DHB Pokal· Saison 2026
Die Rhein-Neckar Löwen gewinnen zum Pflichtspiel-Auftakt 33:29 beim Drittligisten SV Salamander Kornwestheim und ziehen in die 2. Runde des DHB-Pokals ein.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungDHB-Pokal 1. Runde: Rhein-Neckar Löwen gewinnen 33:29 bei Drittligist Kornwestheim
Die Rhein-Neckar Löwen haben die erste Hürde im DHB-Pokal 2026/27 genommen. Der Bundesligist setzte sich am Sonntag in der Sporthalle Ost beim Drittligisten SV Salamander Kornwestheim mit 33:29 (18:15) durch und zog in die zweite Runde ein.
Wie es lief
Die Löwen erwischten einen soliden Start in ihr erstes Pflichtspiel der Saison. Vor rund 2.000 Zuschauern brauchte das Team von Cheftrainer Maik Machulla einige Minuten, um gegen die defensive Agilität der Gastgeber den Rhythmus zu finden. Kornwestheim, Meister der 3. Liga Staffel Süd 2025/26, hielt in der Anfangsphase gut mit und liess den Favoriten nicht enteilen.
Gegen Mitte der ersten Hälfte zogen die Löwen dann aber entscheidend davon. Eine starke Phase in Überzahl nutzte der Bundesligist konsequent und setzte sich auf eine Drei- bis Vier-Tore-Führung ab. Zur Pause stand es 18:15 für die Gäste aus Mannheim.
Nach dem Seitenwechsel kam Kornwestheim noch einmal heran – beim 22:21 (39.) war der Anschluss wieder hergestellt, die Halle bebte. Machulla reagierte mit einer Auszeit und stellte seine Mannschaft neu ein. Der Effekt war sofort sichtbar: Ein 4:0-Lauf stellte den alten Abstand wieder her, und die Löwen brachten den Vorsprung souverän ins Ziel.
Der Wendepunkt
Die Auszeit von Maik Machulla nach dem 22:21 (39.) war der Schlüsselmoment. Kornwestheim war auf Betriebstemperatur, das Publikum der siebte Mann – und die Löwen wirkten erstmals verunsichert. Machullas Ansprache stellte die Ordnung wieder her. Aus dem 22:21 wurde innerhalb von fünf Minuten ein 26:21, und die Partie war entschieden.
Die Rhein-Neckar Löwen trafen zudem auf eine ungewohnte Situation – im Liveticker der Sportschau. Die Löwen-Kapitäne beider Teams gaben sich kämpferisch, doch letztlich setzte sich die Qualität des Bundesligisten durch.
Schlüsselspieler
- Kentin Mahé (Rhein-Neckar Löwen): Der neuverpflichtete französische Rückraumspieler war der auffälligste Akteur. Mit seiner Spielübersicht und seinem Torabschluss lenkte er das Angriffsspiel der Löwen. In der entscheidenden Phase nach der Auszeit übernahm er Verantwortung.
- Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen): Der Kapitän erzielte wichtige Treffer am Kreis und stabilisierte die Abwehrarbeit – trotz einer eigenen Zeitstrafe in der 62. Minute.
- Jacob Arenth Lassen (Rhein-Neckar Löwen): Der dänische Neuzugang auf Rückraum Rechts zeigte eine starke Premiere im Löwen-Trikot und war aus der Distanz einer der zuverlässigsten Abschlussspieler.
Auf Seiten der Gastgeber war der gesamte Kollektiv-Auftritt bemerkenswert. Die taktisch variable Abwehr, die Machulla vor der Partie ausdrücklich gelobt hatte, bereitete den Löwen immer wieder Probleme.
By the Numbers – interpretiert
Der Endstand von 33:29 (Halbzeit 18:15) bildet den Spielverlauf akkurat ab – die Löwen hatten über 60 Minuten die Kontrolle, ohne jemals dominant zu sein. Die zweite Halbzeit gewannen sie mit 15:14.
Die Löwen kassierten drei Zwei-Minuten-Strafen (Tim Nothdurft, 21. Minute; Jacob Lassen, 39. Minute; Jannik Kohlbacher, 62. Minute) sowie eine Gelbe Karte für Robert Timmermeister (12. Minute). Die Abstimmung in Unterzahl war noch nicht perfekt – ein Bereich, den Machulla in den kommenden Wochen adressieren dürfte. Kornwestheim gelangen 14 Treffer in der zweiten Halbzeit – eine respektable Quote gegen einen Bundesligisten, die den Kampfgeist des Drittligisten unterstreicht.
Was das Ergebnis bedeutet
Die Rhein-Neckar Löwen stehen in der zweiten Runde des DHB-Pokals. Nach dem neuen Pokalmodus können dort erstmals fünf Schwergewichte dazustossen (SC Magdeburg, SG Flensburg-Handewitt, VfL Gummersbach, THW Kiel oder MT Melsungen). Die zweite Runde ist für den 22. bis 24. September 2026 terminiert.
Für den Bundesliga-Start am 30. August 2026 bei der TSV Hannover-Burgdorf ist der Sieg ein wichtiges Signal. Marius Steinhauser kehrt dabei an seine alte Wirkungsstätte zurück.
Für Kornwestheim geht der Liga-Alltag in der 3. Liga weiter. Der Auftritt gegen einen Bundesligisten war eine wertvolle Erfahrung und ein Beweis, dass die Mannschaft von Trainer Alexander Schurr auch auf höherem Niveau mithalten kann.
Fazit
Die Rhein-Neckar Löwen haben ihre Pflichtaufgabe erfüllt – mehr nicht, aber auch nicht weniger. Die erste Halbzeit war solide, die Reaktion auf den Kornwestheimer Zwischenspurt nach der Pause die richtige. Gegen stärkere Gegner müssen die Löwen aber über 60 Minuten konstanter spielen. Kornwestheim kann stolz auf einen couragierten Auftritt sein, der die Magie der ersten DHB-Pokalrunde perfekt widerspiegelte.
Quellen: rhein-neckar-loewen.de (Matchcenter Spielstatistik & Vorbericht), sportschau.de (Liveticker & Aufstellungen), handball-world.news (Auslosung), dyn.sport (Rahmenprogramm DHB-Pokal)
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 24. Aug. 2026