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1 Bundesliga WomenSaison 2010

Vilsbiburg W vs SC Schweriner W

14. Mai 2011 um 20:00
Heim

Vilsbiburg W

03
Auswärts

SC Schweriner W

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Schwerin zieht ins Finale ein

Der Schweriner SC hat souverän das Finale der Deutschen Volleyball-Bundesliga 2010/11 erreicht. Im Rückspiel des Play-off-Halbfinals setzte sich die Mannschaft von Trainer Tore Aleksandersen am 14. Mai 2011 mit einem ungefährdeten 3:0 (25:20, 25:22, 25:19) bei den Roten Raben Vilsbiburg durch und feierte damit den vierten Saisonsieg im vierten Duell mit dem Titelverteidiger.

Bereits das Hinspiel eine Woche zuvor in Schwerin hatten die Norddeutschen mit 3:1 für sich entschieden. Im zweiten Halbfinale war den Vilsbiburgerinnen um Trainer Guillermo Gallardo somit eine kleine Sensation gelungen, wollten sie den Einzug ins Finale doch noch erzwingen. Doch der Rekordmeister ließ nichts anbrennen.

Satz für Satz: Die Dominanz des SSC

Erster Satz (25:20)

Die Gäste aus Schwerin erwischten von Beginn an den besseren Start und setzten Vilsbiburg mit einer starken Aufschlagserie früh unter Druck. Die Roten Raben taten sich vor heimischer Kulisse in der Vilstalhalle schwer, ihr Aufspiel zu strukturieren. Der Schweriner Block stand kompakt und ließ den Angreiferinnen der Hausherrinnen nur wenig Raum. Nach einer frühen Führung baute der SSC den Vorsprung kontinuierlich aus und sicherte sich den ersten Satz verdient mit 25:20.

Zweiter Satz (25:22) – Die Wende des Spiels

Der zweite Durchgang entwickelte sich zur „kritischen Phase“, wie es SSC-Coach Tore Aleksandersen nach der Partie formulierte. „Wir haben uns immer wieder gefangen, auch in den schwierigen Situationen.“ Vilsbiburg kämpfte sich mit 20:15 in Führung – die Halle bebte, die Roten Raben witterten ihre Chance. Doch was dann folgte, war eine Demonstration der mentalen Stärke des Rekordmeisters. Schwerin kämpfte Punkt um Punkt zurück, glich aus und drehte den Satz. Am Ende stand ein 25:22 – ein psychologischer KO-Schlag für die Gastgeberinnen.

„Das war wichtig, da haben alle einen richtig guten Job gemacht.“ – Tore Aleksandersen, Cheftrainer Schweriner SC

Dritter Satz (25:19)

Nach dem verlorenen zweiten Satz wirkten die Spielerinnen der Roten Raben verunsichert. Die Annahme, bereits im Hinspiel eine Schwachstelle, geriet erneut ins Wanken. Schwerin nutzte dies konsequent aus und zog Satz drei schnell auf 25:19 davon. Nach dem letzten Punkt machte Trainer Aleksandersen die Runde und drückte jede seiner Spielerinnen fest an sich – der Finaleinzug war perfekt.

„Es war fast ein Heimspiel, einfach toll, wie viele Fans mitgereist sind. Ein verdienter Sieg, auch wenn wir nicht ganz so gut waren wie im Hinspiel. Da waren wir im Block besser.“ – Berit Kauffeldt, Mittelblockerin Schweriner SC

Analyse: Der Schlüssel zum Erfolg

Schwerin präsentierte sich an diesem Abend in allen Spielelementen überlegen. Besonders der Block der Gäste erwies sich als nur schwer zu überwinden. Die Annahmeschwächen der Roten Raben, die bereits im Hinspiel aufgefallen waren, wurden vom SSC erneut konsequent bestraft.

Zuspielerin Nadja Jenzewski von Vilsbiburg zeigte sich als faire Verliererin: „Wir haben in den entscheidenden Situationen nicht mithalten können. Schwerin war mental und auch spielerisch stärker und hat verdient gewonnen.“

Aleksandersen war nach dem Spiel erleichtert, dass seine Mannschaft nur drei Sätze benötigte: „Dadurch haben wir Kräfte sparen können.“ Der Wunschgegner fürs Finale sei ihm gleichgültig gewesen: „Es gibt keinen – wir nehmen, was wir kriegen.“

Play-off-Überblick Halbfinale 2011

Begegnung Hinspiel Rückspiel
Schweriner SC – Rote Raben Vilsbiburg 3:1 (25:20, 24:26, 25:14, 25:19) 3:0 (25:20, 25:22, 25:19)
VfB Suhl – Dresdner SC 3:2 Dresden gewinnt Rückspiel 3:1

Der Dresdner SC setzte sich im Rückspiel gegen den VfB Suhl mit 3:1 durch und wurde damit zum Finalgegner des Schweriner SC. In einer packenden Finalserie setzte sich Schwerin letztlich durch – nach einem 3:2 im Hinspiel und einem 3:0 im Rückspiel in Dresden sicherte sich der Rekordmeister die achte Meisterschaft der Vereinsgeschichte.

Statistik im Überblick

  • Wettbewerb: 1. Bundesliga Frauen, Play-off-Halbfinale Rückspiel
  • Datum: 14. Mai 2011
  • Austragungsort: Vilstalhalle, Vilsbiburg
  • Ergebnis: Rote Raben Vilsbiburg 0:3 Schweriner SC (20:25, 22:25, 19:25)
  • Zuschauer: Über 2.000 – darunter zahlreiche mitgereiste Schweriner Fans

Ausblick

Der Schweriner SC bestätigte mit diesem klaren Erfolg seine Vormachtstellung in der Saison 2010/11 und untermauerte die Titelambitionen. Die Mannschaft um Trainer Aleksandersen hatte sich in den direkten Duellen mit Vilsbiburg als überlegener Gegner erwiesen und ließ auch im zweiten Play-off-Halbfinale keine Zweifel an der Finalreife aufkommen. Die Rote Raben mussten sich als Titelverteidiger geschlagen geben – für den amtierenden Meister bedeutete die 0:3-Niederlage das Saisonaus.

Rivalität seit 2010

Vilsbiburg W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 30

Vilsbiburg W und SC Schweriner W trafen 30 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 8 Mal, SC Schweriner W 22 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 22 Siegen aus 30 Begegnungen an. Insgesamt fielen 118 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.93 pro Spiel (43 für die Heimmannschaft, 75 für die Gäste). Beide Teams trafen in 19 Spielen (63%). In 30 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 7 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.

Vilsbiburg W
8
Siege
Unentschieden
0
·
SC Schweriner W
22
Siege
Tore gesamt
118 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
19/30 · 63%
Über 2,5
30/30 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

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