipzig Direkter Vergleich· 6

Essen und Leipzig trafen 6 Mal aufeinander — Essen gewann 1 Mal, Leipzig 5 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2011 zurück. Leipzig führt den Direktvergleich mit 5 Siegen aus 6 Begegnungen an. Insgesamt fielen 307 Tore in diesen Partien, im Schnitt 51.17 pro Spiel (143 für die Heimmannschaft, 164 für die Gäste). Beide Teams trafen in 6 Spielen (100%). In 6 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Leipzig ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 34–30 im Jahr 2014.

1
Siege
Unentschieden
0
·
5
Siege
Tore gesamt
307 · 51.2/Spiel
Beide getroffen
6/6 · 100%
Über 2,5
6/6 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 22. Aug. 2026