DHB Pokal Women· Saison 2026
Halle-Neustadt gewinnt 28:26 beim Frankfurter HC und zieht in die zweite Runde des DHB-Pokals ein. Der Drittligist fordert den Bundesligisten über weite Strecken.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungWildcats ziehen in die nächste Pokalrunde ein: 28:26-Erfolg in Frankfurt
Der SV Union Halle-Neustadt hat die erste Runde des DHB-Pokals der Frauen 2026/27 erfolgreich überstanden. Die Wildcats setzten sich am Freitagabend in der Brandenburg-Halle in Frankfurt (Oder) mit 28:26 (14:13) beim Drittligisten Frankfurter HC durch und zogen trotz großer Gegenwehr des Außenseiters in Runde zwei ein.
Wie es lief
Der Bundesligist aus Halle-Neustadt erwischte den besseren Start. Loïs van Vliet eröffnete die Partie in der 1. Minute zur 0:1-Führung. Der FHC blieb jedoch keineswegs überfordert. Cosima Cheyenne Hermann traf zum 1:1, Dajana Schnabel legte in der 4. Minute zur 2:1-Führung nach. Die Partie blieb eng, keine Mannschaft konnte sich früh absetzen.
Die Wildcats glichen stets aus oder legten knapp vor. Nach 15 Minuten stand es 5:5, nach 20 Minuten 8:8. In der Schlussphase der ersten Hälfte erarbeitete sich Halle-Neustadt einen kleinen Vorsprung. Tabea Wipper und Viktoria Marksteiner trafen zur 12:13- beziehungsweise 12:14-Führung, ehe der FHC auf 13:14 verkürzte – der Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild zunächst gleich. Cosima Cheyenne Hermann eröffnete direkt zum 14:14 (31. Minute). Dann schalteten die Wildcats einen Gang hoch. Emma Hertha (16:18), Lea Gruber (16:20) und Loïs van Vliet (16:21) brachten Halle innerhalb weniger Minuten mit fünf Toren in Führung.
Der FHC gab sich jedoch nicht auf. Der Drittligist kämpfte sich Tor um Tor heran. Ivona Skalicanova verkürzte auf 21:24 (50. Minute), Cosima Cheyenne Hermann auf 22:25 (54.). Als Fabienne Büch per Siebenmeter auf 24:27 stellte (58.), schien die Vorentscheidung gefallen – doch der FHC schlug zurück. Zwei Tore in Folge, darunter Skalicanovas Treffer zum 26:27 (56. Minute), brachten die Brandenburg-Halle zum Beben. In der Schlussminute sorgte Lynn Holtman mit dem 26:28 für die Entscheidung.
Der Wendepunkt
Der FHC bewies Moral, doch der entscheidende Moment war die Phase zwischen der 36. und 43. Minute. In dieser siebenminütigen Drangphase baute Halle-Neustadt eine 16:18-Führung auf 16:21 aus – Emma Hertha, Lea Gruber und Loïs van Vliet trafen in Serie und zwangen den FHC zu einer Auszeit. Der Drittligist kam zwar wieder heran, der Drei-Tore-Rückstand erwies sich letztlich als zu große Hypothek.
Die Schlüsselspielerinnen
Cosima Cheyenne Hermann (FHC): Die Rückraumspielerin war die treibende Kraft im Angriff des Frankfurter HC. Sie erzielte mehrere wichtige Treffer, darunter den Ausgleich zum 14:14 zu Beginn der zweiten Hälfte und das 22:25, das die Aufholjagd einleitete.
Loïs van Vliet (Halle-Neustadt): Die Niederländerin traf mehrfach und war in der entscheidenden Phase nach der Pause nicht zu bremsen. Ihr Tor zum 16:21 war der vorläufige Höhepunkt einer starken zweiten Hälfte.
Emma Hertha (Halle-Neustadt): Mit mehreren Treffern – darunter wichtige Tore in der Drangphase der Wildcats – hatte die Unions-Spielerin maßgeblichen Anteil am Auswärtssieg.
Ivona Skalicanova (FHC): Die Frankfurter Torjägerin traf mehrfach und hielt ihr Team im Spiel. Ihr Treffer zum 26:27 in der 56. Minute brachte die Halle noch einmal in Aufregung.
By the numbers
Der 28:26-Endstand spiegelt ein ausgeglichenes Spiel wider, in dem der Bundesligist seine Klasse am Ende durchsetzte. Halle-Neustadt führte zur Pause 14:13 – die Wildcats ließen sich auch durch den Frankfurter Ausgleich zum 14:14 nicht aus dem Konzept bringen und legten eine Serie von fünf Toren in acht Minuten auf. Der FHC zeigte große Moral und verkürzte im letzten Viertel noch einmal von fünf auf zwei Tore Rückstand, doch die Wildcats verwalteten den Vorsprung souverän. Die Fehlerquote auf Frankfurter Seite in Überzahl- und Unterzahlsituationen (mehrere 2-Minuten-Strafen für den FHC) war letztlich spielentscheidend.
Was das Ergebnis bedeutet
Halle-Neustadt steht als Zweitrundenteilnehmer im DHB-Pokal fest – ein Pflichtsieg, der die Ambitionen des Erstligisten untermauert. Für den Frankfurter HC gilt nach der starken Vorstellung gegen höherklassige Konkurrenz: Die Mannschaft von Trainer Arnes Cebic kann mit dem Auftritt zufrieden sein, auch wenn es am Ende nicht reichte. Der FHC startet in der 3. Liga, die Wildcats treten ab dem 30. August 2026 in der Alsco Handball Bundesliga Frauen an.
Fazit
Der DHB-Pokal lebte von seiner Favoriten-Schreck-Möglichkeit, und der Frankfurter HC kam ihr in der Brandenburg-Halle nah. Am Ende setzte sich die individuelle Klasse des Erstligisten durch – die Wildcats taten, was sie tun mussten, und ziehen in Runde zwei ein.
Rivalität seit 2023
Frankfurt W vs Halle-Neustadt W Direkter Vergleich· 1
Frankfurt W und Halle-Neustadt W trafen 1 Mal aufeinander — Frankfurt W gewann 0 Mal, Halle-Neustadt W 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2023 zurück. Halle-Neustadt W führt den Direktvergleich mit 1 Sieg aus 1 Begegnung an. Insgesamt fielen 63 Tore in diesen Partien, im Schnitt 63.00 pro Spiel (25 für die Heimmannschaft, 38 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (100%). In 1 Begegnung (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 25–38 im Jahr 2023.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 22. Aug. 2026