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Dhb PokalSaison 2026

Longericher vs Nordhorn-Lingen

23. August 2026 um 17:00
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Longericher SC besiegt Nordhorn-Lingen sensationell mit 37:35 in der 1. Runde des DHB-Pokals 2026. Jonas Kämper führt den Drittligisten nach 20:22-Pausenrückstand zum Sieg.

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Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

DHB-Pokal-Sensation: Drittligist Longericher wirft Nordhorn-Lingen mit 37:35 aus dem Wettbewerb

Der Longericher SC hat zum Auftakt der DHB-Pokal-Saison 2026 für eine dicke Überraschung gesorgt. Der Drittligist besiegte den Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen am Sonntag in der LSC-Arena mit 37:35 (20:22) und zog damit in die zweite Runde ein. In einem temporeichen und hochklassigen Pokalfight setzte sich der Außenseiter vor rund 700 Zuschauern in der voll besetzten Halle durch.

Wie es lief

Nordhorn-Lingen erwischte den besseren Start. Tarek Marschall traf bereits in der ersten Minute zur frühen Führung (0:1), und der Zweitligiste dominierte die Anfangsphase. Über 4:4 und 8:8 kämpfte sich Longericher heran, geriet aber immer wieder ins Hintertreffen. Zur Halbzeit führte die HSG verdient mit 22:20 – angeführt von einem starken Elias Ruddat und Elmar Erlingsson.

Doch nach dem Seitenwechsel kam der LSC wie verwandelt aus der Kabine. Jonas Kämper drehte auf: Mit einem persönlichen 4:0-Lauf innerhalb von zwei Minuten (31./33. Minute) drehte der Rückraumlinke das Spiel von 20:22 auf 24:22. LSC-Kapitän Lukas Martin Schulz übernahm fortan die Regie im Angriff, während Abwehrchef Severin Henrich den gegnerischen Rückraum unter Kontrolle brachte.

Longericher führte zwischenzeitlich mit fünf Toren (35. Minute: 25:22, 46. Minute: 30:27), doch Nordhorn-Lingen gab sich nicht geschlagen. Marschall und Ruddat hielten die HSG im Spiel. Dreimal kamen die Gäste heran – beim 22:22 (31.), beim 33:32 (53.) und schließlich beim 35:35 durch Maximilian Lux per Siebenmeter in der 58. Minute.

Die Antwort des Drittligisten war eiskalt: Schulz verwandelte in der 59. Minute einen Siebenmeter zum 36:35, und in der Schlussminute fiel die Entscheidung zum 37:35. Nordhorn-Lingen kam zu keinem letzten Angriff mehr.

Der Wendepunkt

Die erste Phase der zweiten Halbzeit entschied das Spiel. Longericher startete mit einem 7:2-Lauf in die ersten zehn Minuten nach der Pause, gedreht von den 22:22-Ausgleichstreffern durch Lennart Leitz und Jonas Kämper. Nordhorn-Lingen hatte in dieser Phase keine Antwort auf die offensive Deckung des LSC und leistete sich zudem eine frühe Zeitstrafe gegen Maximilian Lux (33.), die Longericher gnadenlos ausnutzte. Der Drittligist erzielte in Überzahl drei Tore in Folge.

Die Schlüsselspieler

Jonas Kämper (Longericher SC): Der Rückraumlinke war mit Abstand der auffälligste Akteur auf dem Feld. Kämper traf aus allen Lagen, erzielte mindestens neun Tore und war der Motor des LSC-Angriffs. In der entscheidenden Phase nach der Halbzeit erzielte er vier Treffer in Serie.

Lukas Martin Schulz (Longericher SC): Der Kapitän und Spielmacher lenkte das Angriffsspiel, traf sicher per Siebenmeter (darunter der wichtige zum 36:35) und behielt in den hektischen Schlussminuten die Übersicht.

Tarek Marschall (HSG Nordhorn-Lingen): Der treffsicherste Nordhorner zeigte eine starke Leistung und traf mehrfach in der Schlussphase, als die HSG den Rückstand noch einmal wettmachen wollte.

Elias Ruddat (HSG Nordhorn-Lingen): Ebenfalls mit einer starken Torausbeute – seine Treffer zum 30:28 und 33:31 hielten die HSG im Spiel.

By the Numbers – interpretiert

Der 37:35-Endstand spiegelt eine offensive Begegnung auf Augenhöhe wider, in der die Abwehrreihen beider Teams in der zweiten Halbzeit immer wieder Probleme bekamen. Longericher erzielte 17 Tore in den ersten 30 Minuten und 17 in den zweiten 30 – die Konstanz spricht für die taktische Disziplin des Drittligisten. Nordhorn-Lingen dagegen fiel von 22 Treffern vor der Pause auf nur 13 nach Wiederanpfiff zurück – ein klarer Hinweis auf die defensive Umstellung des LSC. Die in der Vorsaison beste Offensive der 3. Liga (Longericher) bestätigte ihre Torhungrigkeit auch gegen höherklassige Konkurrenz.

Was es bedeutet

Longericher SC zieht in die zweite Runde des DHB-Pokals ein – ein äußerst beachtlicher Erfolg für den Drittligisten aus Köln. In der Vorsaison war der LSC in der 1. Runde noch knapp am Zweitligisten TSV Bayer Dormagen gescheitert (27:29). Für Nordhorn-Lingen hingegen ist die Pokalsaison bereits nach einem Spiel beendet. Der Zweitligist verpasste damit die Chance, an die magischen Pokalabende der Vorsaison gegen Erstligisten (Erlangen, Leipzig) anzuknüpfen. Der Fokus der HSG richtet sich nun auf den Ligastart in der 2. Bundesliga.

Fazit

Der Longericher SC nutzte Heimvorteil und den Schwung einer starken offensiven Vorbereitung zu einer hochverdienten Pokalsensation. Jonas Kämper war der überragende Mann auf dem Platz, aber auch die Teamleistung des Drittligisten stimmte – insbesondere die Defensivarbeit nach der Halbzeit. Nordhorn-Lingen zeigte offensiv eine ordentliche Leistung, fand aber in der zweiten Hälfte zu selten Mittel gegen die aggressive Deckung des LSC. Der Pokal lebt von solchen Geschichten.

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 24. Aug. 2026