Munster W
Hamburg W
USC Münster besiegte VT Aurubis Hamburg am 20. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2010/11 mit 3:0 (27:25, 25:23, 25:21) und wahrte den Anschluss an die Play-off-Ränge.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungEnge Kiste von Beginn an
Was auf dem Papier wie ein klarer Dreisatzerfolg aussieht, war in der Halle Berg Fidel eine hochklassige und packende Partie, die in jedem Durchgang bis zum Schluss offen blieb. Münster tat sich gegen einen stark aufspielenden Gegner aus dem Norden lange schwer und musste in jedem Satz bis zum Äußersten gehen.
Der erste Durchgang war ein echter Krimi. Hamburg startete mutig und forderte den Gastgeber in allen Belangen. Der USC lag phasenweise zurück, kämpfte sich aber Punkt für Punkt heran. Am Ende behielten die Münsteranerinnen mit 27:25 die Oberhand – eine denkbar knappe Führung, die die Richtung vorgab. Hana Cutura sorgte mit einer starken Aufschlagserie für die Wende.
„Wir haben uns am Anfang von Hamburg den Schneid abkaufen lassen, was Aufschlagannahme angeht“, sagte Jürgen Schulz, sportlicher Leiter des USC, im Interview. „Dadurch konnten wir nicht so variabel angreifen, und das hat Hamburg gut genutzt. Wir haben dagegen gehalten und den ersten Satz gewonnen.“
Auch der zweite Satz war eine Zitterpartie. Die Mannschaft von Trainer Axel Büring steigerte sich zwar, ließ aber weiterhin zu viele leichte Fehler zu. Dennoch reichte es am Ende zu einem 25:23-Erfolg, der die Körpersprache im Team sichtlich belebte.
Deutlicherer Abschluss
Im dritten Satz präsentierten sich die Grün-Weißen deutlich abgeklärter. Die Abstimmung zwischen Zuspiel und Angriff lief nun flüssiger, und der Block stand sicherer. Mit 25:21 holte sich der USC auch den dritten Durchgang und damit den verdienten 3:0-Gesamtsieg.
Besonders erfreulich aus Münsteraner Sicht: Die Siegesserie hielt an. Bereits in der Vorwoche hatte der USC den VfB Suhl mit 3:1 besiegt und damit den dritten Erfolg in Folge gefeiert. Trainer Axel Büring zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden: „Es läuft gut im Moment“, sagte er nach dem Suhl-Sieg und kündigte an, dass Hamburg dies „zu spüren bekommen“ solle – eine Ansage, die seine Mannschaft eindrucksvoll umsetzte.
Einmal mehr war Hana Cutura mit 23 Zählern die punktbeste USC-Spielerin. Die Kroatin erwies sich als unverzichtbare Angreiferin im Münsteraner Spiel und traf in den entscheidenden Phasen fast ausnahmslos die richtigen Entscheidungen.
Abstimmungsprobleme auf Hamburger Seite
Die Gäste aus Hamburg, die sich unter dem Namen VT Aurubis Hamburg im Rennen um Platz fünf befanden, enttäuschten keineswegs. Sie hielten in allen drei Sätzen hervorragend mit und machten dem Favoriten das Leben schwer. Letztlich fehlte aber das Quäntchen Effektivität in den entscheidenden Phasen. Kathy Radzuweit, die beim glatten 3:0-Sieg in Wiesbaden eine Woche zuvor noch eine starke Vorstellung gezeigt hatte, konnte diesmal nicht verhindern, dass der USC die Big Points für sich entschied.
Auf Hamburger Seite zeigten Carmen Kottner im Zuspiel und Paulina Gomulka als Diagonalangreiferin eine solide Leistung. Doch die Abstimmung im Hamburger Angriffsspiel haperte immer wieder in den entscheidenden Situationen.
Play-off-Rennen bleibt spannend
Mit dem Erfolg hielt der USC Münster den Anschluss an die Spitzengruppe, die damals aus dem Dresdner SC, den Roten Raben Vilsbiburg, dem Schweriner SC und Pokalsieger Smart Allianz Stuttgart bestand. Die Play-offs rückten für die Mannschaft von Büring in greifbare Nähe.
Rund 1.000 Zuschauer waren trotz des herrlichen Frühlingswetters in die Sporthalle Berg Fidel gekommen und erlebten ein unterhaltsames und hochklassiges Volballspiel. Die Partie wurde zudem live auf cpm24.tv übertragen.
Für Hamburg ging es in der verbleibenden Saison darum, die Position im Mittelfeld zu festigen. Der Auftritt in der Sporthalle Berg Fidel zeigte jedoch das Potenzial, das im Kader der Hanseatinnen steckt.
Spiel auf einen Blick
| Satz 1 | Satz 2 | Satz 3 | |
|---|---|---|---|
| USC Münster | 27 | 25 | 25 |
| VT Aurubis Hamburg | 25 | 23 | 21 |
Ort: Sporthalle Berg Fidel, Münster Datum: 27. März 2011 Zuschauer: Ca. 1.000 Spieldauer: Ca. 90 Minuten
Rivalität seit 2010
Munster W vs Hamburg W Direkter Vergleich· 15
Munster W und Hamburg W trafen 15 Mal aufeinander — Munster W gewann 8 Mal, Hamburg W 7 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Munster W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 60 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (31 für die Heimmannschaft, 29 für die Gäste). Beide Teams trafen in 10 Spielen (67%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2015.
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API-Daten: 11. Juni 2026

