DHB Pokal· Saison 2026
HC Erlangen besiegt HSG Hanau mit 37:26 in der 1. Runde des DHB-Pokals 2026/27. Der Bundesligist demonstrierte in der Main-Kinzig-Halle von Beginn an seine Klasse.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungHC Erlangen deklassiert Drittligist HSG Hanau mit 37:26 zum DHB-Pokal-Auftakt
Hanau – Der HC Erlangen hat seine Favoritenrolle in der 1. Runde des DHB-Pokals 2026/27 souverän bestätigt. Der Bundesligist setzte sich am Freitagabend in der Main-Kinzig-Halle mit 37:26 (19:12) gegen den Drittligisten HSG Hanau durch und zog souverän in die nächste Runde ein.
Der Klassenunterschied war von Beginn an spürbar. Erlangen, von Trainer Johannes Sellin auf eine starke Vorbereitung mit Siegen gegen die Bundesliga-Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten und die SG BBM Bietigheim eingestellt, diktierte das Geschehen von der ersten Minute an.
Deutliche Halbzeitführung ebnet den Weg
Bereits in der ersten Halbzeit setzte sich der HC Erlangen kontinuierlich ab. Bis zur 19. Minute führten die Gäste mit 14:8, nach einem Treffer von Kapitän Christopher Bissel – der nach überstandener Verletzung sein Comeback feierte. Zur Pause stand ein klares 19:12 auf der Anzeigetafel. Der Drittligist aus Hanau, der in der vergangenen Drittliga-Saison mit nur vier Heimniederlagen eine beachtliche Heimstärke gezeigt hatte, fand gegen die offensive Wucht des Bundesligisten kaum Mittel.
Erlangen zieht nach der Pause davon
Was die Partie endgültig entschied: Der Start in die zweite Halbzeit. Erlangen erhöhte innerhalb von fünf Minuten von 19:12 auf 24:15 (35. Minute) – ein 5:3-Lauf, der die letzte Gegenwehr Hanaus brach.
Ein vergebener Siebenmeter von Cedric Marquardt in der 35. Minute (beim Stand von 14:22) symbolisierte den verlorenen Glauben auf Hanauer Seite. Statt des Anschlusstreffers zum 15:22 blieb es beim 14:22, und Erlangen zog in der Folge unaufhaltsam davon. Frieder Bandlow und Maxsim Lochman – mit mindestens sechs Toren einer der herausragenden Akteure – ließen der HSG-Abwehr keine Verschnaufpause. Hanau kämpfte zwar weiter und verkürzte durch eine Serie von drei Toren in der 46. Minute auf 19:26, doch Erlangen konterte postwendend.
Die Schlussphase
In den letzten zehn Minuten ließ Erlangen nichts mehr anbrennen. Tobias Buck (zwei Tore in der Schlussphase), Florian Scheerer und Maxsim Lochman sorgten für den 37:26-Endstand. Hanaus David Rivic war mit vier Treffern in der Schlussphase der aktivste Torschütze seines Teams, doch der Rückstand war längst uneinholbar.
Die Schlüsselszene
Der vergebene Siebenmeter von Cedric Marquardt in der 35. Minute beim Stand von 14:22. Hanau hätte auf 15:22 verkürzen können. Stattdessen blieb Erlangen in Ballbesitz und zog auf 24:14 davon – die Partie war endgültig entschieden.
Die besten Spieler
Maxsim Lochman (HC Erlangen) – Mit mindestens sechs Treffern, darunter mehrere in kritischen Phasen, war der Rückraumspieler der auffälligste Akteur. Seine Treffer zum 22:29, 22:30 und 23:32 in der 50. bis 54. Minute stellten die Weichen endgültig auf Sieg.
Frieder Bandlow (HC Erlangen) – Der Linksaußen erzielte ebenfalls mehrere wichtige Tore (14:21, 16:24, 18:26) und war sowohl im Positionsangriff als auch im Tempo eine ständige Gefahr.
Tobias Buck (HC Erlangen) – Vier Treffer, darunter das 14:22 und ein Doppelschlag in der Schlussphase (26:36), bei einer starken Wurfquote.
David Rivic (HSG Hanau) – Der Rückraumspieler war mit mindestens vier Treffern in der zweiten Halbzeit der beste Torschütze der Gastgeber.
By the Numbers – interpretiert
Der 37:26-Endstand täuscht nicht über die Kräfteverhältnisse hinweg. Erlangen führte bereits zur Pause mit 19:12 und kontrollierte die Partie über die gesamten 60 Minuten. Hanau kam erst in der Schlussphase – als die Entscheidung längst gefallen war – zu einem kleinen Lauf (vier Tore zwischen der 46. und 48. Minute). Die Siebenmeterbilanz spricht ebenfalls Bände: Hanau verwandelte einen von zwei Strafwürfen, während Erlangen bei Standards souverän blieb.
Was das Ergebnis bedeutet
Für HC Erlangen ist der Einzug in die zweite Runde des DHB-Pokals Pflicht und zugleich der ideale Start in die Pflichtspielsaison. Am 29. August 2026 beginnt für das Team von Johannes Sellin die Bundesliga-Saison mit einem Auswärtsspiel bei Frisch Auf Göppingen. Das erste Heimspiel folgt am 2. September gegen den TSV Hannover-Burgdorf.
HSG Hanau startet mit einem erwartbaren Fehlstart in die Saison. Der Drittligist aus der Staffel Süd-West kann aus der Partie vor allem Erfahrung gegen ein Spitzenteam mitnehmen. Der Fokus liegt nun auf der 3. Liga.
Fazit
Der HC Erlangen hat seine Aufgabe in der ersten Runde ohne jeden Zweifel gelöst. Gegen den ersatzgeschwächten und kräftemäßig unterlegenen Drittligisten aus Hanau war der Bundesligist in jeder Phase überlegen. Ein solider erster Pflichtspielauftritt vor dem Bundesliga-Start in Göppingen.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 22. Aug. 2026