VfB 91 Suhl besiegte USC Münster in der Sporthalle Wolfsgrube mit 3:1 (22:25, 25:19, 25:18, 26:24). Satzbericht, Statistiken und Analyse des Bundesliga-Spiels vom 22. Dezember 2010.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVfB Suhl dreht Partie gegen USC Münster – 3:1-Heimsieg nach Satzrückstand
Suhl – Der VfB 91 Suhl hat am 22. Dezember 2010 in der Sporthalle Wolfsgrube einen 3:1 (22:25, 25:19, 25:18, 26:24)-Heimsieg gegen den USC Münster gefeiert. Nach einem verschlafenen ersten Satz steigerten sich die Gastgeberinnen und entschieden die folgenden drei Durchgänge für sich.
Vor heimischer Kulisse erwischte der USC Münster den besseren Start. Die Gäste aus Westfalen spielten im ersten Satz druckvoll und konzentriert, während Suhl ungewohnt viele Eigenfehler produzierte. Münster nutzte diese Phase konsequent, dominierte Aufschlag und Blockarbeit und entschied den Durchgang mit 25:22 für sich – angeführt von einer starken Hana Cutura, die insgesamt 18 Punkte erzielen sollte.
Satz für Satz: Die Wende
Satz 1 (22:25): Münster startete furios. Cutura (7 Breakpunkte, +7 Bilanz) und Lea Hildebrand (5 Blocks insgesamt) setzten Suhl früh unter Druck. Die Annahme der Gastgeberinnen wackelte (nur 49 % positive Annahme), was Münster konsequent bestrafte. Nach 24 Minuten stand der Satz – Münster führte.
Satz 2 (25:19): Das Bild kippte. Suhl stabilisierte seine Annahme und fand über Claudia Steger (14 Punkte, +6 Breakpunkte) und Vendula Merková (15 Punkte, +3 Breakpunkte) zunehmend Zugriff. Die Thüringerinnen zogen Punkt für Punkt davon und glichen souverän aus.
Satz 3 (25:18): Die Dominanz Suhls setzte sich fort. Mit einem frühen 8:6-Vorsprung und einer geschlossenen Mannschaftsleistung ließen die Gastgeberinnen dem USC keine Chance. Die Münsteraner Annahme geriet unter Druck (nur 35 % positive Annahme), während Suhl über Birgit Thumm (11 Punkte, +3 Breakpunkte) und Claudia Steger immer wieder erfolgreich abschloss. Nach 25 Minuten stand der 2:1-Zwischenstand.
Satz 4 (26:24): Der spannendste Durchgang des Abends. Suhl legte mit einem 8:6-Zwischenstand vor, doch Münster kämpfte sich zurück. Beim Stand von 19:21 für Suhl blieb es eng, und Münster wehrte mehrere Satzbälle ab. Letztlich behielt Suhl in einer hochdramatischen Schlussphase die Nerven und verwandelte den vierten Satzpunkt zum 26:24 – der 3:1-Endstand war perfekt. Die gesamte Spielzeit betrug 1 Stunde und 47 Minuten.
Schlüssel zum Sieg
Der VfB Suhl steigerte sich nach dem verlorenen ersten Satz in allen wesentlichen Elementen. Während die Angriffsquote über die vier Sätze relativ konstant blieb (46 % für Suhl, 44 % für Münster), machte der Unterschied in der Annahme den entscheidenden Unterschied aus. Suhl verbesserte seine Annahmequote auf 49 % (30 % perfekt), während Münster nur auf 35 % (23 % perfekt) kam. Auch bei den eigenen Fehlern war Suhl mit 15 gegenüber 20 Münsteraner Fehlern sorgfältiger.
Auffällig war zudem die Blockarbeit: Suhl verbuchte 8 Blockpunkte (davon 4 durch Vendula Merková), während Münster auf 8 Blockpunkte kam – angeführt von Lea Hildebrand mit 5 Blockern.
Topspielerinnen
VfB Suhl:
- Claudia Steger: 14 Punkte, 59 % positive Annahme, +6 Breakpunkte
- Vendula Merková: 15 Punkte, 4 Blocks, 52 % Angriffsquote
- Birgit Thumm: 11 Punkte, +3 Breakpunkte
USC Münster:
- Hana Cutura: 18 Punkte (Topscorerin), +7 Breakpunkte, 47 % Angriffsquote
- Lea Hildebrand: 10 Punkte, 5 Blocks
- Ines Bathen: 8 Punkte, 39 % positive Annahme
Tabellenkontext
In der Saison 2010/11 der 1. Bundesliga Frauen war der VfB 91 Suhl zu diesem Zeitpunkt im Mittelfeld der Tabelle positioniert. Der USC Münster, traditionsreicher Bundesligist, kämpfte um den Anschluss an die Spitzengruppe. Der Sieg war für Suhl der dritte ungeschlagene Heimerfolg in Folge gegen Münster und ein wichtiger Schritt im Kampf um die Playoff-Plätze. Das Rückspiel in Münster stand später in der Saison an.
Aufstellungen
VfB 91 Suhl: Mareike Hindriksen (Z), Birgit Thumm, Ivana Ostojic, Ivana Isailovic, Natasa Rapajic, Claudia Steger, Vendula Merková, Suzana Cebic (L), Lucija Cigic, Marija Pucarevic, Dominice Steffen, Maja Adam-Ilic
USC Münster: Kim Behrens, Hana Cutura, Lea Adolph, Sina Fuchs, Rebecca Schäperklaus, Katharina Holzgreve, Kristin Kasperski, Michaela Jelinkova, Gwendoline Horemans, Andrea Berg, Linda Dörendahl (L), Lea Hildebrand, Ines Bathen, Stefanie Golla
Schiedsrichter: Daniela Klotz, Jörg Kellenberger Ort: Sporthalle Wolfsgrube, Suhl Zuschauer: k. A. Dauer: 1:47 Stunden
Rivalität seit 2009
Suhl W vs Munster W Direkter Vergleich· 35
Suhl W und Munster W trafen 35 Mal aufeinander — Suhl W gewann 11 Mal, Munster W 24 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Munster W führt den Direktvergleich mit 24 Siegen aus 35 Begegnungen an. Insgesamt fielen 127 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.63 pro Spiel (48 für die Heimmannschaft, 79 für die Gäste). Beide Teams trafen in 17 Spielen (49%). In 35 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Suhl W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2019.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026