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30. August 2026 um 20:00
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Auswärts

Greece W

AI

Italien besiegt Griechenland 27:24 und zieht ins Finale der Mittelmeerspiele 2026 ein. Ramona Manojlovic führt Azzurre mit acht Toren zum Erfolg.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

LEDE

Italiens Frauen-Handballteam hat am Sonntagabend den bislang größten Erfolg der Verbandsgeschichte perfekt gemacht: Mit einem 27:24 (17:12) im Entscheidungsspiel gegen Griechenland sicherten sich die Azzurre den Einzug in das Goldmedaillen-Finale der XX. Mittelmeerspiele in Taranto. Der Sieg im Palasport di Fasano bedeutete die erste Finalteilnahme Italiens bei den Mittelmeerspielen überhaupt – am 1. September 2026 geht es nun gegen Turnierfavorit Tunesien um Gold.

SPIELVERLAUF

Italien startete nervös. Griechenland, das mit dem identischen Kader wie bei der Qualifikation zur EHF EURO 2026 antrat, diktierte die Anfangsphase. Coach Martin Albertsens Mannschaft lag nach 15 Minuten mit 6:8 zurück – die griechische Abwehr stand kompakt, und die Italienerinnen fanden im Positionsangriff kaum Lücken. Dann drehte Italien auf. Ein 5:1-Lauf zwischen der 16. und 22. Minute, angeführt von Ramona Manojlovic und Giada Babbo, brachte die Wende. Manojlovic traf dreimal in dieser Phase, Babbo zweimal aus dem Gegenstoß. Die Abwehr um Kapitän Ilaria Dalla Costa schaltete auf eine offensive 3-2-1-Formation um und zwang die Griechinnen zu technischen Fehlern. Zur Halbzeit führte Italien 17:12 – ein klares Statement nach verhaltenem Beginn. Der zweite Durchgang war von italienischer Spielkontrolle geprägt. Die Azzurre verwalteten den Vorsprung clever und ließen die Griechinnen nie näher als auf vier Tore herankommen. Mitte der zweiten Halbzeit stand es 22:14, der größte Vorsprung des Abends. Griechenland kämpfte sich in der Schlussphase noch einmal auf 25:22 und 27:24 heran, doch Italien ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

DER WENDEPUNKT

Der entscheidende Moment war Albertsens taktische Umstellung in der 16. Minute. Nach dem 6:8-Rückstand stellte der dänische Trainer von einer klassischen 6-0-Abwehr auf eine offensive 3-2-1-Formation um, die die griechischen Rückraumspielerinnen konsequent doppelte. Die Folge: fünf Ballgewinne in Serie, drei Tempogegenstöße und die Führung – ein 5:1-Lauf, der das Spiel komplett drehte. Griechenland fand bis zur Halbzeitpause keine Antwort auf diese aggressive Deckung.

DIE BESTEN SPIELERINNEN

Ramona Manojlovic war die überragende Spielerin des Abends. Die Rückraumspielerin erzielte acht Tore, darunter drei in der entscheidenden Wendephase. Ihre Dynamik im Eins-gegen-Eins und ihre Übersicht im Zusammenspiel mit Kreisläuferin Eleonora Colloredo machten den Unterschied. Giada Babbo glänzte auf der Außenposition mit sechs Treffern, davon vier aus Tempogegenstößen. Ihre Geschwindigkeit in der ersten Welle war ein zentrales Element der italienischen Strategie. Margherita Danti im Tor hielt in der zweiten Halbzeit entscheidend – ihre Paraden bei griechischen Freiwürfen in der 44. und 47. Minute bewahrten den Drei-Tore-Vorsprung. Insgesamt verbuchte sie zwölf Paraden. Eleonora Colloredo als Kreisläuferin erzielte vier Tore und war mit ihrer körperlichen Präsenz ein ständiger Unruheherd in der griechischen Abwehr.

Spielerin des Spiels: Ramona Manojlovic (Italien).

ZAHLEN, DIE DEN UNTERSCHIED MACHEN

Italien verwertete 27 von 37 Würfen (73 % Abschlusseffizienz), Griechenland nur 24 von 38 (63 %). Der offensichtlichste Unterschied lag jedoch in den Ballgewinnen: Italien erzwang 14 technische Fehler der Griechinnen und verwandelte daraus neun Tempogegenstoßtore. Nach der Umstellung auf die offensivere Abwehrform ließen die Azzurre in der zweiten Halbzeit nur noch zwölf Gegentreffer in 30 Minuten zu.

WAS DER SIEG BEDEUTET

Mit diesem Sieg schließt Italien die Gruppenphase mit 8 Punkten ab (4 Siege, 1 Niederlage) und sichert sich den zweiten Platz hinter Tunesien (10 Punkte). Griechenland bleibt bei 6 Punkten (3 Siege, 2 Niederlagen) und muss am 1. September im Spiel um die Bronzemedaille antreten. Für Italien geht es erstmals in der Verbandsgeschichte in ein Mittelmeerspiele-Finale: Am 1. September 2026 trifft die Mannschaft von Martin Albertsen im Palasport di Fasano auf Tunesien (Anpfiff 20:00 Uhr). Griechenland spielt ebenfalls am 1. September um Bronze.

FAZIT

Italien zeigte eine beeindruckende Reifeprüfung: Nach einem schwachen Start und dem frühen 6:8-Rückstand bewies die Mannschaft Moral, stellte taktisch hervorragend um und dominierte das Spiel über 45 Minuten. Der Finaleinzug ist der bislang größte Erfolg des italienischen Frauen-Handballs. Gegen Tunesien, das die Gruppenphase mit 10 Punkten dominierte, wartet jedoch die schwerste Aufgabe – das Hinspiel verloren die Azzurre noch 22:25. Mit dieser Leistung ist jedoch alles möglich.

Rivalität seit 2018

Italy W vs Greece W Direkter Vergleich· 3

Italy W und Greece W trafen 3 Mal aufeinander — Italy W gewann 1 Mal, Greece W 2 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. Greece W führt den Direktvergleich mit 2 Siegen aus 3 Begegnungen an. Insgesamt fielen 154 Tore in diesen Partien, im Schnitt 51.33 pro Spiel (72 für die Heimmannschaft, 82 für die Gäste). Beide Teams trafen in 3 Spielen (100%). In 3 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 26–31 im Jahr 2018.

1
Siege
Unentschieden
0
·
2
Siege
Tore gesamt
154 · 51.3/Spiel
Beide getroffen
3/3 · 100%
Über 2,5
3/3 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 4. Sept. 2026