DHB Pokal Women· Saison 2026
Neckarsulm gewinnt 30:27 beim Bergischer HC in der 1. Runde des DHB-Pokals der Frauen. Sina Ehmann als beste Spielerin ausgezeichnet.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungNeckarsulm setzt sich in Solingen durch: 30:27-Auswärtssieg zum DHB-Pokal-Auftakt
Sport-Union Neckarsulm hat die erste Runde des DHB-Pokals der Frauen 2026/27 erfolgreich überstanden. Der Bundesligist setzte sich am Freitagabend in der Sporthalle Wittkulle in Solingen mit 30:27 (13:13) gegen den Zweitligisten Bergischer HC durch. Matchwinnerin war Rückraumspielerin Sina Ehmann, die von den Trainern zur besten Spielerin der Partie gewählt wurde.
Wie es lief
Die Partie begann denkbar ungünstig für die Gäste aus Neckarsulm. Nach einer frühen Führung durch Annika Döll (2. Minute) zog Bergischer HC vorbei und lag nach nicht einmal zehn Minuten mit 5:3 vorn. Neckarsulm fand jedoch schnell zurück: Mareike Ossenkopp und Sina Ehmann brachten ihr Team wieder heran.
Die Hausherrinnen, die in der 2. Bundesliga spielen, hielten über weite Strecken der ersten Hälfte hervorragend mit. Ein 8:7 (18.) und 9:7 (19.) aus Solinger Sicht war die Folge, ehe Neckarsulm durch Ossenkopp und Ehmann zum 10:10 (25.) ausglich. Am Ende einer intensiven ersten Halbzeit stand ein leistungsgerechtes 13:13 – Bergischer HC hatte dem Favoriten auf Augenhöhe Paroli geboten.
Der zweite Durchgang begann mit einem Schlagabtausch. Nach Treffern von Ashley Bruggeman und Fanny Elovsson auf der einen sowie den Antworten der Gastgeberinnen auf der anderen Seite zog Neckarsulm dann erstmals entscheidend davon. Mit einem 4:0-Lauf innerhalb von drei Minuten – Ossenkopp (2), Döll und Elovsson trafen – stellten die Gäste auf 17:21 (41.). Bergischer HC kämpfte sich zweimal auf ein Tor heran (24:24, 50., durch Malina Marie Michalczik; 26:26, 55.), doch jedes Mal hatte Neckarsulm eine Antwort parat.
In der Schlussphase bewahrte Ehmann die Ruhe: Sie erzielte drei der letzten vier Neckarsulmer Treffer, darunter zwei in der 60. Minute, die den 30:27-Endstand besiegelten.
Der Wendepunkt
Der 4:0-Lauf der Sport-Union von der 38. bis zur 41. Minute, der aus einem 17:17 ein 17:21 machte, war der Moment, in dem Neckarsulm die Kontrolle übernahm. Bergischer HC agierte in dieser Phase offenbar in Unterzahl und konnte die Neckarsulmer Welle nicht bremsen. Ossenkopp traf doppelt, bevor Döll und Elovsson nachlegten. Zwar schafften die Gastgeberinnen zweimal den Ausgleich, aber die Führung gab Neckarsulm bis zum Schluss nicht mehr ab.
Die Schlüsselspielerinnen
Sina Ehmann (Neckarsulm) – Die Rückraumspielerin traf siebenmal, darunter drei Tore in den letzten zehn Minuten, und wurde von den Trainern zur Spielerin des Spiels gekürt (Quelle: Facebook SUNeckarsulmHandball). Ihre Ruhe und Effizienz in der Crunchtime waren entscheidend.
Mareike Ossenkopp (Neckarsulm) – Mit acht Treffern war sie die erfolgreichste Torschützin der Partie. Ossenkopp war besonders in der Phase nach der Halbzeit nicht zu halten und erzielte fünf ihrer Tore in Durchgang zwei.
Malina Marie Michalczik (Bergischer HC) – Die Neuzugang des BHC erzielte den wichtigen 26:26-Ausgleich in der 55. Minute und war die Impulsgeberin im Rückraum der Gastgeberinnen (Quelle: alsco-hbf.de).
Die Zahlen – interpretiert
Der Blick auf die Halbzeitstatistik (13:13) zeigt, dass Bergischer HC über 30 Minuten auf Augenhöhe mit dem Bundesligisten war. Erst im zweiten Durchgang setzte Neckarsulm seine individuelle Klasse durch. Die Gäste nutzten eine entscheidende Phase mit einem 4:0-Lauf, um die Weichen auf Sieg zu stellen. Dass Bergischer HC zweimal zurückkam (24:24, 26:26), spricht für die Moral des Zweitligisten, doch am Ende machte sich die größere Erfahrung der Neckarsulmerinnen bezahlt.
Was das Ergebnis bedeutet
Neckarsulm zieht als Sieger der ersten Runde in die zweite Runde des DHB-Pokals ein und hält sich die Chance auf das Final-Four-Turnier in Stuttgart offen. Für Bergischer HC beginnt nun der Liga-Alltag in der 2. Bundesliga. Neckarsulm startet am 29. August 2026 in die Bundesliga-Saison.
Fazit
Neckarsulm tat sich gegen einen unangenehmen Zweitligisten lange schwer, zog aber nach einer starken Phase zu Beginn der zweiten Hälfte davon und brachte den Sieg am Ende souverän ins Ziel. Sina Ehmann war die entscheidende Spielerin auf dem Feld. Bergischer HC kann trotz der Niederlage viel Positives aus diesem Pokalabend mitnehmen – die Mannschaft zeigte, dass sie auch gegen höherklassige Konkurrenz bestehen kann.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 22. Aug. 2026