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1 Bundesliga WomenSaison 2009

Hamburg W vs SC Schweriner W

1. April 2010 um 20:00
Heim

Hamburg W

30
Auswärts

SC Schweriner W

AI

VT Aurubis Hamburg besiegt den amtierenden Meister Schweriner SC mit 3:0 (25:19, 27:25, 25:20) und verhindert Schwerins Sprung an die Tabellenspitze der 1. Bundesliga Frauen.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

VT Aurubis Hamburg bezwingt Titelverteidiger Schweriner SC mit 3:0 – Paukenschlag am Gründonnerstag

Hamburg – Was für ein Paukenschlag am Gründonnerstag in der 1. Bundesliga Frauen: VT Aurubis Hamburg hat dem amtierenden Meister Schweriner SC eine überraschende 0:3-Auswärtsniederlage zugefügt und damit den Kampf um die deutsche Meisterschaft wieder spannend gemacht. Vor heimischer Kulisse setzte sich das Team von Trainer Helmut von Soosten mit 25:19, 27:25 und 25:20 durch – die dritte Saisonniederlage für den Titelverteidiger aus Schwerin.

Ausgangslage: Schwerin mit Titelambitionen

Der Schweriner SC reiste als amtierender Deutscher Meister und Tabellenzweiter nach Hamburg. Mit einem Sieg in der Hansestadt hätten die Schwerinerinnen den spielfreien 1. VC Wiesbaden wieder von der Tabellenspitze verdrängen können. Wiesbaden führte die Tabelle zu diesem Zeitpunkt mit vier Minuspunkten an, während Schwerin bereits sechs Negativzähler auf dem Konto hatte.

Hamburg hingegen kam mit einer negativen Serie in die Partie: Drei Niederlagen in Folge gegen Wiesbaden, Köpenick und Suhl hatten die Mannschaft unter Druck gesetzt. Ein Erfolg gegen den Serienmeister war daher alles andere als selbstverständlich.

Satz für Satz: Hamburg dominiert

Erster Satz (25:19): Hamburg erwischte einen Traumstart und dominierte die Anfangsphase nach Belieben. Die Gastgeberinnen agierten druckvoll aus der Annahme heraus und setzten den schwerfällig wirkenden Schweriner Block immer wieder unter Druck. Mit konsequenter Aufschlagarbeit und einer geschlossenen Mannschaftsleistung zog Hamburg früh davon und ließ dem Favoriten keine Chance. Beim 25:19 war der erste Durchgang nach klarer Führung verdient im Sack.

Zweiter Satz (27:25): Der absolute Schlüsseldurchgang der Partie. Schwerin zeigte sich nach der Pause deutlich verbessert und kämpfte verbissen um den Satzgewinn. Das Niveau stieg auf beiden Seiten, die Ballwechsel wurden länger und intensiver. Hamburg wehrte mehrere Satzbälle ab und bewies in den entscheidenden Momenten starke Nerven. Am Ende setzte sich die Mannschaft von Helmut von Soosten mit 27:25 durch – eine Vorentscheidung, die dem Meister psychologisch schwer zusetzte.

Dritter Satz (25:20): Der Titelverteidiger versuchte noch einmal alles, um die Partie zu drehen, doch Hamburg ließ nicht locker. Mit breiter Brust und sichtlichem Selbstvertrauen spielten die Gastgeberinnen ihren Stil weiter. Die Führung gab Hamburg nie aus der Hand, kontrollierte das Geschehen und brachte den Satz souverän mit 25:20 nach Hause. Nach 82 Minuten stand der 3:0-Sieg fest.

Tabellen-Konsequenzen: Meisterrennen bleibt offen

Die Niederlage war für den Schweriner SC die dritte in der laufenden Saison und verhinderte die Rückeroberung der Tabellenspitze. Der 1. VC Wiesbaden behauptete mit vier Minuspunkten die Führung vor den Schwerinern (sechs Minuspunkte), während die Verfolger aufhorchten.

Der auf einer Erfolgswelle schwimmende Dresdner SC (Sieger des DVV-Pokals und des Challenge Cups) hatte sich bereits am Mittwoch mit einem 3:1 (25:22, 17:25, 25:22, 25:23) gegen den Köpenicker SC Berlin auf Platz vier vorgeschoben.

Die Roten Raben Vilsbiburg festigten durch ein 3:0 (25:18, 25:16, 25:12) beim SV Sinsheim Rang drei und verkürzten den Abstand zum Führungsduo. Das angesetzte Duell zwischen Vilsbiburg und Wiesbaden am Ostermontag rückte damit noch stärker in den Blickpunkt.

Ausblick

Für VT Aurubis Hamburg war der Erfolg ein wichtiges Ostergeschenk nach zuvor drei Pleiten in Serie. Der Tabellensiebte Hamburg konnte durch den Sieg den Aufwärtstrend bestätigen und Selbstvertrauen für die restliche Saison tanken.

Der Schweriner SC erhielt bereits am Ostermontag die Chance zur Rehabilitation: Im Heimspiel gegen den SV Sinsheim sollte die Scharte vom Hamburg-Spiel ausgemerzt werden. Die Weichen im Meisterrennen waren nach diesem Gründonnerstag jedoch neu gestellt.

Direkter Vergleich

Bis zu diesem Spiel hatten Hamburg und Schwerin insgesamt 15 Aufeinandertreffen bestritten. Schwerin führte den Direktvergleich mit 14 Siegen aus 15 Begegnungen klar an – Hamburgs Heimerfolg am 1. April 2010 war erst der zweite Sieg der Vereinsgeschichte gegen den Rekordmeister. Die Rivalität zwischen beiden Klubs reicht bis ins Jahr 2009 zurück.

Rivalität seit 2009

Hamburg W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 15

Hamburg W und SC Schweriner W trafen 15 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 1 Mal, SC Schweriner W 14 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 14 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 58 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.87 pro Spiel (14 für die Heimmannschaft, 44 für die Gäste). Beide Teams trafen in 10 Spielen (67%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.

Hamburg W
1
Siege
Unentschieden
0
·
SC Schweriner W
14
Siege
Tore gesamt
58 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
10/15 · 67%
Über 2,5
15/15 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026