SC Potsdam startete mit einem 3:1-Heimsieg gegen die Envacom Volleys Sinsheim in die Saison 2011/12. Neuzugang Lucia Daniela Fresco war der entscheidende Faktor.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungNervöser Auftakt beider Teams
Die Partie war für beide Mannschaften der erste Auftritt in der neuen Spielzeit, und die Anspannung war beiden Seiten anzumerken. „Das Spiel hatte für beide Teams schon eine hohe Bedeutung – das war deutlich zu spüren“, sagte Potsdams sportlicher Leiter Volker Knedel nach dem Schlusspfiff. Für den Gastgeber stand mehr auf dem Spiel als nur ein einfacher Saisonerfolg: Es galt, die Heimpremiere für den neuen italienischen Trainer Alberto Salomoni erfolgreich zu gestalten und gleich zu Beginn den Grundstein für das ambitionierte Saisonziel zu legen.
Die Envacom Volleys Sinsheim erwischten einen denkbar schlechten Start. „Die Mannschaft wird noch Zeit zum Zusammenwachsen benötigen“, hatte Coach Stefan Bräuer bereits im Vorfeld angekündigt, und seine Mannschaft bestätigte diese Einschätzung mit einer übernervösen Vorstellung in den ersten beiden Sätzen. Die Kraichgauerinnen begannen mit Marisa Field, Ann-Christin Quade, Martina Jakubšová, Marie Frick, Taru Alho und Ana Jakšić, sowie Jule Schneider als Libero.
Fresco erweist sich als Trumpf
Der SC Potsdam, der sich bei zahlreichen Turnieren und Freundschaftsspielen bereits gut eingespielt hatte, präsentierte sich von Beginn an als die reifere Mannschaft. Der letzte Neuzugang, die Argentinierin Lucia Daniela Fresco, schlug auf der Diagonalposition ein wie eine „Bombe“. Fast ein Drittel der 122 Angriffe der Potsdamerinnen ging über die Diagonalangreiferin, die sich als nicht zu stoppender Faktor erwies.
Potsdam dominierte die ersten beiden Durchgänge nach Belieben. Mit druckvollen Aufschlägen und einer stabilen Annahme ließen die Gastgeberinnen den Sinsheimerinnen kaum Luft zum Atmen. Satz eins ging mit 25:17 an Potsdam, Satz zwei folgte mit 25:21 – eine deutliche Ansage an die Konkurrenz.
Sinsheim kämpft sich zurück
Stefan Bräuer reagierte und stellte sein Team nach den jeweiligen Sätzen um. Nora Götz kam im Mittelblock, Rebecca Schäperklaus im zweiten Satz und Luise Mauersberger im dritten Satz auf der Diagonalen. Die Umstellungen zeigten Wirkung. Den Envacom Volleys gelang es im dritten Satz, den Spieß umzudrehen und die Gastgeberinnen zu mehr Fehlern zu zwingen. Die Partie wurde deutlich ausgeglichener, und Sinsheim belohnte sich mit einem verdienten 25:23-Satzgewinn.
„Das Daumendrücken der Fans am Liveticker haben wir gebraucht, die Rückendeckung hat gut getan, ebenso wie der Fanclub sinsema volleybadscha, der in der Halle einheizte“, sagte Luise Mauersberger nach der Partie. Der Satzgewinn brachte neue Hoffnung für die Gäste.
Potsdam behält die Nerven
Im vierten Satz entwickelte sich ein echter Krimi. Die Partie stand auf Messers Schneide, Zwischenstände von 15:15 und 16:16 unterstrichen die Ausgeglichenheit. „Auch im vierten Satz hatten wir unsere Chancen, konnten diese aber leider nicht nutzen“, so Sinsheims Coach Bräuer. „Vorteile hatten wir im Aufschlag und in der Annahme und konnten meist die langen Ballwechsel gewinnen, das war heute der Schlüssel“, analysierte Potsdams Volker Knedel.
Am Ende behielt der SC Potsdam die Nerven und entschied den vierten Satz mit 25:20 für sich. Der 3:1-Sieg nach 109 Minuten war unter dem Strich verdient, auch wenn Sinsheim im dritten und vierten Satz gezeigt hatte, dass durchaus Potenzial in der Mannschaft steckt.
Blick nach vorn
„Es war für uns das erwartet schwere Auftaktspiel, wir haben viele individuelle Fehler produziert, das hat Potsdam immer wieder ins Spiel gebracht“, resümierte Stefan Bräuer. „Es waren Kleinigkeiten, die das Spiel am Ende entschieden haben.“ Die Envacom Volleys Sinsheim sammelten immerhin wertvolle Spielpraxis und zogen anschließend ins Trainingslager im Olympiastützpunkt Heidelberg.
Für Potsdam war der Auftaktsieg der erste Schritt zu einer starken Saison. Mit Patricia Grohmann als Spielführerin und der herausragenden Lucia Daniela Fresco präsentierte sich das Team von Alberto Salomoni früh in bestechender Form. Bereits wenige Tage später legte Potsdam mit einem 3:0-Auswärtssieg beim Zurich Team VCO Berlin nach und übernahm überraschend die Tabellenführung. „Unser erstes Ziel ist es, so früh wie möglich aus der Abstiegszone herauszukommen“, hatte Salomoni bescheiden angekündigt – nach zwei Siegen zum Start durften die Potsdamerinnen jedoch schon höher träumen.
Rivalität seit 2009
Potsdam W vs Sinsheim W Direkter Vergleich· 5
Potsdam W und Sinsheim W trafen 5 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 3 Mal, Sinsheim W 2 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Potsdam W führt den Direktvergleich mit 3 Siegen aus 5 Begegnungen an. Insgesamt fielen 23 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.60 pro Spiel (12 für die Heimmannschaft, 11 für die Gäste). Beide Teams trafen in 5 Spielen (100%). In 5 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2012.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026