Der 1. VC Wiesbaden besiegt Smart Allianz Stuttgart am 25. April 2011 mit 3:1 (25:19, 25:22, 21:25, 25:17) und übernimmt Platz vier im Playoff-Rennen.
Spielzusammenfassung
VC Wiesbaden W besiegte Stuttgart W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2010 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVC Wiesbaden gewinnt richtungsweisendes Duell gegen Stuttgart
Der 1. VC Wiesbaden hat am Ostermontag, dem 25. April 2011, ein vorentscheidendes Duell im Kampf um die Playoff-Plätze der 1. Volleyball Bundesliga Frauen für sich entschieden. Vor heimischer Kulisse besiegte die Mannschaft von Interimstrainer Christian Sossenheimer die Smart Allianz Stuttgart mit 3:1 (25:19, 25:22, 21:25, 25:17) und schob sich in der Tabelle auf Rang vier.
Playoff-Druck von Beginn an
Die Ausgangslage vor der Partie hätte spannender nicht sein können: Stuttgart ging als Tabellenvierter ins Spiel, Wiesbaden lag mit nur einem Sieg Rückstand auf Rang fünf. Der Gewinner würde sich die Pole Position im Kampf um den letzten Playoff-Platz sichern. Wiesbaden kam mit breiter Brust aus dem Auswärtssieg beim SSC Schwerin (3:0) nur vier Tage zuvor, während Stuttgart zuletzt gegen die Roten Raben Vilsbiburg mit 0:3 unterlegen war.
Satz 1: Wiesbaden startet dominant
Die Hausherrinnen erwischten einen Traumstart. Von Beginn an setzte Wiesbaden Stuttgart mit starken Aufschlägen unter Druck und entzog dem Stuttgarter Annahmeriegel die Stabilität. Die Wiesbadener Blockarbeit funktionierte prächtig, und nach 25 Minuten war der erste Durchgang mit 25:19 sicher unter Dach und Fach.
Satz 2: Enge Kiste mit dem besseren Ende für Wiesbaden
Der zweite Satz gestaltete sich deutlich enger. Stuttgart fand besser ins Spiel und konnte lange Zeit mithalten. Die Partie blieb bis zum 22:22 ausgeglichen, ehe Wiesbaden eine entscheidende Serie startete und den Satz mit 25:22 für sich entschied. Die 2:0-Satzführung war ein schwerer Rückschlag für die Gäste aus der Landeshauptstadt.
Satz 3: Stuttgart kämpft sich zurück
Im dritten Satz zeigte Stuttgart Moral. Die Mannschaft von Trainer Jan Lindenmair steigerte sich vor allem in der Offensive und ließ Wiesbaden kaum zur Entfaltung kommen. Maren Brinker und ihre Mitspielerinnen hielten den Druck hoch und verkürzten mit 25:21 auf 1:2 aus Stuttgarter Sicht. Die Hoffnung auf eine Wende lebte.
Satz 4: Wiesbaden macht den Deckel drauf
Doch Wiesbaden ließ sich nicht beirren. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer erneut starken Aufschlagserie zu Beginn des vierten Satzes legte der VCW den Grundstein für den Erfolg. Stuttgart fand kein Mittel mehr gegen die aggressive Spielweise der Wiesbadenerinnen, die den Satz ungefährdet mit 25:17 gewannen.
Tabellensituation: Alles offen im Playoff-Rennen
Mit diesem Sieg zog Wiesbaden in der Tabelle an Stuttgart vorbei. Beide Teams wiesen nun 36 Punkte auf, doch Wiesbaden verbesserte sein Satzverhältnis auf 62:35, während Stuttgart bei 59:37 stagnierte. Dresden und Vilsbiburg waren zu diesem Zeitpunkt bereits für die Playoffs qualifiziert, während Schwerin, Wiesbaden, Stuttgart und Suhl um die verbleibenden zwei Plätze kämpften.
Starke Serie des VCW
Wiesbaden präsentierte sich in der Schlussphase der Saison in beeindruckender Form. Nach einem von Turbulenzen geprägten Saisonverlauf – Cheftrainerin Yang Xiaojun war krankheitsbedingt ausgefallen und kurz vor dem Spiel gegen Stuttgart freigestellt worden – fand die Mannschaft unter Co-Trainer Christian Sossenheimer zurück zu alter Stärke. Insbesondere die Leistungssteigerung in der Annahme und im Block erwies sich als matchentscheidend.
Stuttgarter Schwächephase
Für Stuttgart setzte sich eine besorgniserregende Tendenz fort. Nach einer starken ersten Saisonhälfte ließen die Kräfte bei den Schwäbinnen spürbar nach. Vor allem die Annahme, in den ersten Monaten eine der großen Stärken des Teams, geriet in den entscheidenden Wochen ins Wanken. Starangreiferin Maren Brinker fand nicht zu ihrer Bestform, und das Team kassierte die zweite Niederlage in Folge.
Ausblick
Für Wiesbaden standen noch zwei richtungsweisende Partien auf dem Programm – unter anderem gegen Vilsbiburg. Stuttgart musste auswärts beim abstiegsbedrohten Köpenicker SC antreten. Die Playoff-Entscheidung fiel erst am letzten Spieltag.
Das Spiel war ein Musterbeispiel für die Intensität und Dramatik der 1. Bundesliga Frauen in der Saison 2010/11 und zeigte, wie eng die Schere zwischen Erfolg und Misserfolg in einer der ausgeglichensten Spielzeiten der Liga war.
Rivalität seit 2009
VC Wiesbaden W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 41
VC Wiesbaden W und Stuttgart W trafen 41 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 11 Mal, Stuttgart W 30 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 30 Siegen aus 41 Begegnungen an. Insgesamt fielen 157 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.83 pro Spiel (57 für die Heimmannschaft, 100 für die Gäste). Beide Teams trafen in 23 Spielen (56%). In 41 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 19 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2025.
Letzte Begegnungen
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