SV Lohhof verliert auch das dritte Heimspiel der Saison 2009/10 gegen den Köpenicker SC mit 0:3 (24:26, 20:25, 16:25) vor 350 Zuschauern im BallhausForum Unterschleißheim.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSV Lohhof W vs Kopenicker Berlin W — Spielbericht
SV Lohhof W 0–3 Köpenicker SC Berlin (24:26, 20:25, 16:25)
Die Hoffnung war groß im BallhausForum Unterschleißheim: Am 14. November 2009 empfing der SV Lohhof den Köpenicker SC zum fünften Spieltag der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen. Nach vier Niederlagen zum Saisonstart sollte endlich der erste Sieg her. Doch es kam anders. Vor 350 Zuschauern musste sich der SV Lohhof nach 73 Minuten deutlich mit 0:3 geschlagen geben — Satzergebnisse: 24:26, 20:25, 16:25.
Start mit vielversprechender Führung
Die Mannschaft um Kapitänin Stephanie Utz begann mutig und erspielte sich bis zur zweiten technischen Auszeit eine 16:14-Führung. Der erste Durchgang entwickelte sich zu einer engen Kiste, in der der SVL lange Zeit die Nase vorn hatte. „Ab dem Zeitpunkt haben wir einfach unkonsequent gespielt“, beschrieb Utz den weiteren Verlauf des Satzes. Beim Stand von 22:21 ging der Köpenicker SC erstmals in Führung. Der SV Lohhof wehrte zwar zwei Satzbälle ab, doch am Ende behielten die Berlinerinnen mit 26:24 die Oberhand.
„In den entscheidenden Phasen hat uns die Konstanz gefehlt“, zeigte sich das Team nach dem verlorenen Startsatz geknickt. Dabei hatte man sich nach der deutlichen Niederlage beim Deutschen Pokalsieger Rote Raben Vilsbiburg so viel vorgenommen.
Zweiter Satz: Das Muster wiederholt sich
Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs zeigten die Lohhofer Volleyballerinnen, welches Potenzial in ihnen steckt. Wieder kämpfte man sich zu einer Führung — 17:15 lautete der Zwischenstand. Trainer Bene Frank reagierte und wechselte Marion Mirtl ein, die sich in den vorangegangenen Wochen in der ersten Mannschaft festgespielt hatte. Doch auch diese Maßnahme konnte den erneuten Satzverlust nicht verhindern. Köpenick zog das Tempo an und gewann den zweiten Satz mit 25:20.
Angeführt von der punktbesten Lohhofer Spielerin Inga Vollbrecht (12 Punkte bei einer starken Angriffsquote von 70 Prozent) kam nach der 10-minütigen Satzpause noch einmal Hoffnung auf.
Totaler Einbruch im dritten Satz
Der dritte Durchgang begann verheißungsvoll: Der SV Lohhof legte vor und führte mit 15:13. Dann aber kam der totale Einbruch. Mit einer erschreckenden Serie von 1:12 Punkten musste die Mannschaft an diesem Abend endgültig einsehen, dass gegen den Köpenicker SC nichts zu holen war. Mit 25:16 entschieden die Berlinerinnen den Satz und damit das Spiel für sich.
„Wir müssen definitiv weniger Eigenfehler machen und wieder mit deutlich mehr Spaß ins Spiel gehen“, bilanzierte Kapitänin Stephanie Utz selbstkritisch. „Unsere Grippewelle ist definitiv keine Ausrede für unsere Leistung. Es ist aber noch nichts verloren, denn wir haben noch viele Spiele vor uns!“
Personalprobleme als zusätzliche Belastung
Der SV Lohhof musste die Partie erneut mit erheblichen Personalsorgen bestreiten. Natascha Niemczyk fiel weiterhin mit einem gebrochenen Daumen aus, Lucia Kaiser und Ann-Christin Quade waren angeschlagen. Zusätzlich machte eine Grippewelle die Vorbereitung auf das Spiel nicht leichter. Dennoch wollte niemand im Lager des SVL die Krankheitswelle als Ausrede gelten lassen.
Köpenick bestätigt Aufwärtstrend
Der Köpenicker SC bestätigte mit diesem Auswärtssieg seine aufsteigende Form. Nach zwei Auftaktniederlagen gegen Münster und Stuttgart hatte das Team von Neu-Trainer Jürgen Treppner in der Vorwoche mit einem deutlichen Derby-Erfolg gegen den SC Potsdam den ersten Saisonsieg eingefahren. Mit der Brasilianerin Izabela de Olivera und der serbischen Zuspielerin Bojana Marjanovic hatte sich der KSC gezielt verstärkt. Bekannt war der Hauptstadtclub vor allem für seine exzellente Jugendarbeit, aus der unter anderem Nationalspielerin Saskia Hippe (inzwischen bei Dresden) hervorgegangen war.
Trainer Frank: „So ein Auftritt darf uns nicht passieren“
SVL-Trainer Benedikt Frank zeigte sich nach der Partie enttäuscht: „So ein Auftritt darf uns nicht passieren. Und wird er auch nicht mehr! Der Kopf muss bei uns stimmen, denn das Potenzial ist deutlich höher, als es ein solches Spiel oder unser Tabellenstand aussagt.“
Tabellensituation: SVL weiter im Keller
Mit der dritten Heimniederlage in Folge blieb der SV Lohhof auch nach dem fünften Spieltag ohne Sieg und belegte den 14. Tabellenplatz. Gemeinsam mit Alemannia Aachen und dem Allgäu Team Sonthofen bildete der SVL das noch sieglose Trio am Tabellenende der 1. Volleyball-Bundesliga.
Ausblick
Bereits am folgenden Samstag stand für den SV Lohhof das nächste schwere Auswärtsspiel auf dem Programm — eine Reise nach Thüringen zum VfB Suhl. Eine Partie, die damals sogar live im Internet übertragen wurde und bei der die Mannschaft um Kapitänin Utz und Trainer Frank die ersten Punkte der Saison einfahren wollte.
Rivalität seit 2010
SV Lohhof W vs Kopenicker Berlin W Direkter Vergleich· 1
SV Lohhof W und Kopenicker Berlin W trafen 1 Mal aufeinander — SV Lohhof W gewann 0 Mal, Kopenicker Berlin W 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Kopenicker Berlin W führt den Direktvergleich mit 1 Sieg aus 1 Begegnung an. Insgesamt fielen 4 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (1 für die Heimmannschaft, 3 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (100%). In 1 Begegnung (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–1 im Jahr 2010.
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