Der Schweriner SC besiegt Aufsteiger SC Potsdam in der Volleyball-Bundesliga 2009/10 mit 3:0. Julia Retzlaff überragt, Denise Hanke glänzt mit Aufschlagserien.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSchweriner SC deklassiert Aufsteiger SC Potsdam deutlich
Der Schweriner SC hat seine weiße Weste in der Bundesliga-Saison 2009/10 gewahrt. Der amtierende deutsche Meister besiegte den Aufsteiger SC Potsdam am 21. November 2009 in der heimischen Volleyballhalle am Lambrechtsgrund glatt mit 3:0 (25:14, 25:17, 25:17) und untermauerte damit seine Titelambitionen.
Satz für Satz: Schwerin steigert sich
Rund 900 Zuschauer sahen eine Partie, die der Favorit zwar souverän, aber nicht von Beginn an dominierend gestaltete. Der erste Satz begann überraschend offen. Der SC Potsdam, als jüngstes Team der Liga nach dem Aufstieg in das deutsche Volleyball-Oberhaus zurückgekehrt, zeigte zunächst keine Nerven und ging in Führung. Der SSC um Trainer Edwin Benne fand nur langsam ins Spiel, drehte die Partie jedoch nach und nach. Bis zur zweiten technischen Auszeit blieb das Duell ausgeglichen, ehe die Schwerinerinnen eine Schippe drauflegten und den Durchgang nach 22 Minuten mit 25:14 für sich entschieden.
Im zweiten Satz präsentierte sich Potsdam noch widerstandsfähiger. Die Mannschaft von Trainer Dirk Förster hielt nicht nur mit, sondern setzte sich zwischenzeitlich sogar mit drei Punkten ab – 8:11 stand es auf der Anzeigetafel. Doch dann übernahm Zuspielerin Denise Hanke das Kommando. Mit ihren hart geschlagenen Aufgaben brachte sie die Annahme der Gäste gehörig durcheinander und leitete die Wende ein. Am Ende hieß es auch im zweiten Durchgang 25:17 für den SSC.
Der dritte Satz geriet zur einseitigsten Angelegenheit des Abends. Schwerin ließ von Beginn an keinen Zweifel mehr am Sieger aufkommen. Der Höhepunkt war der letzte Ballwechsel: Maja Pachale beendete die Partie mit einem wuchtigen Angriffsschlag, der die Überlegenheit des Meisters eindrucksvoll untermauerte. 25:17 lautete das Ergebnis auch im dritten Durchgang.
Julia Retzlaff überragt
Als beste Spielerin auf dem Feld zeichnete sich Julia Retzlaff aus. Die Diagonalangreiferin des SSC traf aus nahezu jeder Position und ließ der Potsdamer Abwehr wenig Chancen. Auch Nationalspielerin Lisa Thomsen auf der Libero-Position zeigte eine starke Leistung und sicherte mit ihrer Annahme die Grundlage für die variable Angriffsgestaltung.
Saisonkontext: Meister gegen Aufsteiger
Der Schweriner SC ging als Titelverteidiger in die Saison 2009/10. Der Verein hatte sich nach zwei Jahren Abstinenz zudem für den CEV Cup qualifiziert – am 1. Dezember 2009 stand das europäische Duell gegen Kanti Schaffhausen aus der Schweiz auf dem Programm. Entsprechend wichtig war für das Team von Edwin Benne, auch im Ligaalltag fokussiert zu bleiben.
Der SC Potsdam hingegen war als Aufsteiger in die 1. Bundesliga gekommen und galt als das jüngste Team der Spielklasse. Die Mannschaft aus Brandenburg fand sich in ihrer Premierensaison in der deutschen Eliteklasse in einer Lernphase wieder und kämpfte um jeden Satzgewinn. Dass die Mannschaft beim Meister zeitweise Führungen verbuchen konnte, sprach für ihre Entwicklung.
Ausblick
Für den Schweriner SC war es der vierte Sieg im vierten Saisonspiel – die weiße Weste blieb gewahrt. Die Mannschaft präsentierte sich gut eingespielt für die anstehenden Aufgaben im DVV-Pokal und vor allem im CEV Cup. Der SC Potsdam hingegen musste sich weiter an das höhere Tempo und die größere Physis in der 1. Bundesliga gewöhnen.
Am Ende der Saison 2009/10 sollten die Roten Raben Vilsbiburg den Meistertitel holen. Schwerin belegte den 3. Tabellenplatz, Potsdam landete als bester der drei Aufsteiger auf Rang 11 und sicherte sich souverän den Klassenerhalt.
Spielstatistik
SC Schweriner W – SC Potsdam W 3:0 (25:14, 25:17, 25:17)
Datum: 21. November 2009, 18:00 Uhr Ort: Volleyballhalle am Lambrechtsgrund, Schwerin Zuschauer: ca. 900
Rivalität seit 2010
SC Schweriner W vs Potsdam W Direkter Vergleich· 35
SC Schweriner W und Potsdam W trafen 35 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 30 Mal, Potsdam W 5 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 30 Siegen aus 35 Begegnungen an. Insgesamt fielen 138 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.94 pro Spiel (98 für die Heimmannschaft, 40 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (63%). In 35 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2021.
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