Alemannia Aachen gewinnt am 2. Dezember 2009 mit 3:2 beim SC Potsdam in der 1. Volleyball-Bundesliga. Ein packender Fünf-Satz-Krimi zwischen Aufsteiger Potsdam und Abstiegskandidat Aachen.
Spielzusammenfassung
Aachen W besiegte Potsdam W 3:2. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2009 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAlemannia Aachen entführt Punkte aus Potsdam: 3:2-Auswärtssieg in einem packenden Fünf-Satz-Krimi
Potsdam – In der Saison 2009/10 der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen lieferten sich der SC Potsdam und Alemannia Aachen am 2. Dezember 2009 einen denkwürdigen Fünf-Satz-Krimi. Am Ende behielten die Gäste aus Aachen mit 3:2 die Oberhand und entführten zwei wichtige Punkte aus der brandenburgischen Landeshauptstadt.
Ein Duell der Tabellennachbarn
Die Partie in der Sporthalle am Anton-Saefkow-Platz war ein Aufeinandertreffen zweier Teams, die in ihrer ersten gemeinsamen Bundesliga-Saison um den Anschluss an das Mittelfeld kämpften. Der SC Potsdam war als Meister der 2. Bundesliga Nord 2008/09 frisch in die höchste deutsche Spielklasse aufgestiegen und absolvierte seine allererste Erstliga-Saison. Alemannia Aachen wiederum gehörte bereits zum Inventar der Liga, fand sich aber ebenfalls im unteren Tabellendrittel wieder.
Die Ausgangslage
Vor dem Spiel standen die Zeichen für eine enge Begegnung. Potsdam hatte sich als Aufsteiger erstaunlich gut in der 1. Bundesliga zurechtgefunden und spielte vor heimischem Publikum mit breiter Brust. Aachen hingegen, von Trainer Stefan Falter gecoacht, kämpfte in jener Saison um den Klassenerhalt – mit einem schmalen Kader und der klaren Rolle des Außenseiters in vielen Partien.
Der Spielverlauf
Was folgte, war eine packende Begegnung über die volle Distanz von fünf Sätzen. Beide Teams lieferten sich von Beginn an ein intensives Duell, in dem sich keines der Teams entscheidend absetzen konnte. Potsdam zeigte Moral und kämpfte sich mehrfach zurück, während Aachen mit konsequentem Aufschlagspiel und stabiler Annahme konterte.
Die Gäste aus der Kaiserstadt erwiesen sich als extrem widerstandsfähig. In den entscheidenden Phasen bewies Alemannia Aachen die stärkeren Nerven und setzte sich am Ende in einem engen Tiebreak durch. Der 3:2-Erfolg war für die Aachenerinnen ein wichtiger Schritt im Kampf um den Ligaverbleib.
Bedeutung für die Saison
Die Saison 2009/10 war für beide Teams eine Übergangssaison. Meister wurden die Roten Raben Vilsbiburg, die sich vor dem 1. VC Wiesbaden und dem Schweriner SC durchsetzten. Der SC Potsdam belegte am Ende einen respektablen 10. Platz in der 14er-Liga – eine starke Leistung für einen Aufsteiger, der seine Premieren-Spielzeit in der 1. Bundesliga absolvierte. Alemannia Aachen landete auf Rang 12 mit 10:42 Punkten und 27:70 Sätzen, was den Gang in die Relegation bedeutete.
Historische Einordnung
Aus heutiger Sicht ist diese Partie ein interessantes historisches Dokument. Der SC Potsdam sollte sich in den folgenden Jahren zu einer festen Größe im deutschen Frauen-Volleyball entwickeln, mit Höhepunkten wie der Vizemeisterschaft 2022 und regelmäßigen Teilnahmen an europäischen Wettbewerben. Alemannia Aachen wiederum trat später unter dem Namen „Ladies in Black Aachen“ an und etablierte sich ebenfalls dauerhaft in der 1. Bundesliga.
Das 3:2 an jenem Dezember-Abend 2009 war mehr als nur ein weiterer Spieltag – es war ein Symbol für den Aufbruch zweier Vereine, die sich in den folgenden Jahren zu festen Größen der deutschen Volleyball-Landschaft entwickeln sollten. Während Potsdam den Grundstein für eine erfolgreiche Bundesliga-Ära legte, kämpfte Aachen um jede Kleinigkeit – und bewies an diesem Abend in der Fremde, dass sie auch in schwierigen Zeiten zuschlagen konnten.
Fazit
Der 3:2-Auswärtssieg von Alemannia Aachen beim SC Potsdam war ein typisches Spiel zweier Teams auf Augenhöhe, die um den Anschluss in der Bundesliga kämpften. Für Aachen war es ein moralisch wichtiger Erfolg, für Potsdam eine lehrreiche Niederlage in der ersten Saison auf dem höchsten deutschen Niveau.
Potsdam W und Aachen W trafen 37 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 25 Mal, Aachen W 12 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Potsdam W führt den Direktvergleich mit 25 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 143 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.86 pro Spiel (89 für die Heimmannschaft, 54 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (59%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Potsdam W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.
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