Rote Raben Vilsbiburg besiegen Tabellenführer Dresdner SC mit 3:2 in einem dramatischen Fünf-Satz-Match der 1. Bundesliga Frauen Saison 2010/11.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSpitzenspiel in der Vilsthalle: Vilsbiburg schlägt Dresden mit 3:2
Die Rote Raben Vilsbiburg haben am Mittwochabend, den 19. Januar 2011, vor heimischer Kulisse in der Vilsthalle einen wichtigen Erfolg gegen den Tabellenführer Dresdner SC gefeiert. Der amtierende Meister setzte sich in einem packenden Fünf-Satz-Match mit 3:2 (25:18, 25:22, 23:25, 22:25, 15:12) durch und untermauerte damit seine Titelambitionen in der 1. Bundesliga Frauen.
Enge Kiste an der Tabellenspitze
Vor der Partie führte der Dresdner SC die Tabelle mit 20:2 Punkten und einem beeindruckenden Satzverhältnis von 32:7 an. Vilsbiburg lag mit 14:4 Punkten aus nur neun Spielen auf Rang fünf, hatte jedoch Nachholspiele in der Hinterhand – und wusste: Ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten war Pflicht, um den Anschluss an die Spitze zu halten.
Trainer Guillermo Gallardo, der die Roten Raben 2008 und 2010 zur deutschen Meisterschaft geführt hatte, stellte seine Mannschaft taktisch hervorragend auf den Spitzenreiter ein. Vor allem die Anfangsphase gehörte den Gastgeberinnen.
Satz 1 und 2: Vilsbiburg dominiert
Im ersten Durchgang zeigte Vilsbiburg von Beginn an, warum sie als Meister in die Saison gegangen waren. Eine geschlossene Mannschaftsleistung, gepaart mit einer starken Aufschlag- und Blockarbeit, ließ den Dresdner SC kaum zur Entfaltung kommen. Mit 25:18 sicherten sich die Roten Raben den ersten Satz – eine Ansage an den Tabellenführer.
Auch im zweiten Satz blieb das Team aus Niederbayern am Drücker. Während Dresden mit einer Grippewelle im Team zu kämpfen hatte und ohne die erkrankte Saskia Hippe antreten musste, agierte Vilsbiburg konzentriert und zielstrebig. Mit 25:22 ging auch Durchgang Nummer zwei an die Gastgeberinnen.
Dresden kämpft sich zurück
Mit dem Rücken zur Wand fand der Dresdner SC besser in die Partie. Die Mannschaft von Trainer Alexander Waibl steigerte sich in der Annahme und nutzte die Aufschlagsschwächen der Raben gnadenlos aus. Punkt für Punkt kämpfte sich Dresden heran und sicherte sich den dritten Satz knapp mit 25:23.
Im vierten Satz blieb die Partie hart umkämpft. Vilsbiburg wehrte sich nach Kräften, doch die Gäste aus der sächsischen Landeshauptstadt ließen nicht locker. Mit 25:22 erzwang Dresden den Tiebreak – die Partie war wieder vollkommen offen.
Entscheidung im Tiebreak
Der fünfte Satz bot Volleyball auf höchstem Niveau. Beide Teams schenkten sich nichts, die Führung wechselte mehrfach. Am Ende behielten die Roten Raben die Nerven und entschieden den Durchgang mit 15:12 für sich. Der Jubel in der Vilsthalle war riesig – Vilsbiburg hatte den Spitzenreiter niedergerungen.
Schlüssel zum Erfolg
Eine der herausragenden Spielerinnen aufseiten der Roten Raben war einmal mehr Natalia Korobkova. Die Diagonalangreiferin, die mit ihren kraftvollen Angriffen immer wieder für Gefahr sorgte, erwies sich als nicht zu stoppender Faktor im Vilsbiburger Angriffsspiel. Auch Sarah Petrausch und Tatjana Zautys überzeugten mit starken Leistungen in der Annahme und im Angriff.
Beim Dresdner SC zeigten Maren Brinker (21 Punkte) und Laura Philajamäki eine ansprechende Vorstellung, konnten die Niederlage jedoch nicht verhindern. Die Grippeausfälle und die damit verbundene personelle Situation hatten beim Tabellenführer sichtbare Spuren hinterlassen.
Tabellenkonstellation
Mit diesem Sieg untermauerten die Roten Raben Vilsbiburg ihre Ambitionen im Titelrennen der Saison 2010/11. Die Mannschaft von Guillermo Gallardo bewies einmal mehr ihre Heimstärke und machte deutlich, dass sie auch in dieser Spielzeit ein gewichtiges Wort um die Meisterschaft mitreden würde. Der Dresdner SC hingegen musste seine erste Saisonniederlage hinnehmen und verpasste es, den Vorsprung an der Tabellenspitze weiter auszubauen.
Die Rivalität zwischen beiden Teams blieb eines der prägenden Duelle der deutschen Volleyball-Bundesliga. Am Ende der Saison sollten sich die Wege der beiden Topteams in den Playoffs erneut kreuzen – mit womöglich noch höherem Einsatz.
Rivalität seit 2010
Vilsbiburg W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 40
Vilsbiburg W und Dresdner SC W trafen 40 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 9 Mal, Dresdner SC W 31 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 31 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 151 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.77 pro Spiel (48 für die Heimmannschaft, 103 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (55%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026