Hamburg W
Sinsheim W
SV Sinsheim feiert beim 3:2 (25:21, 21:25, 26:24, 20:25, 16:14) gegen VT Aurubis Hamburg den ersten Sieg der Vereinsgeschichte gegen die Hanseatinnen.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSinsheim feiert historischen ersten Sieg gegen Hamburg
Die envacom volleys Sinsheim haben am 19. Januar 2011 ein Stück Vereinsgeschichte geschrieben. In der Sporthalle Süderelbe bezwangen sie den VT Aurubis Hamburg erstmals in ihrer Vereinshistorie mit 3:2 (25:21, 21:25, 26:24, 20:25, 16:14). Vor 600 Zuschauern entführten die Kraichgauerinnen nach 109 Minuten hochverdient beide Punkte aus der Hansestadt.
Ein enger Schlagabtausch auf Augenhöhe
Die Partie war von Beginn an hart umkämpft. Sinsheim erwischte den besseren Start und sicherte sich Satz eins mit 25:21. Hamburg kämpfte sich zurück, glich mit 25:21 aus und schien die Oberhand zu gewinnen. Doch Sinsheim zeigte Moral: Im dritten Durchgang setzten sich die Gäste knapp mit 26:24 durch. Erneut schlug Hamburg zurück und erzwang mit einem 25:20 den Tiebreak.
Im entscheidenden fünften Satz lieferten sich beide Teams einen Nervenkrimi. Hamburg lag früh mit 4:5 zurück, kämpfte sich auf 12:9 heran – doch Sinsheim behielt die Ruhe. Mit einer starken Aufschlagserie und cleveren Angriffen drehten die Gäste das Spiel und gewannen den Tiebreak mit 16:14. Am Ende stand ein 109:108 in der Gesamtpunktzahl – die denkbar knappste Entscheidung.
Die Schlüsselspielerinnen
Auf Seiten von Sinsheim überragte Tonya Mokelki mit 18 Punkten, darunter fünf Aufschlagasse. Auch Marisa Field (11 Punkte, 4 Blocks) und Rebecca Mauersberger (23 Punkte bei starken 52% Angriffseffizienz) waren nicht zu bremsen. Die Libera Lea Schneider sicherte mit 58% positiver Annahme das Zuspiel.
Bei Hamburg war Imke Wedekind die beste Angreiferin, doch es reichte nicht zum Sieg. Insbesondere die Annahmeschwächen im fünften Satz (nur 27% positive Annahme) gaben den Ausschlag.
Historischer Kontext
Es war der erste Sieg des SV Sinsheim gegen den VT Aurubis Hamburg überhaupt. In den fünf vorangegangenen Duellen hatte Hamburg stets triumphiert (fünf Siege aus fünf Partien). Das Hinspiel der Saison 2010/11 hatten die Hanseatinnen noch souverän für sich entscheiden können.
Das Spiel fand zudem zu einem besonderen Zeitpunkt statt: Stefan Bräuer war erst wenige Tage zuvor als „Feuerwehrmann“ zum SV Sinsheim geholt worden, nachdem der vorherige Trainer Rudi Sonnenbichler zurückgetreten war. Mit zwei Siegen gegen den VfB Suhl und eben den VT Aurubis Hamburg startete Bräuer sensationell in seine Amtszeit.
Tabellensituation
Zum Zeitpunkt der Partie stand Sinsheim mit 10:20 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz, mitten im Abstiegskampf. Hamburg rangierte mit 16:14 Zählern auf Rang acht, mit Ambitionen auf die Play-off-Plätze. Die beiden Punkte aus Hamburg sollten sich am Saisonende als besonders wertvoll für Sinsheim erweisen – der Klassenerhalt wurde letztlich gesichert.
Für Hamburg hingegen war die Niederlage ein herber Rückschlag im Rennen um die Play-offs. Den Sprung unter die besten Acht verpasste das Team von Trainer Jean-Pierre Staelens am Ende knapp.
Fazit
Der 3:2-Erfolg des SV Sinsheim in Hamburg war eine kleine Sensation und ein Signal im Abstiegskampf. Der historische erste Sieg gegen die Hanseatinnen war der Beginn einer erfolgreichen Aufholjagd unter Neu-Trainer Stefan Bräuer, die am Saisonende mit dem Klassenerhalt belohnt wurde.
Rivalität seit 2009
Hamburg W vs Sinsheim W Direkter Vergleich· 5
Hamburg W und Sinsheim W trafen 5 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 5 Mal, Sinsheim W 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Hamburg W führt den Direktvergleich mit 5 Siegen aus 5 Begegnungen an. Insgesamt fielen 19 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.80 pro Spiel (15 für die Heimmannschaft, 4 für die Gäste). Beide Teams trafen in 3 Spielen (60%). In 5 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Hamburg W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2010.
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API-Daten: 11. Juni 2026