Schweriner SC besiegt Dresdner SC 3:1 (25:20, 25:10, 14:25, 25:16) im 8. Saisonspiel der 1. Volleyball-Bundesliga Frauen 2009/10 – perfekte Generalprobe für das DVV-Pokalhalbfinale.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungGeneralprobe geglückt: SSC Schwerin bezwingt Dresdner SC mit 3:1
Schwerin – Der Schweriner SC hat auch sein achtes Saisonspiel in der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen gewonnen. Am 27. Dezember 2009 bezwangen die Mecklenburgerinnen in der ausverkauften Halle am Lambrechtsgrund den Rivalen Dresdner SC mit 3:1 (25:20, 25:10, 14:25, 25:16). Damit gelang der Mannschaft von Trainer Edwin Benne die perfekte Generalprobe für das anstehende DVV-Pokalhalbfinale – ausgerechnet gegen denselben Gegner.
Startschwierigkeiten auf beiden Seiten
In der Anfangsphase des ersten Satzes hatten beide Teams mit sichtbaren Unsicherheiten zu kämpfen. Zahlreiche Aufschlagfehler auf beiden Seiten prägten den Beginn. Beim Stand von 12:9 zog Schwerin erstmals davon und baute die Führung auf 18:11 aus. Dresden kämpfte sich jedoch heran, sodass Benne beim 22:19 eine Auszeit nehmen musste. Am Ende verwandelte Zuspielerin Denise Hanke den Satzball zum 25:20.
Schwerin dominiert den zweiten Satz
Der zweite Satz geriet zur einseitigen Angelegenheit. Dank der Aufschlagstärke von Denise Hanke ging der SSC mit 9:1 in Führung und ließ den Gästen aus Dresden keine Chance. Der Vorsprung wuchs kontinuierlich an, bis Schwerin den Satz mit 25:10 klar für sich entschied – die bis dahin deutlichste Satzführung in dieser Partie.
Dresden kämpft sich zurück
Im dritten Satz zeigte der Dresdner SC Moral. Die Elbestädterinnen waren nicht gewillt, sich kampflos geschlagen zu geben. Edwin Benne wechselte zwar durch, doch der Spielfluss blieb auf Seiten der Gäste. Dresden gewann den Satz souverän mit 25:14 und verkürzte auf 1:2 aus ihrer Sicht.
Schwerin macht den Sack zu
Vor dem vierten Satz war klar: Gewinnt Dresden auch diesen Durchgang, wird es eng für den SSC. Die Schwerinerinnen steigerten sich jedoch noch einmal. Es entwickelten sich spektakuläre Ballwechsel, und die Heimmannschaft zog auf 16:12 davon. Beim Stand von 25:16 war der Sieg perfekt.
Startformation und beste Spielerinnen
Schwerin brachte Thomsen, Jans, Pachale, Retzlaff, Wensink und Hanke als ersten Sechser aufs Feld. Als beste Spielerin der Partie wurde auf Schweriner Seite Caroline Wensink ausgezeichnet. Bei den Gästen aus Dresden erhielt Saskia Hippe diese Ehre.
Pokalhalbfinale als nächster Höhepunkt
Das Spiel war zugleich die Generalprobe für das DVV-Pokalhalbfinale, das nur drei Tage später – am Mittwoch, den 30. Dezember 2009 – ebenfalls zwischen diesen beiden Mannschaften stattfand. Die Rollen waren damit klar verteilt: Schwerin hatte seine Überlegenheit eindrucksvoll demonstriert, doch Dresden zeigte im dritten Satz, dass mit ihnen zu rechnen war.
Saisonkontext 2009/10
Der Schweriner SC startete als amtierender Deutscher Meister in die Saison 2009/10 und präsentierte sich in der Hinrunde in beeindruckender Frühform. Mit dem achten Sieg am Stück untermauerte die Mannschaft von Trainer Edwin Benne ihren Anspruch auf die Tabellenspitze. Der Dresdner SC, trainiert von Alexander Waibl, befand sich ebenfalls in der Spitzengruppe der Liga und zählte – wie so oft in dieser traditionsreichen Rivalität – zu den schärfsten Konkurrenten der Norddeutschen.
Der SSC setzte in jener Spielzeit auf eine Mischung aus erfahrenen Nationalspielerinnen und talentierten Nachwuchskräften. Mit Spielerinnen wie Denise Hanke (Zuspiel), Caroline Wensink (Mittelblock) und der deutschen Nationalspielerin Hanka Pachale (Außenangriff) verfügte das Team über reichlich individuelle Klasse. Aufseiten der Dresdnerinnen ragte die junge Saskia Hippe heraus, die später für die deutsche Nationalmannschaft nominiert wurde.
Ausblick
Der 3:1-Erfolg war nicht nur der achte Sieg im achten Saisonspiel, sondern auch ein wichtiges psychologisches Signal vor dem pokalentscheidenden Duell wenige Tage später. Die Rivalität zwischen Schwerin und Dresden – zwei der erfolgreichsten Volleyballstandorte Deutschlands – erreichte in jener Saison einmal mehr ihren Höhepunkt.
Rivalität seit 2010
SC Schweriner W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 40
SC Schweriner W und Dresdner SC W trafen 40 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 23 Mal, Dresdner SC W 17 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 23 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 160 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (86 für die Heimmannschaft, 74 für die Gäste). Beide Teams trafen in 26 Spielen (65%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Dresdner SC W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2021.
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