VC Wiesbaden bezwingt Köpenicker SC Berlin am 12. März 2011 in der Sporthalle Am 2. Ring mit 3:1 und rehabilitiert sich für die Niederlage in Münster.
Spielanalyse
KI-Zusammenfassung1. VC Wiesbaden schlägt Köpenicker SC Berlin 3:1 und bleibt im Rennen um die Top Vier
Wiesbaden – Der 1. VC Wiesbaden hat sich am 12. März 2011 in der Sporthalle Am 2. Ring für die herbe 0:3-Niederlage eine Woche zuvor in Münster rehabilitiert. Gegen den Köpenicker SC Berlin setzten sich die Hessinnen verdient mit 3:1 durch und untermauerten damit ihre Ambitionen auf einen Platz in der Meisterschaftsrunde der Top Vier.
Vor heimischem Publikum präsentierte sich das Team von Trainerin Xiaojun Yang von Beginn an konzentriert. Nach einer turbulenten Woche, in der die Mannschaft intern für Schlagzeilen gesorgt hatte – Spielführerin Nicole Fetting war nach Differenzen mit der Trainerin beurlaubt worden, Anke Borowikow übernahm die Kapitänsbinde –, zeigte der Vizemeister der Vorsaison eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Satz für Satz: Wiesbaden dominiert, Köpenick kämpft sich zurück
Erster Satz: 25:20 – Start nach Maß
Der 1. VC Wiesbaden begann druckvoll und erspielte sich früh eine Führung. Die Kanadierin Sherline Holness, die von der gegnerischen Trainerin später zur besten Spielerin auf Wiesbadener Seite gewählt wurde, setzte im Mittelblock immer wieder Akzente. Die Annahme stand stabil, und über die gut verteilenden Zuspielerinnen fanden die Angreiferinnen immer wieder Lücken in der Berliner Abwehr. Köpenick hielt zunächst mit, musste sich aber nach einer ausgeglichenen Anfangsphase geschlagen geben. Wiesbaden zog auf 20:15 davon und brachte den Satz sicher nach Hause.
Zweiter Satz: 25:19 – Wiesbaden legt nach
Im zweiten Durchgang steigerte sich der Gastgeber weiter. Die Aufschläge von Holness und der wiedererstarkten Außenangreiferin bereiteten der KSC-Abwehr zunehmend Probleme. Trainer Jürgen Treppner versuchte, mit personellen Wechseln gegenzusteuern, doch Wiesbaden ließ sich nicht aus dem Rhythmus bringen. Die Berlinerinnen um Kapitänin Ilona Dröger und die Niederländerin Nienke de Waard fanden gegen die aggressive Aufschlagserie der Gastgeberinnen kein Mittel. Mit 25:19 ging der Satz erneut an die Hessinnen.
Dritter Satz: 23:25 – Köpenick schlägt zurück
Doch der Köpenicker SC Berlin bewies Moral. Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Gäste zurück ins Spiel. Der KSC zeigte nun mehr Risiko im Aufschlag und setzte Wiesbaden früh unter Druck. Insbesondere Diagonalangreiferin Nienke de Waard fand jetzt besser ins Spiel und punktete aus aussichtsreichen Positionen. Wiesbaden geriet erstmals in Rückstand und konnte den Satz trotz einer Aufholjagd nicht mehr drehen. Köpenick nutzte seine Chancen konsequent und verkürzte auf 1:2 aus Berliner Sicht.
Vierter Satz: 25:18 – Wiesbaden macht den Deckel drauf
Nach dem kleinen Durchhänger im dritten Satz fand der 1. VC Wiesbaden schnell in die Spur zurück. Mit einer konzentrierten Aufschlag- und Blockleistung ließen die Hessinnen keinen Zweifel mehr am Ausgang der Partie. Die Führung wuchs Satz für Satz, und Wiesbaden dominierte die entscheidende Phase nach Belieben. Köpenick wehrte sich zwar nach Kräften, doch die Luft war nach dem gewonnenen dritten Satz endgültig raus. Am Ende hieß es 25:18 aus Wiesbadener Sicht.
Spielerinnen im Fokus
Sherline Holness avancierte zur Spielerin des Spiels. Die Kanadierin im Mittelblock überzeugte nicht nur mit starken Blockaktionen, sondern auch mit einer effektiven Angriffsausbeute. Sie wurde von Köpenicks Trainerteam zur MVP gewählt.
Aufseiten des Köpenicker SC Berlin ragte Nienke de Waard heraus. Die Niederländerin auf der Diagonalposition war die gefährlichste Angreiferin der Berlinerinnen und sorgte insbesondere im dritten Satz für die Wende.
Anke Borowikow, die neue Spielführerin des VC Wiesbaden, führte ihr Team mit ruhiger Hand durch die Partie. In den entscheidenden Phasen bewies die erfahrene Außenangreiferin die nötige Abgeklärtheit.
Tabellensituation: Wiesbaden bleibt auf Tuchfühlung
Mit dem Sieg festigte der 1. VC Wiesbaden seinen Platz im oberen Tabellendrittel. Die Mannschaft kämpfte in der Saison 2010/11 um die direkte Qualifikation für die Meisterschaftsrunde. Der Vizemeister der Vorsaison stand vor der Partie bei 69:35 Sätzen und hatte nach einer beeindruckenden Hinrunde zwischenzeitlich mit Verletzungen und der unruhigen personellen Situation zu kämpfen – insbesondere der Ausfall von Außenangreiferin Natalia Cukseeva (Knieverletzung) schmerzte.
Der Köpenicker SC Berlin hingegen belegte zu diesem Zeitpunkt einen Platz im unteren Mittelfeld. Das Team aus dem Berliner Südosten, das sich in den Jahren zuvor kontinuierlich von Platz 11 auf Rang 9 verbessert hatte, zeigte erneut eine wechselhafte Saison. Dennoch hatte der Klub, bekannt für seine exzellente Jugendarbeit mit sechs Deutschen Meisterschaften im Nachwuchsbereich in den letzten zehn Jahren, den Klassenerhalt fest im Blick.
Der weitere Saisonverlauf
Für den 1. VC Wiesbaden begann nach dem Erfolg gegen Köpenick eine entscheidende Phase im Kampf um die Playoff-Plätze. Das Team von Xiaojun Yang wusste, dass jedes Spiel zählte – die Konkurrenz aus Aachen, Suhl und Hamburg war den Hessinnen dicht auf den Fersen.
Der Köpenicker SC Berlin, der erst in der Vorsaison mit dem Erreichen von Platz 9 sein bislang bestes Ergebnis in der Bundesliga verzeichnete, stand vor den letzten Saisonspielen vor der Aufgabe, die Position im gesicherten Mittelfeld zu behaupten.
Rivalität seit 2009
VC Wiesbaden W vs Kopenicker Berlin W Direkter Vergleich· 15
VC Wiesbaden W und Kopenicker Berlin W trafen 15 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 13 Mal, Kopenicker Berlin W 2 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 13 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 60 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (41 für die Heimmannschaft, 19 für die Gäste). Beide Teams trafen in 11 Spielen (73%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. VC Wiesbaden W ist in den letzten 4 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.
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