Schwerin schlägt Wiesbaden 3:1 (25:27, 25:13, 25:19, 25:20) und erobert die Tabellenführung der 1. Volleyball-Bundesliga zurück. Kristin Kasperski als Matchwinnerin von der Bank.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSchwerin schlägt Wiesbaden 3:1 und erobert die Tabellenspitze
Der Schweriner SC hat am 20. Januar 2010 ein packendes Spitzenspiel der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen für sich entschieden und mit einem 3:1 (25:27, 25:13, 25:19, 25:20) gegen den 1. VC Wiesbaden die Tabellenführung zurückerobert. Vor ausverkaufter Halle am Lambrechtsgrund lieferten sich beide Teams einen intensiven Schlagabtausch, der vor allem von der beeindruckenden Aufholjagd der Schwerinerinnen geprägt war.
Knapper Satzverlust zum Auftakt
Der erste Satz begann vielversprechend für die Gastgeberinnen. Der SSC legte mit einer 3:0-Führung los, doch Wiesbaden fand schnell ins Spiel. Insbesondere die Aufschläge von Steffi Lehmann bereiteten Schwerin große Probleme. Der Block der Gäste schien zunächst unüberwindlich, und Wiesbaden zog auf 16:9 und später auf 20:14 davon. In dieser kritischen Phase griff Schwerins Trainer Tore Aleksandersen zu einer entscheidenden Maßnahme: Er brachte Diagonalangreiferin Kristin Kasperski von der Bank. Die Einwechslung entfaltete ihre Wirkung sofort — Kasperski leitete eine furiose Aufholjagd ein. Schwerin kämpfte sich Punkt für Punkt heran und glich zum 22:22 aus. Die Halle stand Kopf. Am Ende reichte es jedoch nicht ganz: Mit 25:27 ging der erste Durchgang knapp an Wiesbaden.
Kasperski dreht das Spiel
Im zweiten Satz schien sich die Geschichte zu wiederholen. Wieder lag Wiesbaden früh mit 3:0 vorn. Und wieder war es Kristin Kasperski, die die Wende einleitete. Der SSC glich zum 5:5 aus und zog dann unaufhaltsam davon. Beim Stand von 22:10 war die Vorentscheidung gefallen, und Kasperski verwandelte den Satzball zum 25:13. Der 1:1-Ausgleich war verdient.
Moral bewiesen
Der dritte Satz begann ähnlich dominant: Schwerin setzte sich auf 17:10 ab und kontrollierte das Geschehen. Doch Wiesbaden gab sich nicht geschlagen und kämpfte sich bis auf einen Punkt heran (17:16). Die Mannschaft von Trainer Aleksandersen bewies jedoch Moral und ließ sich den Satz nicht mehr nehmen. Der SSC behielt die Nerven und brachte den Durchgang mit 25:19 nach Hause — nach 26 intensiven Minuten stand es 2:1 für Schwerin.
Nervenstärke im vierten Satz
Der vierte Satz war ein wahrer Krimi. Das Spiel wogte hin und her, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Beim Stand von 19:19 war alles offen. Doch Schwerin zeigte in der entscheidenden Phase die größere Nervenstärke und zog auf 25:20 davon. Folgerichtig war es wieder Kristin Kasperski, die den Satz- und damit den Spielball verwandelte. Die Wiesbadener Gäste wählten sie anschließend zur besten Spielerin des Abends.
Tabellenführung zurückerobert
Mit diesem hart erkämpften Sieg setzte der Schweriner SC ein wichtiges Ausrufezeichen im Titelrennen der Saison 2009/10. Die Mannschaft von Trainer Tore Aleksandersen bewies gegen einen starken Gegner nicht nur spielerische Klasse, sondern vor allem eine bemerkenswerte Moral und Kampfgeist. Für Wiesbaden war es eine bittere Niederlage in einem ansonsten starken Saisonverlauf — am Ende der Spielzeit sollten die Hessen den dritten Platz belegen, während Schwerin sich im Titelkampf behauptete.
Kristin Kasperski — die Spielentscheiderin
Die eingewechselte Diagonalangreiferin Kristin Kasperski war die überragende Akteurin des Abends. Mit ihren kraftvollen Angriffen und ihrer Präsenz am Netz drehte sie das Spiel nach ihrem ersten Einsatz im ersten Satz. In drei der vier Durchgänge war sie maßgeblich an der Wende beteiligt, verwandelte den Satzball im zweiten Satz und setzte mit dem Matchball im vierten Satz den Schlusspunkt. Die gegnerische Anerkennung als beste Spielerin des Abends durch Wiesbaden spricht Bände über ihre Leistung.
Blick auf die Saison
Die Bundesliga-Saison 2009/10 war geprägt von einem engen Dreikampf an der Spitze. Der Rote Raben Vilsbiburg, der 1. VC Wiesbaden und der Schweriner SC lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft. Mit diesem Sieg katapultierte sich Schwerin zurück an die Spitze der Tabelle und untermauerte seinen Anspruch auf den Titel, den die Mannschaft in dieser Saison am Ende jedoch knapp verpasste — Vilsbiburg sicherte sich die Meisterschaft vor Wiesbaden und Schwerin.
Rivalität seit 2010
SC Schweriner W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 31
SC Schweriner W und VC Wiesbaden W trafen 31 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 20 Mal, VC Wiesbaden W 11 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 20 Siegen aus 31 Begegnungen an. Insgesamt fielen 124 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (77 für die Heimmannschaft, 47 für die Gäste). Beide Teams trafen in 20 Spielen (65%). In 31 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.
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