Spanien 7s deklassiert Südafrika 7s mit 40:14 im Spiel um Platz 3 des HSBC SVNS Bordeaux 2026. Sechs spanische Versuchsschützen drehen ein 0:14 in einen 40:14-Kantersieg.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSo lief die Partie
Südafrika begann furios und lag schnell mit 14:0 vorne. Shilton van Wyk eröffnete den Torreigen, nachdem Selwyn Venter mit einem gekonnten Kickspiel den Raum gewonnen hatte. Kurz darauf legte Ricardo Duarttee nach – ein schneller Rebound-Versuch nach eigenem Durchbruch. Duarttee verwandelte beide Versuche zum 14:0 (5. Minute).
Doch Spanien schlug zurück. Kapitän Juan Ramos tänzelte Ryan Oosthuizen aus und verkürzte per Versuch. Ramos legte nur wenig später seinen zweiten Versuch nach, als die südafrikanische Defensive ein Loch offen ließ. Beide Male blieb die Conversion jedoch aus – Halbzeit 14:14.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Spanien die Kontrolle. Zunächst musste Duarttee wegen eines Vergehens für zwei Minuten in die Sin Bin – und Spanien nutzte die Überzahl eiskalt. Francisco Cosculluela fing einen weiten Pass ab und lief unbedrängt zur Führung (26:14). Josep Serres erhöhte wenig später auf 26:14.
Mitten in der zweiten Halbzeit war die Entscheidung gefallen. Pol Pla, der 33-jährige Spanier, fing in der 13. Minute einen südafrikanischen Pass ab und trug den Ball über die Linie – Südafrika war zu diesem Zeitpunkt wegen Duarttees Gelber Karte nur mit sechs Spielern auf dem Feld. Den Schlusspunkt setzte Angel Bozal, der einen Kick blockte und zum 40:10-Endstand über die Linie taumelte. Ramos verwandelte drei der sechs Versuche.
Der Wendepunkt
Ricardo Duarttees Gelbe Karte in der 8. Minute der zweiten Halbzeit war der entscheidende Moment. Spanien nutzte die numerische Überlegenheit nicht nur zu zwei eigenen Versuchen, sondern brach auch den südafrikanischen Widerstand mental. Nach der Rückkehr Duarttees war der Spielfluss der Blitzboks gebrochen, und Spanien dominierte die restliche Spielzeit.
Schlüsselspieler
- Juan Ramos (Spanien 7s): Der Kapitän erzielte zwei erste Versuche, die den Rückstand wettmachten, und dirigierte das spanische Angriffsspiel mit Übersicht und Tempo.
- Pol Pla (Spanien 7s): Der 33-Jährige bewies Spielintelligenz mit einem abgefangenen Pass zum entscheidenden Versuch – sein dritter Versuch im Turnier.
- Angel Bozal (Spanien 7s): Kam von der Bank und krönte den spanischen Sturmlauf mit einem Block-and-Score-Versuch.
- Ricardo Duarttee (Südafrika 7s): Zwar mit einem Versuch und zwei Conversion, aber die Gelbe Karte und defensive Lücken trübten seine Bilanz.
Spieler des Spiels: Juan Ramos (Spanien 7s)
Zahlen & Fakten
Südafrika hatte die erste Hälfte dominiert und führte verdient 14:0. Doch nach den beiden spanischen Antworten vor der Pause kippte das Momentum. In der zweiten Halbzeit erzielte Spanien 26 Punkte ohne Gegentreffer – bei einer Ballbesitzquote von rund 60 % nach der Pause. Die 40 Gegentreffer waren die meisten, die Südafrika in einer Partie auf der gesamten HSBC-SVNS-Saison 2026 kassierte.
Spaniens sechs Versuche (davon fünf im zweiten Durchgang) unterstrichen die Breite des Kaders: Sechs verschiedene Spieler trugen sich in die Punkteliste ein, während Südafrika sich auf zwei Versuche beschränkte.
Was das Ergebnis bedeutet
Südafrika hatte sich bereits am Samstag durch den Viertelfinalsieg gegen Fidschi (14:12) den Gesamtsieg der HSBC SVNS World Championship 2026 gesichert – die Blitzboks beenden die Saison als verdiente Weltmeister mit 37 Saisonsiegen und fünf Turniertiteln. Die 40:14-Niederlage im Bronzespiel trübt die Gesamtbilanz nur marginal.
Für Spanien ist Platz 3 in Bordeaux der dritte Podiumsplatz der Saison nach Rang 3 in Hongkong und Rang 2 in Vancouver – die beste Saisonleistung der spanischen Siebener-Rugby-Geschichte. Mit der Bronzemedaille sicherte sich Spanien zudem einen Startplatz in der Hauptserie für die Saison 2027.
Südafrika reist nun als Weltmeister in die Sommerpause. Die nächste HSBC SVNS World Championship beginnt voraussichtlich im November 2026.
Fazit
Was nach 14 Minuten wie eine südafrikanische Machtdemonstration aussah, endete als spanisches Lehrstück für Effizienz und Moral. Spanien setzte mit 40 Punkten ein Ausrufezeichen, das die Entwicklung dieser Mannschaft unterstreicht – von einem Außenseiter zu einem ernsthaften Anwärter auf die Medaillenränge. Südafrika hingegen zeigte erstmals in dieser Saison deutliche Defensivschwächen, die den glanzvollen Gesamtsieg jedoch nicht überschatten.
Rivalität seit 2013
South Africa 7s vs Spain 7s Direkter Vergleich· 32
South Africa 7s und Spain 7s trafen 32 Mal aufeinander — South Africa 7s gewann 29 Mal, Spain 7s 3 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2013 zurück. South Africa 7s führt den Direktvergleich mit 29 Siegen aus 32 Begegnungen an. Insgesamt fielen 1183 Tore in diesen Partien, im Schnitt 36.97 pro Spiel (869 für die Heimmannschaft, 314 für die Gäste). Beide Teams trafen in 28 Spielen (88%). In 32 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 54–5 im Jahr 2021.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 26. Juni 2026
