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1 Bundesliga WomenSaison 2010

Hamburg W vs SC Schweriner W

24. November 2010 um 20:00
Heim

Hamburg W

13
Auswärts

SC Schweriner W

AI

Schweriner SC gewinnt zum Saisonauftakt 3:1 bei VT Aurubis Hamburg in der 1. Bundesliga Frauen 2010/11 und legt den Grundstein für den späteren achten Meistertitel.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Gelungener Auftakt für den Rekordmeister

Für den SSC war es das erste Saisonspiel – und die Vorfreude auf die neue Spielzeit war dem Team von Beginn an anzumerken. Die Schwerinerinnen, die in der Vorsaison Vizemeister hinter den Roten Raben Vilsbiburg geworden waren, präsentierten sich von der ersten Minute an konzentriert und zielstrebig.

Trainer Tore Aleksandersen, der die Mannschaft bereits seit 2008 betreute, hatte den Kader für die neue Saison gezielt verstärkt. Mit Mira Topic aus Kroatien, Marie Frick aus Frankreich, Vendula Adlerova aus Tschechien und der aus Wiesbaden gekommenen Nadja Schaus standen gleich vier Neuzugänge im Aufgebot. Das vorhandene Gerüst um die deutschen Nationalspielerinnen Denise Hanke (Zuspiel) und Lisa Thomsen (Libera) sowie die erfahrene Maja Pachale (Diagonalangriff) blieb erhalten.

Das Nordderby mit Vorentscheidung

Die Begegnung gegen VT Aurubis Hamburg hatte von Beginn an den Charakter eines echten Nordderbys. Die Gastgeberinnen, die unter dem Namen des Kupferkonzerns Aurubis in der Bundesliga antraten, versuchten vor heimischem Publikum früh Druck aufzubauen und den Favoriten aus Schwerin zu ärgern.

Der SSC zeigte sich jedoch unbeeindruckt und setzte sein Aufschlag- und Blockkonzept konsequent um. Besonders die Kroatin Mira Topic auf der Außenangriffsposition und die tschechische Angreiferin Vendula Adlerova erwiesen sich als effektive Abschlussspielerinnen. Die Hamburger Abwehr um Libera Linda Dörendahl hatte alle Mühe, die variablen Angriffe der Schwerinerinnen zu entschärfen.

In den entscheidenden Phasen der Sätze behielt der SSC stets die Oberhand und nutzte seine körperliche Überlegenheit am Netz konsequent aus. Zwar gelang es VT Aurubis Hamburg, zwischenzeitlich einen Satz für sich zu entscheiden, doch an diesem Abend war der spätere Meister eine Nummer zu groß für die Hamburgerinnen.

Tabellarische Einordnung

Mit dem 3:1-Erfolg in Hamburg katapultierte sich der Schweriner SC direkt in die Spitzengruppe der Liga. In der Tabelle der 1. Bundesliga Frauen, die zum damaligen Zeitpunkt 15 Mannschaften umfasste, reihte sich der SSC früh unter den Top-Teams ein. Mit sechs Punkten aus den ersten beiden Spielen – nach dem folgenden 3:1-Heimsieg gegen den SV Sinsheim am 1. Dezember – untermauerten die Schwerinerinnen ihren Anspruch auf die Meisterschaft.

Die Hamburgerinnen hingegen fanden sich nach dem Auftaktspiel im unteren Tabellenmittelfeld wieder. VT Aurubis Hamburg, das in der Saison 2008/09 noch den fünften Platz belegt hatte, kämpfte in dieser Spielzeit um den Anschluss an die Spitze.

Der Weg zum achten Meistertitel

Die Saison 2010/11 sollte für den Schweriner SC eine der erfolgreichsten der Vereinsgeschichte werden. Unter der Regie von Cheftrainer Tore Aleksandersen, der von Co-Trainer Michael Döring und Andreas Renneberg unterstützt wurde, formte sich eine eingespielte Einheit. Die deutsche Nationalspielerin Denise Hanke dirigierte das Spiel als Zuspielerin, während Lisa Thomsen als Libera für Stabilität in der Annahme sorgte.

Im weiteren Saisonverlauf lieferte sich der SSC ein packendes Rennen um die Tabellenspitze mit dem Dresdner SC, den Roten Raben Vilsbiburg und Smart Allianz Stuttgart. Nach der Hauptrunde belegte der SSC den zweiten Platz hinter Dresden. In den Playoffs setzte sich die Mannschaft dann eindrucksvoll durch – zunächst im Halbfinale gegen die Rote Raben Vilsbiburg (3:1, 3:0) und anschließend im Finale gegen den Dresdner SC (3:2, 3:0).

Mit dem Gewinn des achten deutschen Meistertitels krönte der Schweriner SC eine herausragende Saison und untermauerte seine Stellung als Rekordmeister der Frauen-Volleyball-Bundesliga.

Ausblick

Für den Schweriner SC ging es bereits eine Woche später mit dem Heimspiel gegen den SV Sinsheim weiter. Am 1. Dezember 2010 feierte der SSC in der heimischen ARENA Schwerin den nächsten 3:1-Sieg und festigte damit seine Position in der Spitzengruppe. Auch im europäischen Challenge Cup war die Mannschaft aktiv – im Dezember 2010 stand das Duell mit ZOK Rijeka aus Kroatien auf dem Programm.

VT Aurubis Hamburg hingegen musste sich am 1. Spieltag mit der Niederlage gegen den Titelfavoriten arrangieren und richtete den Blick auf die kommenden Aufgaben in der Bundesliga.

Rivalität seit 2009

Hamburg W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 15

Hamburg W und SC Schweriner W trafen 15 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 2 Mal, SC Schweriner W 13 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 13 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 57 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.80 pro Spiel (16 für die Heimmannschaft, 41 für die Gäste). Beide Teams trafen in 9 Spielen (60%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.

Hamburg W
2
Siege
Unentschieden
0
·
SC Schweriner W
13
Siege
Tore gesamt
57 · 3.8/Spiel
Beide getroffen
9/15 · 60%
Über 2,5
15/15 · 100%

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