NLA· Saison 2026
Kadetten Schaffhausen starten mit einem souveränen 28:20-Auswärtssieg beim HSC Suhr Aarau in die QHL-Saison 2026/27. Odinn Rikhardsson (6 Tore) wurde zum Best Player gewählt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSo lief die Partie
Beide Teams starteten nervös in die Saison – die Abläufe waren noch nicht perfekt. Die Startviertelstunde war ausgeglichen, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Stark verbessert gegenüber den Testspielen präsentierte sich die Abwehr der Kadetten. Mit dem grossgewachsenen Innenblock um Meister und Pietrasik stellten die Schaffhauser die Suhrer Angreifer vor grosse Probleme. Zudem hatte Leon Bergmann zwischen den Pfosten einen starken Tag: Er kam auf insgesamt elf Paraden, darunter zwei gehaltene Siebenmeter (39 % Abwehrquote). Patrik Martinovic sorgte in der Anfangsphase mit seinen Durchbrüchen für Gefahr. Gegen Ende der ersten Halbzeit erarbeiteten sich die Gäste ein Chancenplus und führten zur Pause verdient mit 12:9.
Im zweiten Durchgang gehörte das Geschehen dann mehrheitlich den Kadetten. Sie bauten den Vorsprung schnell aus und führten zwischenzeitlich mit zehn Toren Differenz. Die schnelle Spielweise, die Coach Jonas Wille im Angriff fordert, zahlte sich aus. Das konsequente Rückzugsverhalten sorgte zudem für eine kompakte Defensive, die Suhr vor grosse Probleme stellte. In den Schlussminuten nutzte Milan Lutz seine Einsatzzeit mit einem herrlichen Treffer vom rechten Flügel, und Josip Peric netzte aus einem beinahe unmöglichen Winkel zum 28:20-Endstand. Beide Teams kassierten je drei Zweiminutenstrafen.
Der Schlüsselmoment
Die defensive Steigerung nach der Pause gab den Kadetten die Sicherheit. Hatte Suhr in Halbzeit eins neun Treffer erzielt und das Spiel offen gehalten, liess die Kadetten-Abwehr nach dem Seitenwechsel nur noch acht Tore zu. Die aggressive 6:0-Deckung zwang die Aargauer zu technischen Fehlern und überhasteten Abschlüssen.
Die besten Spieler
Odinn Rikhardsson wurde zum Best Player gewählt. Der isländische Aufbauer erzielte sechs Treffer (davon vier per Siebenmeter) und war im Angriff der entscheidende Faktor.
Leon Bergmann (elf Paraden, 39 %) und Mathieu Seravalli (zwei Paraden, 40 %) bildeten ein starkes Torhüter-Duo. Bergmann hielt zudem zwei Siebenmeter.
Patrik Martinovic (fünf Tore), Frederik Tilsted (fünf Tore) und Luka Maros (vier Tore) zeigten eine starke Offensivleistung. Der Neuzugang Tilsted, der zum erweiterten Kreis des dänischen Europameisters zählt, überzeugte bei seinem Pflichtspieldebüt.
Milan Lutz, Eigengewächs der Kadetten, nutzte seine Einsatzzeit mit einem Treffer.
Die Zahlen – interpretiert
Die Kadetten-Torhüter kamen auf eine kombinierte Abwehrquote von 39 % (Bergmann 11 Paraden bei 28 Würfen). Suhrs Keeper Scheidiger hielt sieben Bälle bei 25 % Abwehrquote. Mit je nur acht Gegentoren in Halbzeit zwei belegte die Kadetten-Defensive ihre Stabilität. Sechs Tore von Rikhardsson, fünf von Martinovic und Tilsted sowie vier von Maros – die Kadetten-Angriffsverteilung war für Suhr nur schwer auszurechnen.
Torschützen im Detail
Suhr Aarau: Maric (5), Ugiagbe (4), Hrachovec (2), Lioi (2), Reichmuth (2), Voelkin (2), Wiederkehr (2), Läber (1), Scheidiger (7 Paraden/25 %), Schneider (2 Paraden/22 %)
Kadetten Schaffhausen: Rikhardsson (6/4 Siebenmeter), Martinovic (5), Tilsted (5), Maros (4), Küttel (2), Meister (2), Peric (2), Lutz (1), Reznicky (1), Bergmann (11 Paraden/39 %), Seravalli (2 Paraden/40 %)
Was das Ergebnis bedeutet
Für die Kadetten ist der Saisonstart optimal geglückt. Die Mannschaft von Jonas Wille steht mit zwei Punkten da. Das nächste Spiel steigt bereits am Samstag, 29. August 2026, um 18:00 Uhr in der heimischen BBC Arena gegen Wacker Thun. Der HSC Suhr Aarau reist am 29. August zu Pfadi Winterthur.
Besondere Brisanz: David Hrachovec (2 Tore), Manoy Ugiagbe (4 Tore) und Nikos Sarlos liefen in der Vorsaison noch für Suhr Aarau auf und trafen erstmals auf ihren Ex-Club.
Fazit
Kadetten Schaffhausen zeigte eine reife, kontrollierte Vorstellung und bestätigte seine Favoritenrolle. Die Defensive um Torhüter Bergmann und den Innenblock (Meister, Pietrasik) war der Schlüssel. Suhr Aarau hielt in Halbzeit eins gut mit, offenbarte nach der Pause aber zu wenig Durchschlagskraft. Der Abstand zwischen Titelfavorit und Mittelklasse-Team war letztlich grösser als es die 20:28-Niederlage aus Suhrer Sicht vermuten lässt.
Rivalität seit 2022
Suhr Aarau vs Kadetten Schaffhausen Direkter Vergleich· 17
Suhr Aarau und Kadetten Schaffhausen trafen 17 Mal aufeinander — Suhr Aarau gewann 0 Mal, Kadetten Schaffhausen 16 Mal, dazu kamen 1 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2022 zurück. Kadetten Schaffhausen führt den Direktvergleich mit 16 Siegen aus 17 Begegnungen an. Insgesamt fielen 1001 Tore in diesen Partien, im Schnitt 58.88 pro Spiel (447 für die Heimmannschaft, 554 für die Gäste). Beide Teams trafen in 17 Spielen (100%). In 17 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Kadetten Schaffhausen ist in den letzten 17 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 42–31 im Jahr 2024.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 2. Sept. 2026