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1 Bundesliga WomenSaison 2010

Aachen W vs Vilsbiburg W

3. April 2011 um 18:00
32
Auswärts

Vilsbiburg W

AI

Aachen W schlägt Vilsbiburg W sensationell 3:2 nach 0:2-Rückstand - Ladies in Black feiern Heimsieg gegen den späteren Meister

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Sensation in Aachen: Ladies in Black werfen Spitzenreiter Vilsbiburg nieder

Aachen – Die Ladies in Black Aachen haben am 23. Spieltag der 1. Volleyball-Bundesliga Frauen für eine dicke Überraschung gesorgt. Die Mannschaft von Trainer Stefan Falter besiegte den Tabellenzweiten Rote Raben Vilsbiburg mit 3:2 (23:25, 20:25, 25:19, 25:23, 16:14) und untermauerte damit ihren Ruf als Überraschungsteam der Saison 2010/11.

Furioses Comeback nach 0:2-Satzrückstand

Vor heimischer Kulisse in der Neuköllner Straße erwischten die Gäste aus Vilsbiburg den besseren Start. Die Roten Raben, die am Ende der Saison die deutsche Meisterschaft feiern sollten, dominierten die ersten beiden Durchgänge und gewannen Satz eins mit 25:23 sowie Satz zwei mit 25:20. Besonders brisant: Im zweiten Satz eskalierte die Situation beim Stand von 11:13. Schiedsrichter Ahmet Cakir zeigte Aachens Kira Walkenhorst die gelbe Karte. Nur einen Punkt später flogen Aachens Kapitänin Bednarova und Trainer Stefan Falter mit der roten Karte vom Feld – eine äußerst seltene Szene im Volleyball. Auch Vilsbiburgs Trainer Guillermo Gallardo kassierte später eine gelbe Karte.

Doch die Aachenerinnen ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen und starteten eine beeindruckende Aufholjagd.

Wende nach der Pause

Nach einem klaren Durchhänger zu Beginn kamen die Ladies in Black wie verwandelt aus der Kabine. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer deutlich verbesserten Aufschlag- und Blockarbeit gewannen sie den dritten Satz souverän mit 25:19. Auch der vierte Satz war hart umkämpft, doch diesmal behielten die Hausherrinnen die Nerven – 25:23 aus Sicht der Aachenerinnen. Damit war der Tiebreak perfekt, und die Halle stand Kopf.

Nervenkrimi im Tiebreak

Der fünfte Satz entwickelte sich zu einem intensiven Schlagabtausch. Beide Teams schenkten sich nichts, Punkt um Punkt wurde hart erkämpft. Die Partie stand auf des Messers Schneide, doch am Ende waren es die Ladies in Black, die das glücklichere Ende für sich hatten. Mit 16:14 entschieden sie den Tiebreak für sich und feierten einen hochverdienten 3:2-Sieg gegen einen der Top-Favoriten auf die deutsche Meisterschaft.

Historischer Kontext: Aachen als Überraschungsteam

Mit diesem Sieg bestätigte Aachen seinen Ruf als absolute Überraschungsmannschaft der Saison 2010/11. Bereits zuvor hatten die Ladies in Black gegen Top-Teams wie Schwerin und Stuttgart gewonnen. Mit nun 26:16 Punkten und 43:37 Sätzen stand die Mannschaft von Trainer Falter auf dem sechsten Tabellenplatz und hatte sich im oberen Mittelfeld der Liga etabliert. Die Rote Raben Vilsbiburg hingegen führten mit 36:8 Punkten und 59:25 Sätzen weiterhin die Tabelle an und sollten am Ende der Saison tatsächlich die Meisterschaft gewinnen.

Tabellensituation nach dem Spieltag

Rang Team Spiele Punkte Sätze
1 Dresdner SC 21 38:4 61:15
2 Rote Raben Vilsbiburg 22 36:8 59:25
3 Schweriner SC 20 32:8 53:22
4 Smart Allianz Stuttgart 22 32:12 52:29
5 VC Wiesbaden 21 28:14 48:29
6 Ladies in Black Aachen 21 26:16 43:37
7 USC Münster 21 24:18 43:33
8 VfB 91 Suhl 21 24:18 42:36
9 VT Hamburg 22 24:20 46:35
10 SC Potsdam 22 18:26 37:46

Spielverlauf im Überblick

Satz Aachen W Vilsbiburg W
1 23 25
2 20 25
3 25 19
4 25 23
5 16 14

Schlüsselszenen

  • 2. Satz, 11:13: Gelbe Karte für Kira Walkenhorst (Aachen), gefolgt von roten Karten für Aachens Kapitänin Bednarova und Trainer Stefan Falter – eine äußerst seltene Situation im deutschen Spitzenvolleyball.
  • Wende im 3. Satz: Aachen kommt wie ausgewechselt aus der Kabine und dominiert mit 25:19.
  • Tiebreak: 16:14 – Aachen behält in der entscheidenden Phase die Nerven und sichert sich den Sieg.

Ausblick

Für die Ladies in Black Aachen war dieser Sieg ein weiterer Beleg dafür, dass sie in dieser Saison zu Recht als Geheimfavorit gehandelt wurden. Die Mannschaft um Kapitänin Bednarova, die nach ihrem Platzverweis im zweiten Satz zurückkehrte und zur Spielerin des Spiels gewählt wurde, zeigte einmal mehr ihre große Moral und ihren unbändigen Siegeswillen. Vilsbiburg hingegen konnte trotz der Niederlage weiterhin auf eine herausragende Saison blicken und sollte sich am Ende die deutsche Meisterschaft sichern.

Rivalität seit 2010

Aachen W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 32

Aachen W und Vilsbiburg W trafen 32 Mal aufeinander — Aachen W gewann 12 Mal, Vilsbiburg W 20 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 20 Siegen aus 32 Begegnungen an. Insgesamt fielen 125 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.91 pro Spiel (52 für die Heimmannschaft, 73 für die Gäste). Beide Teams trafen in 20 Spielen (63%). In 32 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.

12
Siege
Unentschieden
0
·
Vilsbiburg W
20
Siege
Tore gesamt
125 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
20/32 · 63%
Über 2,5
32/32 · 100%

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