Pro D2· Saison 2026
Montauban gewinnt zum Pro-D2-Auftakt 25:21 bei Nevers und beendet damit eine Serie von 22 Pflichtspielniederlagen in Folge. Fünf Versuche, Gelbe Karten und eine dramatische Schlussphase prägen das Match.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungMontauban bezwingt Nevers zum Pro-D2-Auftakt – 25:21 im Stade du Pré Fleuri
Montauban hat am Donnerstagabend den Auftakt der Pro-D2-Saison 2026/27 für sich entschieden. Die Gäste aus Tarn-et-Garonne besiegten USON Nevers im Stade du Pré Fleuri mit 25:21 (15:15) und beendeten damit eine Serie von 22 Pflichtspielniederlagen in Folge – ein Befreiungsschlag unter Trainer Sébastien Tillous-Borde.
Wie die Partie verlief
Nevers erwischte den besseren Start. In der 9. Minute sah Montaubans Christopher Vaotoa die Gelbe Karte, und kurz darauf nutzte Johan Wasserman die Überzahl: Nach einem Durchbruch legte er in der 10. Minute den ersten Versuch. Shaun Reynolds vergab die Erhöhung – 5:0.
Montauban schlug zurück. Daniel Brennan erzielte in der 16. Minute den Ausgleich aus Kurzdistanz, Enzo Hervé verwandelte zum 5:7. Die Antwort von Nevers ließ nicht lange auf sich warten: Arno Botha drückte in der 19. Minute den Ball nach einer eingeworfenen Gasse über der Linie, Reynolds erhöhte in der 19. Minute auf 12:7.
Reynolds baute die Führung in der 24. Minute per Straftritt auf 15:7 aus. Hervé verkürzte per Straftritt in der 32. Minute auf 15:10. In der Schlussphase der ersten Hälfte schwächte sich Nevers gleich zweimal: Perry Mayo (40. Minute) und Rati Zazadze (43. Minute) sahen Gelb. Montauban nutzte die numerische Überlegenheit eiskalt: Vaiolini Ekuasi legte in der 45. Minute den Versuch zum 15:15-Pausenstand, Hervé verwandelte zum Ausgleich.
Der Wendepunkt
Direkt zu Beginn der zweiten Halbzeit schlug Montauban erneut zu. Lucas Dessaigne, der in der 40. Minute für Fred Quercy gekommen war, setzte in der 46. Minute den dritten Gäste-Versuch aus Kurzdistanz, Hervé vergab die Erhöhung – 15:20. Ekuasi sah dafür in der 47. Minute Gelb. Reynolds verkürzte per Straftritt in der 50. Minute auf 18:20.
Anselme Cellier glich mit einem Straftritt in der 60. Minute nahezu aus – 21:22. Doch Hervé stellte den alten Abstand per Straftritt in der 62. Minute wieder her – 21:25.
Die Schlussphase gehörte Nevers. Die Hausherren drängten mit aller Kraft auf den Ausgleich, scheiterten aber immer wieder an der aufopferungsvoll kämpfenden Montauban-Defensive. In der 73. Minute wurde ein Versuch von Nevers nach Videobeweis aberkannt. In der 77. Minute konnte Wasserman einen abprallenden Ball im Malfeld nicht kontrollieren. Stéphane Ahmed sah dafür in der 78. Minute Gelb, doch Nevers bekam auch die letzte Szene nicht über die Linie.
Die Schlüsselspieler
Enzo Hervé (Montauban) – Spieler des Spiels: Der Verbinder erzielte zwei Straftritte (32., 62.) und zwei Erhöhungen (16., 40.+6) und dirigierte das Spiel seiner Mannschaft mit Übersicht. Seine beiden Straftritte in der zweiten Hälfte hielten Montauban auf Distanz.
Vaiolini Ekuasi (Montauban): Der Nummer-8 erzielte den wichtigen Ausgleichsversuch kurz vor der Halbzeitpause und war mit seinen Läufen eine ständige Bedrohung, auch wenn er in der 47. Minute selbst Gelb sah.
Shaun Reynolds (Nevers): Der Verbinder erzielte einen Versuch und zwei Straftritte – insgesamt 11 Punkte – und war der auffälligste Spieler der Hausherren.
Lucas Dessaigne (Montauban): Als Einwechselspieler in der 40. Minute gekommen, legte er nur sechs Minuten später den entscheidenden Versuch zum 15:20, der Montauban endgültig in Führung brachte.
By the Numbers – interpretiert
Die zweite Halbzeit offenbarte das entscheidende Muster: Montauban holte zehn Punkte bei nur wenigen Angriffen in die 22-Meter-Zone der Gastgeber, während Nevers sechs Punkte aus Straftritten erzielte, aber keinen zweiten Versuch mehr legte. Die Gäste waren in den entscheidenden Momenten effizienter – drei Versuche bei begrenztem Ballbesitz sprechen für eine hohe Chancenverwertung. Nevers dominierte phasenweise das Spiel, ließ aber zu viele Gelegenheiten ungenutzt, besonders in der Schlussviertelstunde.
Was der Sieg bedeutet
Für Montauban ist der Auftaktsieg mehr als nur zwei Tabellenpunkte. Die Serie von 22 aufeinanderfolgenden Niederlagen in allen Wettbewerben ist endlich gebrochen – ein enormer psychologischer Schub für die Elf von Sébastien Tillous-Borde. Rugbyrama berichtete, dass eine "série noire" von 22 aufeinanderfolgenden Niederlagen mit diesem Erfolg endete. Nevers hingegen muss sich mit einem defensiven Bonuspunkt trösten und wird die vergebenen Chancen in der Schlussphase aufarbeiten müssen. Der nächste Spieltag für beide Teams steht Anfang September an.
Fazit
Ein intensiver Pro-D2-Auftakt mit fünf Versuchen und einer dramatischen Schlussphase. Montauban belohnte sich für Effizienz und defensive Leidenschaft, Nevers wird die ungenutzten Gelegenheiten bedauern. Der Sieg könnte der Wendepunkt sein, den die Mannschaft aus Sapiac so dringend brauchte.
Nevers und Montauban trafen 14 Mal aufeinander — Nevers gewann 5 Mal, Montauban 9 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2017 zurück. Montauban führt den Direktvergleich mit 9 Siegen aus 14 Begegnungen an. Insgesamt fielen 603 Tore in diesen Partien, im Schnitt 43.07 pro Spiel (298 für die Heimmannschaft, 305 für die Gäste). Beide Teams trafen in 14 Spielen (100%). In 14 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Montauban ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 60–23 im Jahr 2025.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 29. Aug. 2026