Der SC Potsdam verliert sein Heimspiel gegen den VfB Suhl in der 1. Bundesliga Frauen 2009/10 deutlich mit 0:3. Die personell geschwächten Potsdamerinnen bleiben gegen den DVV-Pokalsieger chancenlos.
Spielzusammenfassung
Suhl W besiegte Potsdam W 3:0. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2009 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungPersonelle Probleme vor dem Anpfiff
Bereits vor dem Spiel musste SC-Cheftrainer Michael Merten auf zwei wichtige Spielerinnen verzichten. Chantal Laboureur befand sich noch im Aufbautraining, während Zuspielerin Susanne Langer sich unter der Woche am Daumen verletzt hatte. „Es ist keine ernste Geschichte. Wir werden sie gegen Suhl jedoch aus Vorsichtsgründen von vornherein pausieren lassen“, erklärte Merten vor der Partie im Gespräch mit dem Tagesspiegel.
Hinzu kam, dass das Team nach einer 0:3-Niederlage beim Köpenicker SC am vorherigen Spieltag unter Druck stand. Merten hatte nach der Pleite in Berlin ein klärendes Gespräch mit der Mannschaft geführt – mit dem Ziel, den VfB Suhl am eigenen Spieltag „ernsthafter zu fordern“.
Suhl mit Selbstvertrauen und Neuzugang
Der VfB Suhl reiste als einer der Top-Favoriten der Liga nach Potsdam. Der DVV-Pokalsieger von 2008 hatte erst wenige Tage zuvor die ungarische Nationalspielerin Eszter Kovacs verpflichtet. Die 25-jährige Mittelblockerin, die zuvor in Frankreich gespielt hatte, gab in Potsdam ihr Debüt und verstärkte das ohnehin schon starke Ensemble der Thüringerinnen.
Trainer Jean-Pierre Staelens zeigte sich vor der Partie angriffslustig und scherzte gegenüber einer lokalen Tageszeitung, er werde die 332 Kilometer von Halle zu Halle nach dem Spiel zu Fuß zurücklegen, sollte Potsdam auch nur einen Satz gewinnen – eine Ansage, die die klaren Kräfteverhältnisse vor dem Anpfiff unterstrich.
Klare Satzverhältnisse
Suhl dominierte die Partie von Beginn an. Der SC Potsdam fand offensiv kaum Mittel gegen die stabile Abwehr der Gäste und leistete sich in entscheidenden Phasen zu viele Eigenfehler. Die Thüringerinnen kontrollierten das Spielgeschehen und ließen den Aufsteiger über die gesamte Spielzeit nicht ins Spiel kommen.
Die Satzergebnisse spiegelten die Überlegenheit des VfB Suhl wider. Zwar konnten die Potsdamerinnen phasenweise mithalten, doch die individuellen und taktischen Vorteile der Gäste waren letztlich zu deutlich. Mit einem Gesamtpunktverhältnis von 45:75 fiel der Ausgang eindeutig aus.
Ein Spiel mit historischem Wert
Die Saison 2009/10 markierte den Beginn einer langen Bundesliga-Ära für den SC Potsdam, der von 2009 bis 2025 ununterbrochen in der höchsten deutschen Spielklasse vertreten war. Die Niederlage gegen Suhl war Teil eines schwierigen Starts für den Aufsteiger, der sich jedoch im Laufe der Saison stabilisierte.
Für den VfB Suhl hingegen war der souveräne Auswärtssieg ein weiterer Beleg für die Ambitionen des Vereins, der in jener Saison als erster Verfolger des Spitzenreiters Schwerin galt. Die Thüringerinnen untermauerten mit dem deutlichen Erfolg in Potsdam ihren Anspruch auf die Spitzenplätze der Liga.
Potsdam W und Suhl W trafen 40 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 28 Mal, Suhl W 12 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Potsdam W führt den Direktvergleich mit 28 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 151 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.77 pro Spiel (95 für die Heimmannschaft, 56 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (53%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2025.
Letzte Begegnungen
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API-Daten: 11. Juni 2026