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1 Bundesliga WomenSaison 2011

Aachen W vs Stuttgart W

19. Oktober 2011 um 20:00
31
Auswärts

Stuttgart W

Spielzusammenfassung

Aachen W besiegte Stuttgart W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2011 statt.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Angelina Grün feiert Heimpremiäre: Alemannia Aachen besiegt Smart Allianz Stuttgart 3:1

Alemannia Aachen – Smart Allianz Stuttgart 3:1 (22:25, 25:21, 29:27, 25:19)

Am 19. Oktober 2011 feierte die deutsche Volleyball-Nationalspielerin Angelina Grün ihre Heimpremiäre im Trikot der Alemannia Aachen – und wie! Vor 915 Zuschauern in der Halle Neuköllner Straße besiegten die Gastgeberinnen den amtierenden DVV-Pokalsieger Smart Allianz Stuttgart mit 3:1 und sorgten damit für eine kleine Sensation am zweiten Spieltag der 1. Bundesliga Frauen.

Ein Abend für die Volleyball-Geschichte

Der Abend stand ganz im Zeichen von Angelina Grün, die nach ihrer langwierigen Verletzung und dem Wechsel nach Aachen ihr erstes Heimspiel für die Alemannia bestritt. Die 32-jährige, neunmalige Volleyballerin des Jahres und 298-fache Nationalspielerin war im September 2011 nach ihrem Engagement in Bergamo nach Aachen gewechselt und hatte zuvor bei Testspielen gegen die Türkei ihr Comeback im Nationalteam gefeiert. Gegen den Pokalsieger aus Stuttgart lieferte sie auf Anhieb eine starke Vorstellung mit 14 Punkten ab.

Satz 1: Stuttgarter Start nach Maß

Der erste Satz begann ausgeglichen. Stuttgart, das eine Woche zuvor seinen Auftaktsieg gefeiert hatte, erwischte den besseren Start und setzte Aachen früh unter Druck. Die Gäste aus der Landeshauptstadt bewiesen ihre Klasse und erspielten sich über die erfahrene niederländische Zuspielerin Francien Gravesteijn Vorteile. Mit 25:22 sicherte sich Stuttgart den Auftaktdurchgang – die Marschroute schien aufzugehen.

Satz 2: Aachen schlägt zurück

Doch Aachen, trainiert von Stefan Falter, steckte den Satzverlust gut weg und kam mit neuem Elan aus der Kabine. Die Gastgeberinnen stabilisierten ihre Annahme und setzten im Angriff vermehrt auf die Durchschlagskraft von Grün und der Kanadierin Brittney Wicks. Der Block um Mittelblockerin Borowikow stand zunehmend besser, und Aachen zog auf 16:13 davon. Am Ende hieß es 25:21 – der Ausgleich war geschafft.

Satz 3: Nervenschlacht mit Happy End für Aachen

Der dritte Satz wurde zur eigentlichen Schlüsselphase der Partie und entwickelte sich zu einer wahren Nervenschlacht. Stuttgart kämpfte verbissen und lag beim Stand von 26:25 bereits in Führung – nur noch ein Punkt trennte die Mannschaft von Jan Lindenmaier vom Satzgewinn. Doch Aachen bewies Moral: Angelina Grün und ihre Teamkolleginnen wehrten den Satzball ab und erkämpften sich ihrerseits die Chance auf den Durchgang. Mit 29:27 entschieden die Gastgeberinnen diesen hochdramatischen Durchgang für sich – der Jubel in der Halle kannte keine Grenzen mehr.

Satz 4: Grün & Co. machen den Sack zu

Mit der 2:1-Führung im Rücken spielte Aachen befreit auf. Die Tschechin Lucie Bednarova am Zuspiel dirigierte das Angriffsspiel sicher, während Michel mit insgesamt 15 Punkten zur besten Scorerin des Abends avancierte. Stuttgart versuchte noch einmal alles, doch die Defensive um Libero Legerstee stand sicher. Aachen zog auf 16:12 davon und ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. Mit 25:19 machte die Alemannia den Deckel drauf – der 3:1-Sieg war perfekt.

Die Statistik

Team Satz 1 Satz 2 Satz 3 Satz 4
Alemannia Aachen 22 25 29 25
Smart Allianz Stuttgart 25 21 27 19

Spieldauer: 1 Stunde, 36 Minuten | Zuschauer: 915 | Gesamtpunkte: 101:92

Die Aufstellungen

Alemannia Aachen: Legerstee (L), Wicks (7), Borowikow (8), Michel (15), Feldmann (2), Bednarova (12), Degi (10), Grün (14), Büsscher, Lißon, Poll – Trainer: Stefan Falter, Co-Trainer: Reinhard Strauch

Smart Allianz Stuttgart: Bland (1), Schaus (6), Adlerova (2), Renkema (14), Roß (4), Bremer (11), Engel, Gravesteijn (7), Zautys (5), Nowakowska (2), Lourenco Delogú (L) – Trainer: Jan Lindenmaier, Co-Trainer: Michal Masek

Tabellensituation

Für Aachen war es nach der Auftaktniederlage beim VfB Suhl der erste wichtige Schritt in der noch jungen Saison. Die Alemannia präsentierte sich vor heimischem Publikum deutlich verbessert und bewies Moral. Stuttgart hingegen kassierte nach dem Auftaktsieg den ersten Rückschlag.

Der zweite Spieltag bot weitere Überraschungen: Der SC Potsdam setzte sich mit einem 3:0 gegen das Zurich Team VCO Berlin an die Tabellenspitze und war neben Schwerin, Vilsbiburg und Suhl eines von vier Teams ohne Niederlage. Der Dresdner SC unterlag dem VfB Suhl überraschend mit 1:3, während Meister Schwerin beim Köpenicker SC mit 3:1 gewann.

Fazit

Der 19. Oktober 2011 war ein denkwürdiger Abend für den Aachener Volleyball. Angelina Grün feierte nicht nur eine gelungene Heimpremiäre, sondern führte ihr Team zu einem emotionalen Erfolg gegen den hochkarätigen Pokalsieger aus Stuttgart. Der 3:1-Sieg – insbesondere der gewonnene dritte Satz mit 29:27 – war der Beginn einer wechselvollen Saison, in der Aachen mit Siegen gegen Spitzenteams immer wieder für Überraschungen sorgen sollte.

Rivalität seit 2009

Aachen W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 41

Aachen W und Stuttgart W trafen 41 Mal aufeinander — Aachen W gewann 3 Mal, Stuttgart W 38 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 38 Siegen aus 41 Begegnungen an. Insgesamt fielen 148 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.61 pro Spiel (32 für die Heimmannschaft, 116 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (54%). In 41 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 32 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.

3
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
148 · 3.6/Spiel
Beide getroffen
22/41 · 54%
Über 2,5
41/41 · 100%

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