Vilsbiburg besiegt Aachen mit 3:0 und bleibt im Titelrennen der 1. Bundesliga Frauen vor dem letzten Spieltag auf Meisterkurs.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVilsbiburg bleibt im Titelrennen: Klarer 3:0-Erfolg gegen Aachen
Die Roten Raben Vilsbiburg haben am vorletzten Spieltag der Volleyball-Bundesliga-Saison 2009/10 ihre Meisterambitionen eindrucksvoll untermauert. Vor heimischer Kulisse in der Vilstalhalle besiegte das Team von Trainer Guillermo Gallardo Alemannia Aachen mit 3:0 (25:16, 25:19, 25:18) und wahrte damit seine Titelchance vor dem letzten Saisonspiel.
Tabellenkonstellation vor dem Spiel
Vor dieser Begegnung befand sich Vilsbiburg in einer spannenden Dreierkonstellation an der Tabellenspitze. Der 1. VC Wiesbaden führte mit 42:8 Punkten, gefolgt von Vilsbiburg (40:8) und dem Schweriner SC (38:10). Vilsbiburg hatte die Chance, mit einem Sieg den Druck auf Wiesbaden zu erhöhen und sich für das Saisonfinale gegen VT Aurubis Hamburg am 8. Mai in eine optimale Position zu bringen. Aachen hingegen befand sich im gesicherten Mittelfeld und konnte befreit aufspielen.
Satz 1: Vilsbiburg legt dominierend los
Die Roten Raben starteten hochkonzentriert in die Partie und zeigten von Beginn an, warum sie als Titelanwärter in die Saison gegangen waren. Mit einer starken Aufschlagserie von Sarah Petrausch setzte Vilsbiburg die Aachener Annahme früh unter Druck. Mittelblockerin Sheila Shaw erwies sich als nahezu unüberwindbar am Netz – sowohl in der Abwehr mit effektiven Doppelblöcken als auch im Angriff mit präzisen Schmetterschlägen. Aachen fand nur schwer ins Spiel, leistete sich mehrere Annahmefehler und lag schnell mit 3:8 zurück. Zwar kämpften sich die Gäste um die hartnäckige Libera Brynn Maurer zwischenzeitlich auf 10:13 heran, doch eine Serie von Aufschlägen der starken Katja Wühler brachte Vilsbiburg wieder auf die Siegerstraße. Am Ende hieß es 25:16 – eine deutliche Ansage der Hausherrinnen.
Satz 2: Aachen hält dagegen, Vilsbiburg behält die Oberhand
Im zweiten Durchgang steigerte sich Alemannia Aachen merklich. Trainer Stefan Falter hatte seine Mannschaft neu eingestellt, und die Gäste zeigten nun eine deutlich verbesserte Feldabwehr. Vor allem Esther Stahl auf der Außenposition und die eingewechselte Anika Brinkmann sorgten mit platzierten Angriffen für Gefahr. Lange Ballwechsel prägten diesen Satz, in dem beide Teams wenig Fehler machten. Vilsbiburgs Zuspielerin lenkte das Spiel geschickt und verteilte die Angriffe variabel auf Shaw, Ioana Nemtanu und die Diagonalangreiferin. Beim Stand von 18:18 schalteten die Roten Raben einen Gang höher. Mit einem 5:1-Lauf – eingeleitet durch zwei konsequente Blockpunkte von Nadja Jenzewski – zog Vilsbiburg auf 23:19 davon. Aachen kämpfte zwar weiter, doch ein Angriffsfehler von Rita Liliom besiegelte den Satz mit 25:19 für die Hausherrinnen.
Satz 3: Vilsbiburg macht den Deckel drauf
Im dritten Satz wollte Aachen noch einmal alles in die Waagschale werfen. Die Aachenerinnen starteten mutig und hielten das Spiel zunächst offen. Doch Vilsbiburg ließ sich nicht aus dem Rhythmus bringen. Gallardos Team agierte nun aus einer gesicherten Position heraus und spielte seine Routine aus. Die Defensive um den starken Rückraum stand sicher, und im Angriff fand Shaw immer wieder die Lücken im Aachener Block. Beim Stand von 12:9 zog Vilsbiburg mit einer Serie von vier Punkten in Folge auf 16:9 davon – eine Vorentscheidung. Die Gäste steckten nicht auf, doch die individuellen Fehler mehrten sich. Matilda Wikander und Anna Rönnbäck versuchten zwar, das Spiel mit kraftvollen Aufschlägen noch einmal zu drehen, doch Vilsbiburg ließ nichts mehr anbrennen. Mit einem platzierten Angriff von Nemtanu zum 25:18 war der Sack zu.
Fazit: Vilsbiburg bleibt auf Titelkurs
Mit diesem ungefährdeten 3:0-Heimsieg untermauerten die Roten Raben ihre Titelambitionen. Das Team präsentierte sich an diesem Abend in beeindruckender Frühform – kämpferisch stark, taktisch diszipliniert und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Guillermo Gallardo konnte nach dem Spiel zufrieden bilanzieren. Am letzten Spieltag empfängt Vilsbiburg VT Aurubis Hamburg, während die Konkurrenz aus Wiesbaden beim USC Münster antreten muss und Schwerin den VfB Suhl zu Gast hat. Die Meisterschaftsentscheidung fällt erst am 8. Mai.
Für Alemannia Aachen geht eine Saison zu Ende, die mit Platz im Mittelfeld der Bundesliga durchaus als Erfolg gewertet werden kann. Das Team um Brynn Maurer und Jana-Franziska Poll zeigte vor allem im zweiten Satz Moral, konnte gegen die spielerische Überlegenheit der Roten Raben am Ende aber nichts Zählbares mitnehmen.
Rivalität seit 2010
Vilsbiburg W vs Aachen W Direkter Vergleich· 32
Vilsbiburg W und Aachen W trafen 32 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 19 Mal, Aachen W 13 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 19 Siegen aus 32 Begegnungen an. Insgesamt fielen 127 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.97 pro Spiel (72 für die Heimmannschaft, 55 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (66%). In 32 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.
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API-Daten: 11. Juni 2026