Currie Cup· Saison 2026
Cheetahs schlagen Bulls 62:52 im torreichsten Currie-Cup-Spiel 2026 – 17 Versuche, Rote Karte in der 66. Minute, Bulls-Aufholjagd bleibt unbelohnt.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungBulls vs Cheetahs 52:62 – Cheetahs siegen im torreichsten Spiel der Currie-Cup-Saison 2026
Die Toyota Cheetahs haben das torreichste Spiel der Currie-Cup-Saison 2026 für sich entschieden: Mit 62:52 besiegten sie die Vodacom Bulls XV am Sonntag im Loftus Versfeld in Pretoria. Insgesamt fielen 114 Punkte und 17 Versuche – ein Rekord für die laufende Spielzeit.
Der Sieg katapultiert die Cheetahs mit 21 Punkten aus fünf Spielen an die Tabellenspitze der Premier Division, während die Bulls mit nun fünf Niederlagen in fünf Spielen weiterhin am Tabellenende feststecken.
So lief die Partie
Die Cheetahs legten einen Start nach Maß hin. Bereits in der zweiten Minute brach Michael Annies durch die Abwehr der Hausherren und legte den ersten Versuch. Jaco van der Walt erhöhte per Conversion zum 0:7. Die Bulls antworteten umgehend: Riyaad Bam erzielte in der 7. Minute den ersten Versuch der Gastgeber, Keagan Johannes glich per Conversion zum 7:7 aus.
Was danach folgte, war eine Offensive der Marke Cheetahs: Sechs Versuche vor der Pause brachten die Gäste mit 47:17 in Führung. Zander du Plessis (13.), Prince Nkabinde (16. und 30.), Annies mit seinem zweiten Versuch (23.), Kapitän Neels Volschenk (34.) und Cohen Jasper (39.) zogen den Cheetahs unaufhaltsam davon. Van der Walt traf fünf von sechs Conversion-Versuchen.
Nach der Pause schienen die Cheetahs den nächsten Gang einzulegen: Jasper erzielte seinen zweiten Versuch in der 47. Minute und Victor Sekekete legte in der 52. Minute nach – 17:59.
Die Wende – Rote Karte für die Cheetahs
Doch dann kam der Wendepunkt. Marko Janse van Rensburg, der in der 51. Minute eingewechselt worden war, erhielt in der 66. Minute die Rote Karte. Die Cheetahs mussten die letzten 14 Minuten in Unterzahl bestreiten. Die Bulls witterten ihre Chance.
Es folgte eine furiose Aufholjagd: Marnus Rademeyer (55., 78.), Brooklyn Newman (61.), Nizaam Carr (73.) und Devon Williams (76.) brachten die Bulls auf 52:59 heran. Drei Versuche in vier Minuten zwischen der 73. und 78. Minute ließen die Loftus-Versfeld-Tribüne noch einmal von einer Sensation träumen. Keagan Johannes verwandelte alle drei Conversions.
Doch in der Nachspielzeit setzte Jandre Nel per Straftritt den Schlusspunkt zum 52:62-Endstand.
Schlüsselmoment der Partie
Die Rote Karte gegen Marko Janse van Rensburg in der 66. Minute hätte das Spiel kippen können. Stattdessen zeigte sich die defensive Grundordnung der Cheetahs auch in Unterzahl gefestigt. Die Bulls erzielten in den letzten 14 Minuten zwar 21 Punkte, kamen aber nie näher als sieben Punkte heran – die Lücke aus der ersten Halbzeit war zu groß.
Die Spieler des Spiels
Cohen Jasper (Cheetahs) – Der Schlussmann der Cheetahs war mit zwei Versuchen und mehreren gefährlichen Durchbrüchen der auffälligste Angriffsspieler. Seine Breaks in der 39. und 47. Minute brachen den Widerstand der Bulls endgültig.
Michael Annies (Cheetahs) – Zwei Versuche in der 2. und 23. Minute gaben den Ton für die Überlegenheit der Gäste an. Dazu ein ruhendes Auge für die Lücke in der gegnerischen Abwehr. Er sah jedoch in der 72. Minute Gelb.
Marnus Rademeyer (Bulls) – Der eingewechselte Außendreiviertel erzielte zwei Versuche (55., 78.) und war der gefährlichste Angreifer der Hausherren in der zweiten Halbzeit.
Die Zahlen – interpretiert
Die Cheetahs dominierten die Ballbesitzstatistik mit 67 % schnellen Ballgewinnen (0–3 Sekunden) gegenüber 64 % bei den Bulls (Quelle: RugbyPass). In den letzten zehn Minuten erzielten die Bulls 21 Punkte, die Cheetahs nur 3 – ein Indiz für das Risiko, das die Hausherren in Unterzahl eingingen. Die Cheetahs gewannen 91 Rucks gegenüber 67 der Bulls und hatten mit 22-Meter-Einträgen von durchschnittlich 4,9 Punkten (vs. 3,4) die deutlich effizientere Angriffsstruktur.
Die Führungszeit spricht Bände: Die Cheetahs führten 81 Minuten – exakt die gesamte Spielzeit mit Ausnahme des Anstoßes. Die Bulls waren null Minuten in Führung.
Was das Ergebnis bedeutet
Mit dem Sieg ziehen die Cheetahs (21 Punkte, 4 Siege aus 5 Spielen) an die Spitze der Currie-Cup-Tabelle, punktgleich mit den Suzuki Griquas, aber mit besserer Punktdifferenz. Für die Vodacom Bulls XV bleibt es bei null Siegen aus fünf Partien – das Team liegt mit 3 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz. Die Playoff-Chancen der Pretorianer sind so gut wie dahin.
Nächstes Spiel der Cheetahs: vs Sanlam Boland Kavaliers am 23. August 2026 im Toyota Stadium in Bloemfontein. Die Bulls treffen am 21. August 2026 auf die DHL Stormers XXIII.
Fazit
Ein denkwürdiges Currie-Cup-Spiel mit 114 Punkten und 17 Versuchen – die Cheetahs zeigten in der ersten Halbzeit eine Offensivshow, die an die besten Tage des Teams erinnerte. Die Bulls bewiesen Moral in der zweiten Halbzeit, aber die Hypothek aus 30 Punkten Rückstand zur Pause war auch gegen eine dezimierte Cheetahs-Mannschaft nicht aufzuholen.
Bulls und Cheetahs trafen 42 Mal aufeinander — Bulls gewann 25 Mal, Cheetahs 15 Mal, dazu kamen 2 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Bulls führt den Direktvergleich mit 25 Siegen aus 42 Begegnungen an. Insgesamt fielen 2217 Tore in diesen Partien, im Schnitt 52.79 pro Spiel (1156 für die Heimmannschaft, 1061 für die Gäste). Beide Teams trafen in 42 Spielen (100%). In 42 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Bulls ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 34–51 im Jahr 2010.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 19. Aug. 2026

