SC Schweriner W
Sinsheim W
Der Schweriner SC besiegte den SV Sinsheim auch ohne den in Norwegen gestrandeten Trainer Tore Aleksandersen souverän mit 3:0 (25:11, 25:15, 25:17). Maja Pachale war die punktbeste Spielerin des SSC.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAuch ohne den Chef: Schwerin feiert souveränen 3:0-Sieg gegen Sinsheim
Der Schweriner SC hat seine Siegesserie in der neueröffneten Schweriner Arena fortgesetzt und den SV Sinsheim am 17. April 2010 ungefährdet mit 3:0 (25:11, 25:15, 25:17) besiegt. Vor heimischer Kulisse zeigte der amtierende deutsche Meister eine dominante Vorstellung – und das ohne seinen Chefcoach.
Trainer Tore Aleksandersen fehlte aufgrund des isländischen Vulkanausbruchs – die Aschewolke des Eyjafjallajökull hatte den europäischen Flugverkehr lahmgelegt und den Norweger in seiner Heimat gestrandet. Co-Trainer Andreas Renneberg übernahm die Verantwortung an der Seitenlinie und führte die Mannschaft souverän zum nächsten Dreier.
Deutliche Satzführung von Beginn an
Der Spitzenreiter ließ von der ersten Minute an keinen Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen. Bereits früh im ersten Satz zog Schwerin auf 11:5 davon, sodass Sinsheims Trainer Rudi Sonnenbichler zur ersten Auszeit gezwungen war. Weitere Unterbrechungen folgten in allen drei Durchgängen – doch nichts konnte den Lauf der Gastgeberinnen stoppen. Der erste Satz endete klar mit 25:11.
Im zweiten Durchgang sorgte vor allem Zuspielerin Denise Hanke mit einer starken Aufschlagserie für eine frühe 3:0-Führung des SSC. Der Satzverlauf glich dem ersten und hielt kaum Überraschungen bereit. Mittelblockerin Patricia Thormann verwandelte den Satzball zum 25:15.
Pachale als punktbeste Angreiferin
Auch der dritte Satz stand ganz im Zeichen des Favoriten, auch wenn sich zeitweise einige Nachlässigkeiten einschlichen. Am Ende hieß es 25:17 – Schwerin hatte auch diesen Durchgang sicher im Griff. Die punktbeste Spielerin des SSC war an diesem Tag Angreiferin Maja Pachale, die sich in bestechender Form präsentierte.
Tabellenführung verteidigt, schweres Restprogramm vor der Brust
Mit diesem ungefährdeten Erfolg untermauerte der Schweriner SC seine Spitzenposition in der Tabelle der 1. Bundesliga. Die Mannschaft war zu diesem Zeitpunkt noch ungeschlagen in der neuen Spielstätte, die erst am 13. März 2010 mit einem 3:0-Erfolg gegen Allianz Volley Stuttgart vor 1.640 Zuschauern feierlich eröffnet worden war.
Doch das Restprogramm hatte es in sich: Bereits am Mittwoch, den 21. April, ging es zum Spitzenspiel nach Wiesbaden zum 1. VC Wiesbaden, dem direkten Verfolger. Und am 24. April stand das vielleicht vorentscheidende Duell mit den Roten Raben Vilsbiburg in der Schweriner Arena an. Die Rasenballsportlerinnen aus Vilsbiburg sollten sich letztlich als der schärfste Konkurrent im Meisterschaftskampf erweisen.
Sinsheim in der Außenseiterrolle
Der SV Sinsheim war als Aufsteiger in die Saison gestartet und fand sich im unteren Tabellendrittel wieder. Trotz der deutlichen Niederlage in Schwerin kämpfte das Team von Trainer Rudi Sonnenbichler in der Schlussphase der Saison um den Klassenerhalt – ein Ziel, das die Mannschaft am Ende auch erreichte.
Hintergrund: Vulkanausbruch legt Luftverkehr lahm
Eine besondere Randnotiz lieferte die Natur: Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im April 2010 sorgte europaweit für tagelange Flugausfälle. Auch Schwerins Trainer Tore Aleksandersen, der sich in Norwegen aufhielt, saß fest. Co-Trainer Andreas Renneberg vertrat ihn an der Linie – und machte seinen Job so gut, dass der Chef kaum vermisst wurde. „Auch wenn der Chef nicht im Hause ist, tanzen die Schweriner Volleyball-Mäuse noch lange nicht auf den Tischen“, hieß es im Spielbericht der lokalen Beobachter.
Ausblick: Saisonendspurt mit Konsequenzen
Die Saison 2009/10 war für den Schweriner SC eine Achterbahnfahrt: Nach dem Gewinn der Meisterschaft 2008/09 startete man mit Trainer Edwin Benne in die Saison, ehe Tore Aleksandersen im Januar 2010 übernahm. Parallel zum Bundesliga-Alltag kämpfte sich der SSC bis ins Viertelfinale des CEV-Pokals vor, wo man dem italienischen Spitzenteam Yamamay Busto Arsizio unterlag. Im DVV-Pokal war bereits im Halbfinale gegen den Dresdner SC Endstation (2:3).
Am Ende der Saison belegte Schwerin in der Hauptrunde den dritten Platz hinter Meister Rote Raben Vilsbiburg und Vizemeister 1. VC Wiesbaden. Der Sieg gegen Sinsheim war ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die Tabellenführung bis zum Finale zu verteidigen – auch wenn die Rechnung am Ende nicht ganz aufging und Vilsbiburg die Meisterschale entführte.
Rivalität seit 2010
SC Schweriner W vs Sinsheim W Direkter Vergleich· 5
SC Schweriner W und Sinsheim W trafen 5 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 5 Mal, Sinsheim W 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 5 Siegen aus 5 Begegnungen an. Insgesamt fielen 16 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.20 pro Spiel (15 für die Heimmannschaft, 1 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (20%). In 5 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–1 im Jahr 2010.
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API-Daten: 11. Juni 2026
