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1 Bundesliga WomenSaison 2010

SC Schweriner W vs Vilsbiburg W

11. Mai 2011 um 18:00
Heim

SC Schweriner W

31
Auswärts

Vilsbiburg W

AI

Schweriner SC besiegt Titelverteidiger Vilsbiburg 3:1 im Playoff-Halbfinale der Volleyball-Bundesliga Frauen 2010/11. Satzstände: 25:20, 24:26, 25:14, 25:19.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Schwerin legt vor: 3:1-Sieg im ersten Playoff-Halbfinale gegen Vilsbiburg

Der Schweriner SC hat im ersten Playoff-Halbfinale um die Deutsche Volleyball-Meisterschaft der Frauen einen wichtigen Schritt in Richtung Finale gemacht. Vor rund 1.300 Zuschauern in der heimischen Arena besiegte der Rekordmeister den Titelverteidiger Rote Raben Vilsbiburg am 11. Mai 2011 mit 3:1 (25:20, 24:26, 25:14, 25:19) und ging in der Best-of-Two-Serie mit 1:0 in Führung.

Satz für Satz: Schwerins Weg zum Sieg

Satz 1 (25:20): Die Gastgeberinnen erwischten einen eher zähen Start und lagen zwischenzeitlich mit 9:14 zurück. Doch der SSC bewies Moral, kämpfte sich Punkt für Punkt heran und drehte die Partie mit einer starken Serie zum 20:15. Vilsbiburg fand keine Antwort mehr auf die nun druckvollen Angriffe der Schwerinerinnen.

Satz 2 (24:26): Der zweite Durchgang war hart umkämpft. Vilsbiburg zeigte seine beste Phase in der gesamten Partie und spielte über eine längere Distanz auf hohem Niveau. Die Raben wehrten sich vehement und erzwangen mit 26:24 den Satzausgleich – ihre einzige längere Glanzleistung an diesem Abend.

Satz 3 (25:14): Was dann folgte, war eine Machtdemonstration des SSCs. Nachdem es zunächst 8:8 stand, zog Schwerin unaufhaltsam auf 20:10 davon. Vilsbiburgs Annahme zerfiel unter dem starken Aufschlagdruck der Gastgeberinnen. Der Satzball war bezeichnend: Aufschlag von Patricia Thormann, Annahmefehler Vilsbiburg.

Satz 4 (25:19): Auch im vierten Satz änderte sich das Kräfteverhältnis nicht. Beim 13:8 fiel eine frühe Vorentscheidung. Vilsbiburg kam zwar noch einmal auf 17:14 heran, doch der SSC blieb souverän. Es war Raben-Außenangreiferin Sarah Petrausch, die mit einem Angriffsfehler den Schweriner Satz- und Matchgewinn besiegelte.

Schlüssel zum Erfolg: Aufschlag und Block

Schwerins Cheftrainer Tore Aleksandersen zeigte sich nach dem Spiel hochzufrieden: „Wir haben heute sehr gut gespielt. Gut aufgeschlagen, gut geblockt." Und in der Tat war die Aufschlag- und Blockarbeit der Gastgeberinnen der entscheidende Faktor. Immer wieder fand der SSC ein Loch im Vilsbiburger Block, während die eigene Abwehr kaum zu überwinden war.

Besonders Mira Topic ragte heraus. Die Außenangreiferin bekam der Raben-Block nie in den Griff und war in den entscheidenden Momenten zur Stelle. „Ich bin aber mit allen Spielerinnen zufrieden", so Aleksandersen. „Wir haben drei Sätze ganz deutlich gewonnen und Vilsbiburg mächtig unter Druck gesetzt. Das stärkt unser Selbstbewusstsein."

Vilsbiburg mit Annahmeproblemen

Auf der anderen Seite haderte Vilsbiburg mit der eigenen Leistung. „Schwerin hat immer ein Loch in unserem Block gefunden", analysierte Vilsbiburgs Außenangreiferin Johanna Barg. „Beim SSC hat alles geklappt – und wir haben in der Annahme nicht gut gestanden. Jetzt müssen wir das Spiel schnell abhaken und es im Rückspiel besser machen."

Raben-Trainer Guillermo Gallardo sah ebenfalls die Annahmeschwäche als Hauptproblem: „Den dritten Satz sollten wir ganz schnell vergessen. Wir haben große Probleme in der Annahme gegen einen stark spielenden SSC."

Ausgangslage fürs Rückspiel

Mit dem Sieg im Rücken reiste Schwerin mit breiter Brust zum Rückspiel am 14. Mai 2011 in die Vilstalhalle nach Vilsbiburg. Der Titelverteidiger stand bereits mit dem Rücken zur Wand: Ein Sieg war Pflicht, um zumindest einen Golden Set zu erzwingen. Die Ausgangslage war klar – und der SSC sollte sie wenige Tage später mit einem glatten 3:0-Auswärtssieg nutzen, um ins Finale einzuziehen.

Historischer Kontext

Es war die dritte Saisonniederlage der Roten Raben gegen den Schweriner SC – eine Serie, die symptomatisch für die Machtverhältnisse dieser Saison stand. Während Vilsbiburg als amtierender Meister in die Playoffs gegangen war, sollte Schwerin am Ende der Saison 2010/11 mit einem Finalsieg über den Dresdner SC seinen achten Deutschen Meistertitel holen und sich endgültig als Rekordmeister der Frauen-Bundesliga etablieren.

Rivalität seit 2010

SC Schweriner W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 30

SC Schweriner W und Vilsbiburg W trafen 30 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 22 Mal, Vilsbiburg W 8 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 22 Siegen aus 30 Begegnungen an. Insgesamt fielen 117 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.90 pro Spiel (75 für die Heimmannschaft, 42 für die Gäste). Beide Teams trafen in 18 Spielen (60%). In 30 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 7 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.

SC Schweriner W
22
Siege
Unentschieden
0
·
Vilsbiburg W
8
Siege
Tore gesamt
117 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
18/30 · 60%
Über 2,5
30/30 · 100%

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