NLA· Saison 2026
Kadetten Schaffhausen gewinnt torreiches QHL-Spitzenspiel gegen Wacker Thun mit 42:35 in der BBC Arena und bleibt nach zwei Spieltagen verlustpunktfrei.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungKadetten Schaffhausen schlägt Wacker Thun mit 42:35 in der BBC Arena
Die Kadetten Schaffhausen haben ihr erstes Heimspiel der QHL-Saison 2026/27 eindrucksvoll gewonnen. Gegen Wacker Thun setzte sich der 15-fache Schweizer Meister am Samstagabend in der BBC Arena mit 42:35 durch und feierte damit den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel.
Wie es lief
Nach dem deutlichen 28:20-Auswärtserfolg zum Saisonauftakt gegen den HSC Suhr Aarau präsentierten sich die Kadetten auch vor eigenem Publikum in torreicher Form. Die 42 erzielten Treffer bedeuteten eine Offensivleistung auf höchstem Niveau. Wacker Thun, das am Mittwoch noch den RTV 1879 Basel mit 38:29 bezwungen hatte, hielt über weite Strecken dagegen, konnte die Kadetten-Offensive aber nicht entscheidend bremsen.
Bereits in der ersten Halbzeit zeichnete sich ab, dass die Partie torreich verlaufen würde. Die Kadetten um Trainer Jonas Wille fanden früh ihren Rhythmus und nutzten die Breite ihres Kaders. Neuzugang Tilsted sowie die Rückraumspieler Patrik Martinovic und Odinn Rikhardsson gehörten zu den auffälligsten Akteuren.
Wacker Thun seinerseits, mit dem Selbstvertrauen des Auftaktsiegs im Rücken, hielt mit einer effizienten Angriffsleistung dagegen und bewies, warum die Mannschaft von Trainer Martin Rubin nach dem ersten Spieltag an der Tabellenspitze gestanden hatte.
Der Wendepunkt
In einer offenen Partie, die über weite Strecken von hohem Tempo geprägt war, gelang es den Kadetten im Mitteldrittel der zweiten Halbzeit, den entscheidenden Vorsprung herauszuspielen. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte erhöhten die Schaffhauser das Tempo und zwangen Wacker Thun zu Fehlern. Die Hausherren nutzten die sich bietenden Chancen konsequent und setzten sich erstmals auf sechs Tore ab – ein Polster, das Wacker Thun bis zum Schluss nicht mehr aufholen konnte.
Die Schlüsselspieler
Bei den Kadetten stach erneut Odinn Rikhardsson hervor. Der Isländer, der bereits beim Auftakt in Aarau zum Best Player gewählt wurde, war auch gegen Wacker Thun ein ständiger Unruheherd im Angriff. Seine Dynamik und Abschlussstärke waren ein zentraler Faktor für die hohe Trefferausbeute der Schaffhauser.
Leon Bergmann im Tor der Kadetten, der sich in der Vorwoche mit elf Paraden ausgezeichnet hatte, erwies sich auch in dieser Partie als verlässlicher Rückhalt. Kreisläufer Lucas Meister und Rückraumspieler Patrik Martinovic trugen ebenfalls massgeblich zum Erfolg bei.
Auf Seiten von Wacker Thun zeigten Ante Gadza und Drenit Tahirukaj starke Leistungen. Beide hatten bereits beim 38:29-Auftaktsieg gegen Basel überzeugt und gehörten auch in der BBC Arena zu den Aktivposten im Thuner Angriffsspiel.
By the Numbers – interpretiert
Mit 42 erzielten Toren stellten die Kadetten eine offensiv herausragende Leistung unter Beweis. Zum Vergleich: In der gesamten Vorsaison erzielte kein Team in der regulären Spielzeit mehr als 40 Treffer in einem Spiel. Die 35 Gegentreffer zeigen allerdings auch, dass die Defensive der Schaffhauser nicht an die starke Leistung aus Aarau anknüpfen konnte, wo sie nur 20 Gegentore zugelassen hatte.
Wacker Thun seinerseits belegt mit 35 eigenen Treffern, dass die offensive Durchschlagskraft aus dem Basel-Spiel (38 Tore) auch auswärts abrufbar ist – die Defensive der Berner Oberländer fand jedoch kein Mittel gegen die Kadetten-Offensive.
Was das Ergebnis bedeutet
Mit 4:0 Punkten stehen die Kadetten Schaffhausen nach zwei Spieltagen an der Tabellenspitze der Quickline Handball League. Der Saisonstart ist optimal gelungen. Für Wacker Thun steht nach dem Auftaktsieg und der Niederlage in Schaffhausen ein ausgeglichenes Punktekonto von 2:2 zu Buche.
Weiter geht es für die Kadetten bereits am Mittwoch, den 2. September 2026, auswärts gegen GC Amicitia Zürich in der Saalsporthalle. Wacker Thun empfängt am selben Abend den BSV Bern in der heimischen Lachenhalle.
Fazit
Die Kadetten Schaffhausen untermauern mit dem 42:35-Heimsieg gegen Wacker Thun ihre Ambitionen in der QHL-Saison 2026/27. Die Offensive um Rikhardsson und Martinovic ist früh in der Saison in bestechender Form. Wacker Thun zeigte trotz der Niederlage ansprechende Angriffsleistungen, muss aber defensiv nachbessern, um in der Spitzengruppe mitzumischen.
Rivalität seit 2022
Kadetten Schaffhausen vs Wacker Thun Direkter Vergleich· 20
Kadetten Schaffhausen und Wacker Thun trafen 20 Mal aufeinander — Kadetten Schaffhausen gewann 17 Mal, Wacker Thun 3 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2022 zurück. Kadetten Schaffhausen führt den Direktvergleich mit 17 Siegen aus 20 Begegnungen an. Insgesamt fielen 1159 Tore in diesen Partien, im Schnitt 57.95 pro Spiel (634 für die Heimmannschaft, 525 für die Gäste). Beide Teams trafen in 20 Spielen (100%). In 20 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 31–40 im Jahr 2024.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Sept. 2026