Der 1. VC Wiesbaden besiegt USC Münster mit 3:2 (25:22, 18:25, 22:25, 25:17, 15:11) und wahrt damit die beeindruckende Heimserie von 14 Siegen in Folge.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungWeckruf des Hallensprechers beflügelt Wiesbaden zum 3:2-Erfolg
Der 1. VC Wiesbaden hat seine weiße Weste in der heimischen Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit auch am 1. Dezember 2010 gewahrt. Vor rund 1.000 Zuschauern setzte sich der Vizemeister gegen den USC Münster mit 3:2 (25:22, 18:25, 22:25, 25:17, 15:11) durch und feierte den 14. Heimsieg in Folge.
Die Serie droht zu reißen – dann kommt der Weckruf
Lange sah es nicht gut aus für die Hessinnen. Nach einer wechselhaften Partie lagen sie nach Sätzen mit 1:2 zurück, als sich Hallensprecher Tobi das Mikro griff und in die Menge rief: „Leute, wollt Ihr, dass die Serie reißt?“
Die Serie, das war die beeindruckende Heimstärke des VC Wiesbaden – seit dem 4. April 2009 ungeschlagen in der eigenen Halle, damals eine 1:3-Niederlage gegen Schwerin. Die mahnenden Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Die Mannschaft um Trainerin Angelina Hübner raffte sich auf und drehte die Partie.
Der Satzverlauf im Überblick
Satz 1 (25:22): Wiesbaden startete konzentriert und sicherte sich eine frühe Führung. Münster kämpfte sich zwar heran, doch die Gastgeberinnen behielten in den entscheidenden Momenten die Oberhand und verwandelten den ersten Durchgang.
Satz 2 (18:25): Der USC Münster fand nun besser ins Spiel. Mit druckvollen Aufschlägen und einer stabilen Annahme stellten die Gäste Wiesbadens Annahmereihe vor Probleme. Münster zog davon und glich souverän aus.
Satz 3 (22:25): Auch im dritten Satz blieben die Münsteranerinnen am Drücker. Wiesbaden mühte sich, lief aber stets einem Rückstand hinterher. Der USC nutzte die Unkonzentriertheiten der Hessinnen eiskalt aus und ging mit 2:1 in Führung.
In dieser Phase, als die drohende erste Heimniederlage nach 14 Siegen greifbar nahe schien, erfolgte der emotionale Weckruf des Hallensprechers – und die Wende.
Satz 4 (25:17): Wie ausgewechselt präsentierte sich der VCW im vierten Durchgang. Die Blockarbeit stand nun sicher, die Angriffe fanden zielsicher den Weg zum Punkt. Münster hatte dem Wiedererstarken der Gastgeberinnen wenig entgegenzusetzen und wurde klar beherrscht.
Satz 5 (15:11): Im Tiebreak war die Partie wieder völlig offen. Vor der stimmungsvollen Kulisse entwickelte sich ein nervenaufreibender Schlagabtausch. Wiesbaden erwies sich als abgeklärter, nutzte die eigene Heimstärke und sicherte sich mit 15:11 den Durchgang – und den verdienten 3:2-Gesamtsieg.
Holness gibt vielversprechendes Debüt
Erst einen Tag zuvor hatten die Wiesbadener die kanadische Mittelblockerin Tasha Holness verpflichtet. Die Neuzugang hinterließ auf Anhieb einen positiven Eindruck und trug ihren Teil zur stabileren Blockarbeit in der entscheidenden Phase bei.
Stimmen zum Spiel
Münsters Coach Axel Büring zeigte sich nach der knappen Niederlage mit einem Augenzwinkern philosophisch: „Zwei Sätze beim Vizemeister gewonnen, das hört sich gut an. Aber eigentlich kannst Du Dir dafür nur einen Keks backen.“
Der Hallensprecher hatte mit seinem emotionalen Appell am Ende Recht behalten – die Serie riss nicht. Für Wiesbaden war es ein eminent wichtiger Sieg, der die Mannschaft im oberen Tabellendrittel der 1. Bundesliga Frauen festigte.
Ausblick
Am kommenden Spieltag war der VC Wiesbaden beim Köpenicker SC Berlin zu Gast (4. Dezember 2010, 19:00 Uhr). Die Mannschaft reiste mit gestärktem Selbstvertrauen und dem Wissen, auch in schwierigen Phasen zurückkommen zu können.
Rivalität seit 2010
VC Wiesbaden W vs Munster W Direkter Vergleich· 37
VC Wiesbaden W und Munster W trafen 37 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 21 Mal, Munster W 16 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 21 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 155 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.19 pro Spiel (83 für die Heimmannschaft, 72 für die Gäste). Beide Teams trafen in 28 Spielen (76%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2023.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026