Stuttgart W besiegt Münster W mit 3:2 (26:24, 23:25, 21:25, 28:26, 15:7) in einem dramatischen Fünf-Satz-Krimi am 30. April 2011 in der Hegel-Sporthalle Vaihingen.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungStuttgart W erkämpft sich 3:2-Heimsieg gegen Münster W
Am 30. April 2011 kam es in der Hegel-Sporthalle Vaihingen zum Aufeinandertreffen zwischen Smart Allianz Stuttgart (hier als Stuttgart W geführt) und dem USC Münster (Münster W) im Rahmen des 27. Spieltags der 1. Bundesliga Frauen. In einer packenden Begegnung setzte sich Stuttgart mit 3:2 (26:24, 23:25, 21:25, 28:26, 15:7) durch und wahrte damit seine Chance auf die Playoff-Teilnahme.
Ausgangslage vor der Partie
Vor dem Spiel stand Stuttgart mit 36 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz – dem letzten Platz, der für die Playoffs qualifiziert hätte. Die Konkurrenz aus Wiesbaden und Suhl lauerte jedoch mit jeweils 34 Punkten. Münster rangierte mit 32 Punkten auf Rang acht und hatte keine realistische Chance mehr auf die Playoffs, konnte aber als Stolperstein fungieren.
Die Mannschaft aus Stuttgart hatte sich in der Saison 2010/11 als Smart Allianz Stuttgart einen soliden Ruf erarbeitet. Das Team von Trainer Jan Lindenmaier zeigte sich in dieser Spielzeit auswärts wie zuhause formstark, hatte jedoch zuletzt eine 0:3-Niederlage gegen Vilsbiburg hinnehmen müssen. Münster hingegen hatte eine Woche zuvor einen 3:2-Erfolg gegen Dresden gefeiert und war dementsprechend selbstbewusst angereist.
Satz für Satz: eine Achterbahnfahrt
Erster Satz (26:24) – Ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen: Von Beginn an entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie. Stuttgart startete konzentriert, Münster hielt dagegen. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Am Ende behielt Stuttgart in der Verlängerung die Nerven und sicherte sich den Satz mit 26:24. Die Angaben von Münsters Libera Ines Bathen, die an diesem Abend eine außergewöhnliche Annahme-Leistung mit 84 Receptions zeigte, hielten Münster stets im Spiel.
Zweiter Satz (23:25) – Münster schlägt zurück: Im zweiten Durchgang kam Münster besser ins Spiel. Die Gäste aus Westfalen steigerten sich in der Feldabwehr und setzten Stuttgart mit platzierten Angriffen unter Druck. Stuttgart kämpfte zwar bis zum 23:23, musste sich dann aber doch mit 23:25 geschlagen geben – Ausgleich nach Sätzen.
Dritter Satz (21:25) – Münster dreht auf: Im dritten Satz dominierte zunächst Münster. Die Mannschaft von Trainer Axel Büring fand immer besser in den Rhythmus und zeigte eine starke Blockarbeit. Stuttgart fand nur schwer Mittel gegen das aggressive Aufschlagspiel der Münsteranerinnen und lag früh zurück. Mit 21:25 ging der Satz an Münster – die Gäste führten 2:1 nach Sätzen.
Vierter Satz (28:26) – Die Wende für Stuttgart: Jetzt war Nervenstärke gefragt. Stuttgart steigerte sich in der Offensive und kämpfte verbissen. Der Satz entwickelte sich zum Krimi: Beide Teams wechselten sich in Führung ab, kein Ball wollte zu Boden fallen. Stuttgart wehrte Satzbälle ab und rettete sich in die Verlängerung. Mit 28:26 erzwang Stuttgart den Tiebreak – eine immense Moralprobe für beide Teams.
Fünfter Satz (15:7) – Stuttgart entscheidet klar: Der Tiebreak begann ausgeglichen, doch dann zog Stuttgart entscheidend davon. Mit einer Serie von Aufschlagpunkten und einem stabilen Block brach Stuttgart den Widerstand der Gäste. Münster wirkte nach dem verlorenen vierten Satz sichtlich angeschlagen. Stuttgart ließ sich nicht mehr aufhalten und gewann den Entscheidungssatz klar mit 15:7 – ein 3:2-Gesamtsieg.
Bedeutung für die Tabelle
Der Sieg war für Stuttgart enorm wichtig. Mit dem 3:2-Erfolg hielt Stuttgart die Playoff-Hoffnung am Leben. Der 4. Platz blieb in Reichweite, auch wenn die Konkurrenz aus Wiesbaden und Suhl weiter bedrohlich nahe stand. Münster verblieb auf Rang acht, weit weg von den Playoff-Rängen, hatte aber mit dem Sieg gegen Dresden in der Vorwoche bereits gezeigt, dass die Mannschaft zu Spitzenleistungen fähig war.
Besondere Leistungen
Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Ines Bathen (USC Münster), die an diesem Abend unglaubliche 84 Receptions verbuchte – eine Zahl, die zu den Höchstwerten der Saison zählte. Auf Stuttgarter Seite überzeugte das gesamte Team mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, vor allem in den entscheidenden Phasen des vierten und fünften Satzes.
Fazit
Es war eine typische Begegnung zweier Teams, die um wichtige Ziele kämpften: Stuttgart um den Einzug in die Playoffs, Münster um den Anschluss ans Mittelfeld. Am Ende setzte sich die Heimmannschaft durch einen starken Willen und eine beeindruckende Moral im Tiebreak durch. Für die Zuschauer in der Hegel-Sporthalle Vaihingen bot das Spiel beste Volleyball-Unterhaltung mit allem, was die 1. Bundesliga zu bieten hat.
Rivalität seit 2009
Stuttgart W vs Munster W Direkter Vergleich· 40
Stuttgart W und Munster W trafen 40 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 34 Mal, Munster W 6 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 34 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 149 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.73 pro Spiel (109 für die Heimmannschaft, 40 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (53%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 21 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2023.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026