Frankreich 7s gewinnt das Finale des HSBC SVNS Bordeaux 2026 gegen Neuseeland 7s mit 14:5. Der erste Heimsieg bei einem Sevens-Turnier seit 21 Jahren.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSo lief die Partie
Frankreich erwischte den besseren Start. Rayan Rebbadj erzielte nach einem herausragenden Angriffszug, an dem die Olympiasieger von Paris 2024 — Paulin Riva und Antoine Zeghdar — beteiligt waren, den ersten Versuch. Rebbadj setzte sich kraftvoll durch und legte den Grundstein für die frühe Führung der Gastgeber (7:0).
Die Intensität des Finals war von Beginn an hoch. Frankreichs Celian Pouzelgues musste in der ersten Hälfte wegen eines Fouls (indirekter Kontakt mit dem Hals) für zwei Minuten mit der Gelben Karte auf die Bank. Neuseeland nutzte die numerische Überlegenheit eiskalt: Jayden Keelan tanzte sich durch die französische Abwehr und erzielte den Ausgleichsversuch. Die anschließende Conversion blieb jedoch aus — Frankreich führte zur Pause knapp mit 7:5.
Nach dem Wiederanpfiff blieb die Partie ein intensives Duell auf engstem Raum. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend, ehe Celian Pouzelgues in der Schlussminute die Entscheidung herbeiführte. Nur 60 Sekunden vor dem Abpfiff durchbrach er die müde wirkende neuseeländische Defensive, drückte den Ball am rechten Flügel nieder und schickte das Stade de Bordeaux in Ekstase. Gregoire Alldritt verwandelte zum 14:5-Endstand.
Der Wendepunkt
Die Gelbe Karte gegen Pouzelgues in der ersten Halbzeit hätte das Spiel kippen lassen können — stattdessen wurde sie zur Heldengeschichte. Neuseeland konnte in Überzahl nur fünf Punkte erzielen, anstatt das Spiel zu dominieren. Die Rückkehr von Pouzelgues hauchte Frankreich neue Energie ein, und sein Matchwinner-Versuch in der 14. Minute war die Krönung einer persönlichen Achterbahnfahrt.
Die Schlüsselspieler
Celian Pouzelgues (Frankreich): Der Spieler des Finals zeigte eine beeindruckende Bandbreite an Emotionen. Nach seiner Gelben Karte kämpfte er sich zurück und erzielte den entscheidenden Try zum 14:5 in der Schlussminute.
Rayan Rebbadj (Frankreich): Der Olympiasieger von Paris eröffnete den Torreigen mit dem ersten Versuch und gab Frankreich die nötige Sicherheit für die frühe Führung.
Paulin Riva (Frankreich): Der Kapitän führte sein Team mit einer taktisch reifen Vorstellung zum Titel. In der Pressekonferenz sagte er: "Dieser Wettbewerb ist sehr schwierig mit vielen großen Mannschaften wie Südafrika. Aber wir wollen hier sein."
Jayden Keelan (Neuseeland): Der Neuseeländer war der einzige Spieler seines Teams, der den Weg ins Malfeld fand. Sein Versuch hielt Neuseeland im Spiel, letztlich reichte es jedoch nicht.
By the Numbers — interpretiert
Das Endresultat von 14:5 täuscht über die Enge der Partie hinweg. Frankreich hatte nach der frühen Führung mehr Ballbesitz, aber Neuseeland lauerte auf Umschaltmomente und blieb durch zahlreiche Penalties im Spiel. Die entscheidende Statistik: Frankreich verwertete zwei seiner drei besten Angriffsmomente, Neuseeland dagegen nur einen von mehreren. Die Gelbe Karte gegen Pouzelgues kostete Frankreich kurzzeitig die numerische Überlegenheit, doch die Abwehr um Riva hielt stand — Neuseeland erzielte in dieser Phase nur einen anstatt zwei oder drei Versuche.
Was das Ergebnis bedeutet
Frankreich krönte sich mit dem Heimsieg zum Turniersieger des HSBC SVNS Bordeaux 2026 — der erste Triumph bei einem Heim-Event der World Rugby Sevens Series seit 2005. Für die Mannschaft von Trainer Benoît Baby war der Erfolg umso bemerkenswerter, als Frankreich nach einer Niederlage gegen eben jene Neuseeländer in der Vorrunde kurz vor dem Abstieg in die HSBC SVNS 2 stand. Mit dem Turniersieg sicherte sich Les Bleus auch den Verbleib in der höchsten Spielklasse für die nächste Saison.
Südafrika (die Blitzboks) wurde am selben Wochenende zum Gesamtweltmeister der HSBC SVNS 2026 gekrönt, obwohl sie im Spiel um Platz drei gegen Spanien überraschend mit 14:40 unterlagen. Die acht Teams der Hauptserie 2027 heißen: Südafrika, Neuseeland, Spanien, Australien, Argentinien, Fidschi, Frankreich und die USA.
Frankreichs nächste Station wird die SVNS-Saison 2027 sein — die genauen Termine und Austragungsorte stehen noch nicht fest. Für Neuseeland beginnt die neue Saison ebenfalls mit der Mission, den Gesamttitel zurückzuerobern.
Fazit
Frankreich 7s lieferte im Finale von Bordeaux eine reife, taktisch disziplinierte Vorstellung ab und nutzte seine Chancen eiskalt. Die Geschichte von Celian Pouzelgues — vom Sünder auf der Bank zum Matchwinner in der Schlussminute — verkörpert den Geist dieses Teams. Neuseeland war nah dran, aber nicht konsequent genug in der Offensive. Ein verdienter Heimsieg vor einer ekstatischen Kulisse.
Rivalität seit 2011
France 7s vs New Zealand 7s Direkter Vergleich· 45
France 7s und New Zealand 7s trafen 45 Mal aufeinander — France 7s gewann 8 Mal, New Zealand 7s 37 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2011 zurück. New Zealand 7s führt den Direktvergleich mit 37 Siegen aus 45 Begegnungen an. Insgesamt fielen 1690 Tore in diesen Partien, im Schnitt 37.56 pro Spiel (555 für die Heimmannschaft, 1135 für die Gäste). Beide Teams trafen in 37 Spielen (82%). In 45 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 66–0 im Jahr 2012.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 26. Juni 2026
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