Länderspiel· Saison 2026
South Africa A besiegte Simbabwe 40:0 in Gqeberha – sechs Versuche, eine Rote Karte und starke Auftritte der Nachwuchsspieler beim Freundschaftsspiel.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSA 'A' deklassiert Simbabwe mit 40:0 – Sechs Versuche trotz Platzverweis
Die südafrikanische A-Nationalmannschaft hat Simbabwe am 20. Juni 2026 im Nelson-Mandela-Bay-Stadion von Gqeberha mit 40:0 (21:0) besiegt und dabei sechs Versuche erzielt – und das, obwohl sie mehr als 20 Minuten in Unterzahl spielen musste. Die Partie war als Generalprobe für das Hauptspiel der Springboks gegen die Barbarians angesetzt und bot einer Reihe von Nachwuchsspielern die Bühne, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.
So lief die Partie
South Africa A startete druckvoll. Bereits in der 16. Minute durchbrach Schlussmann Yaqeen Ahmed die Abwehr der Sables mit einem Dummy und legte den ersten Versuch unter den Pfosten ab – mit eigener Erhöhung zum 7:0. Nur vier Minuten später nutzte Zentrum Markus Muller bei seiner ersten Ballberührung einen losen Ball und lief zum zweiten Versuch ein; Ahmed erhöhte auf 14:0 (21.).
Den dritten Versuch steuerte Gedrängehalb Haashim Pead in der 30. Minute bei – ebenfalls nach einem „Show and Go“ an der Gedrängeformation. Ahmeds dritte Erhöhung stellte den 21:0-Halbzeitstand her.
Der zweite Durchgang begann mit einem Rückschlag: Ahmed (52.) wurde für einen gefährlichen Tackling in der Luft gegen Simbabwes Schlussmann Tapiwa Mafura zunächst mit Gelb bestraft, nach Überprüfung durch den TMO auf eine 20-minütige Rote Karte hochgestuft. In Unterzahl zeigte South Africa A jedoch seine mentale Stärke.
Nico Steyn, kurz zuvor für Pead eingewechselt, tunnelte sich in der 55. Minute aus kurzer Distanz zum vierten Versuch. Luan Giliomee erhöhte zum 28:0. Nur wenig später legte der ebenfalls eingewechselte Imad Khan direkt nach seiner Hereinkunft den fünften Versuch nach – Vorlage von Jaco Williams, Erhöhung Giliomee zum 35:0.
Den Schlusspunkt setzte Jaco Williams mit der Schlusssirene: Er fing einen spekulativen Befreiungskick der Sables ab und sprintete unbedrängt in die Malfeld-Ecke zum 40:0-Endstand (ohne Erhöhung).
Der Wendepunkt
Ahmeds Rote Karte in der 52. Minute hätte die Partie kippen können – Simbabwe drängte in dieser Phase auf den ersten Punktgewinn. Doch Kapitän Vincent Tshituka und die erfahrenen Köpfe um Lukhanyo Am und Ruben van Heerden stabilisierten das Spiel. Statt einzubrechen, erzielte South Africa A nach dem Platzverweis drei weitere Versuche.
Die Schlüsselspieler
Ruben van Heerden (Second Row) – 16 Tackles (zweitmeist im Team), ein Ballgewinn und neun Ballkontakte. Der Zweitreiher war laut mehreren Beobachtern der Spieler des Spiels und bewies, dass er für die A-Nationalmannschaft infrage kommt.
Luan Giliomee (Schlussmann) – übernahm nach Ahmeds Platzverweis souverän die Erhöhungen (2/2) und zeigte als Utility Back starke Läufe und Übersicht. Von mehreren Kommentatoren als „Man of the Match“ genannt.
Zekhethelo Siyaya (Flügel) – hatte bis zu seiner Kopfverletzung (35.) zwei (!) Versuche durch den TMO aberkannt bekommen und war auf bestem Weg, der auffälligste Spieler auf dem Feld zu sein. Musste nach einem unbeabsichtigten Kniestoß eines eigenen Spielers vom Feld.
Vincent Tshituka (Kapitän, 4. Reihe) – führte die junge Mannschaft mit überragender Defensivarbeit und hielt das Team nach dem Platzverweis zusammen.
By the Numbers
South Africa A erzielte sechs Versuche zu null, drei davon durch Gedrängehalbs (Pead, Steyn, Khan) – eine außergewöhnliche Statistik, die das schnelle Umschalten an den Gedrängeformationen widerspiegelt. Die erste Halbzeit (21:0) war von dominantem Ballbesitz geprägt, doch Simbabwe verteidigte mehrfach in der eigenen Fünf-Meter-Zone entschlossen. Das Problem der Südafrikaner: die Linienouts in Halbzeit eins, die sich nach der Einwechslung von Adre Smith und Liam van Wyk in Halbzeit zwei stabilisierten.
Ahmed traf vor seiner Roten Karte drei von drei Erhöhungen (100 %), Giliomee zwei von drei (67 %).
Was das Ergebnis bedeutet
Für South Africa A war es der erste und einzige Auftritt im Rahmen des YesPlay-Cup-Doppelspieltages in Gqeberha. Das Spiel diente als Sichtungsmöglichkeit für Rassie Erasmus' erweiterten Kader. Für Simbabwe (Spitzname „Die Sables“) war es eine wertvolle Standortbestimmung auf dem Weg zur Rugby-Weltmeisterschaft 2027. Das nächste Aufeinandertreffen beider Teams steht nicht fest.
Fazit
Ein ungefährdeter, souveräner Sieg der südafrikanischen A-Mannschaft gegen einen tapfer kämpfenden, aber klar unterlegenen Gegner. Die junge Garde um Williams, Giliomee und Steyn machte Werbung in eigener Sache – die Rote Karte gegen Ahmed bleibt der einzige Wermutstropfen eines ansonsten gelungenen Nachmittags für die Gastgeber.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 25. Juni 2026

