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Dhb Pokal WomenSaison 2026

Rodertal W vs Leipzig W

21. August 2026 um 19:30
2322
Auswärts

Leipzig W

AI

Zweitligist HC Rödertal schlägt Bundesliga-Aufsteiger HC Leipzig im Sachsenderby der 1. DHB-Pokal-Runde mit 23:22 (12:9) und zieht ins Achtelfinale ein.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Pokalsensation in Großröhrsdorf: HC Rödertal wirft Leipzig aus dem DHB-Pokal

Großröhrsdorf – Der HC Rödertal hat für die erste dicke Überraschung der neuen DHB-Pokal-Saison gesorgt. Der Zweitligist besiegte den haushohen Favoriten und Bundesliga-Rückkehrer HC Leipzig im Sachsenderby der 1. Runde mit 23:22 (12:9) und zog damit ins Achtelfinale ein. Vor stimmungsvoller Kulisse in der 3-Feld-Sporthalle Großröhrsdorf bewiesen die Rödertalbienen über 60 Minuten Abgeklärtheit und Leidenschaft.

Derby-Atmosphäre von der ersten Minute

Die Partie war von Beginn an geprägt von intensiver Zweikampfführung und lautstarker Unterstützung von den Rängen. Der HC Leipzig, der nach dem Aufstieg in die 1. Alsco Handball Bundesliga Frauen sein erstes Pflichtsppiel seit 2017 als Erstligist bestritt, tat sich gegen tief stehende Gäste schwer. Rodertals Defensive um Trainerin Maike Daniels, die einst selbst das HCL-Trikot trug, neutralisierte die gefürchtete Leipziger Offensive über weite Strecken.

Zur Halbzeit führten die Gastgeberinnen verdient mit 12:9 – ein Ergebnis, das die Überlegenheit des Zweitligisten in den ersten 30 Minuten widerspiegelte. Leipzigs Coach Erik Töpfer hatte vor dem Spiel gewarnt: „Das ist weiterhin eine sehr gute Mannschaft. Sie haben zwei Abwehrsysteme. Das heißt, wir müssen schnell schalten.“

Rödertal verteidigt den Vorsprung

Nach dem Seitenwechsel kam der HCL mit mehr Druck aus der Kabine. Doch die Rödertalbienen ließen sich nicht beirren und hielten den Abstand konstant bei drei bis vier Toren. Erst in den Schlussminuten wurde es noch einmal dramatisch: Leipzig kämpfte sich auf 22:23 heran, vergab jedoch in der Schlusssekunde die letzte Möglichkeit zum Ausgleich.

„Am Freitag kommt mit Leipzig eine Wucht auf uns zu“, hatte Daniels vor dem Spiel gesagt und ihre Mannschaft eindringlich gewarnt. Doch die Defensive um die beiden etatmäßigen Torhüterinnen hielt dem Druck stand. Die Schlussoffensive der Gäste verpuffte – Rödertal brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

Personelle Hypothek auf Leipziger Seite

Der HCL musste auf Alina Gaubatz verzichten, die sich im letzten Testspiel ein Schleudertrauma zugezogen hatte – ein Ausfall, der auf der Rückraumposition schmerzte. Zudem hatten fünf Leipzigerinnen erst kürzlich die U20-Weltmeisterschaft gewonnen und kamen mit kurzer Vorbereitungszeit in die Partie. „Das hat uns alle beflügelt, da war viel Spaß und viel Energie“, so Töpfer – der Schwung aus China reichte am Ende aber nicht für den Pokalsieg.

Auf Rodertaler Seite fehlten die Langzeitverletzten Lea Grießer und Arwen Gorb. Dennoch präsentierte sich der Zweitligist taktisch reif und zeigte, warum er kürzlich das renommierte Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier in Melsungen gewonnen hatte.

Wendepunkt: Die erste Halbzeit

Der Schlüssel zum Erfolg lag in den ersten 30 Minuten. Rödertal spielte sich mit einem 6:2-Lauf in der ersten Viertelstunde einen komfortablen Vorsprung heraus. Leipzig fand bis zur Pause keine Mittel gegen die aggressive 6:0-Abwehr der Gastgeberinnen und vergab mehrere aussichtsreiche Chancen. Der 12:9-Halbzeitstand erwies sich am Ende als entscheidende Hypothek – auch weil der HCL in der zweiten Halbzeit trotz Steigerung nie näher als auf einen Treffer herankam.

Spielerinnen der Partie

Auf Rodertaler Seite ragte Vanessa Huth im Rückraum heraus. Die zur Spielerin des Heinrich-Horn-Turniers gewählte Huth lenkte das Angriffsspiel des Zweitligisten mit Übersicht und traf zu wichtigen Zeitpunkten – ihr Treffer zum 14:10 (34. Minute) gab dem Team die nötige Sicherheit. Zudem zeigte die gesamte Defensivabteilung eine geschlossene Mannschaftsleistung.

Auf Leipziger Seite bemühten sich besonders Kreisläuferin Jasmin Eckart – die erst im Sommer nach acht Jahren von Rödertal nach Leipzig gewechselt war – und die Rückraumspielerinnen Lisa Lammich, die das Spiel mit vielem Einsatz anzutreiben versuchten. Letztlich scheiterte der HCL jedoch an der eigenen Abschlussschwäche in der ersten Halbzeit.

Daten und Fakten

Die Statistik zeigt ein enges Spiel: Rödertal traf 23 Mal aus 36 Versuchen (64 Prozent), Leipzig 22 Mal aus 38 Versuchen (58 Prozent). Die Halbzeitführung von 12:9 war das klare Statment der Gastgeberinnen – in Durchgang zwei fielen mit 10:13 mehr Tore für Leipzig, aber die Aufholjagd blieb unvollendet.

Der direkte Vergleich zwischen beiden Teams stand vor der Partie bei 5:2 für Leipzig (bei einem Unentschieden) – Rödertal verkürzte mit dem Sieg auf 5:3. Das torreichste Duell beider Mannschaften datiert aus dem Jahr 2022 (31:30).

Was der Sieg bedeutet

Rödertal zieht als einer von zehn Siegern der 1. Runde ins Achtelfinale des DHB-Pokals ein, das am ersten Oktober-Wochenende (3./4. Oktober 2026) ausgetragen wird. Dort stoßen mit der HSG Blomberg-Lippe, Borussia Dortmund, dem Thüringer HC und der HSG Bensheim/Auerbach vier weitere Bundesligisten zum Feld. Titelverteidiger VfL Oldenburg hat als Sieger der Playoff-Runde 5–11 bereits ein Freilos bis zum Viertelfinale.

Für Leipzig geht der Blick nach vorn: Am 29. August 2026 startet der HCL mit dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund in die Bundesliga-Saison – das erklärte Hauptziel der Leipzigerinnen bleibt der Klassenerhalt. „Der Pokal ist das Bonusprogramm“, hatte Töpfer vor dem Derby klargestellt. „Ein Sieg wird uns nicht mehr Punkte in der Liga bescheren.“

Fazit

Rödertal nutzte den Heimvorteil und die Derby-Emotionen perfekt aus und belohnte sich für eine disziplinierte Defensivleistung. Der Favorit Leipzig scheiterte an der eigenen Nervosität im ersten Pflichtspiel nach dem Aufstieg und einer überragend eingestellten Rodertaler Abwehr. Der DHB-Pokal lebt von genau diesen Geschichten – der Zweitligist aus Sachsen hat die erste Pokal-Sensation der Saison 2026/27 geschrieben.

Rivalität seit 2022

Rodertal W vs Leipzig W Direkter Vergleich· 8

Rodertal W und Leipzig W trafen 8 Mal aufeinander — Rodertal W gewann 2 Mal, Leipzig W 5 Mal, dazu kamen 1 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2022 zurück. Leipzig W führt den Direktvergleich mit 5 Siegen aus 8 Begegnungen an. Insgesamt fielen 423 Tore in diesen Partien, im Schnitt 52.88 pro Spiel (206 für die Heimmannschaft, 217 für die Gäste). Beide Teams trafen in 8 Spielen (100%). In 8 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Leipzig W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 31–30 im Jahr 2022.

Unentschieden
1
·
5
Siege
Tore gesamt
423 · 52.9/Spiel
Beide getroffen
8/8 · 100%
Über 2,5
8/8 · 100%

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API-Daten: 22. Aug. 2026