1. VC Wiesbaden besiegt Smart Allianz Stuttgart in der SCHARRena mit 3:2. Burchardt (23 Punkte) und Bremer (21) als Topscorerinnen in einer packenden Begegnung.
Spielzusammenfassung
VC Wiesbaden W besiegte Stuttgart W 3:2. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2011 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungWiesbaden bezwingt Stuttgart in fünf Sätzen
Der 1. VC Wiesbaden hat am 9. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2011/12 einen wichtigen Auswärtssieg gefeiert. Vor 800 Zuschauern in der Stuttgarter SCHARRena setzten sich die Gäste aus Hessen mit 3:2 (25:21, 22:25, 25:22, 17:25, 15:9) gegen Smart Allianz Stuttgart durch und untermauerten damit ihre Spitzenposition in der Tabelle.
Spitzenspiel nach der Weltcup-Pause
Die Partie war das erste Bundesligaspiel für beide Teams nach der Weltcup-Pause, während der die deutsche Nationalmannschaft in Japan um die Olympia-Qualifikation gekämpft hatte. Stuttgart ging als Tabellensechster in die Begegnung, während Wiesbaden als Zweiter der Tabelle anreiste und seine Ambitionen auf die Play-off-Plätze untermauern wollte.
Der Spielverlauf
Satz 1: Wiesbaden startet druckvoll
Der erste Satz begann ausgeglichen, doch Wiesbaden setzte sich nach einer 16:15-Führung Stuttgarts entscheidend ab. Über 20:21 zogen die Gäste auf 25:21 davon. Vor allem Mittelblockerin Laura Burchardt war auf Wiesbadener Seite nicht zu halten und sammelte im Verlauf der Partie 23 Punkte. Das Zuspiel von Barbora Viestová, die mit einer Note von 6.6 die beste Spielerin auf dem Feld war, legte den Grundstein für den Wiesbadener Erfolg.
Satz 2: Stuttgart schlägt zurück
Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Stuttgarterinnen um Trainer Jan Lindenmair deutlich verbessert. Franziska Bremer überragte mit starken Angriffsaktionen und 21 Punkten (bei 61 Prozent Angriffseffizienz). Stuttgart erkämpfte sich eine 16:14-Führung, baute diese auf 21:19 aus und entschied den Satz mit 25:22 für sich. Die Annahmequote der Stuttgarterinnen kletterte auf 62 Prozent – eine klare Steigerung zum ersten Satz.
Satz 3: Wiesbaden behält die Nerven
Der dritte Satz war von Beginn an umkämpft. Wiesbaden legte vor (13:16, 17:21), Stuttgart kämpfte sich heran, doch am Ende behielt der Tabellenzweite mit 25:22 die Oberhand. Maja Ivanovic steuerte auf Wiesbadener Seite 17 Punkte bei und war vor allem in der Offensive ein ständiger Unruheherd für die Stuttgarter Abwehr. Die Gastgeberinnen haderten mit zu vielen Eigenfehlern in den entscheidenden Phasen.
Satz 4: Stuttgarter Machtdemonstration
Nach dem verlorenen dritten Satz zeigte Stuttgart eine beeindruckende Reaktion. Mit einer Machtdemonstration dominierten die Schwäbinnen den vierten Durchgang von Beginn an. Schnell stand es 16:9, dann 21:12 – am Ende hieß es 25:17. Nikki Adlerova und Marie-Britt Bland harmonierten im Angriff, während Kelly Renkema für Stabilität in der Annahme sorgte. Stuttgart erzwang mit diesem klarsten Satzergebnis den Tiebreak.
Satz 5: Wiesbaden cooler im Entscheidungssatz
Der Tiebreak wurde zur Nervenprobe. Stuttgart startete noch vielversprechend, doch dann übernahm Wiesbaden das Kommando. Mit einer 9:4-Führung schafften sich die Gäste ein komfortables Polster und ließen sich auch von der lautstarken Stuttgarter Kulisse nicht mehr beeindrucken. Am Ende hieß es 15:9 für Wiesbaden – der 3:2-Auswärtssieg war perfekt.
Die Schlüssel zum Spiel
Ausschlaggebend für den Wiesbadener Erfolg war die ausgeglichenere Mannschaftsleistung. Während Stuttgart sich stark auf Bremer (21 Punkte) und Bland (15 Punkte) stützte, verteilte sich die Last bei Wiesbaden auf mehrere Schultern: Burchardt (23 Punkte), Ivanovic (17 Punkte) und Ivona Novotna (12 Punkte) sorgten für die nötige Durchschlagskraft. Auch das Aufschlagspiel der Gäste war effektiver bei weniger Eigenfehlern.
Bemerkenswert: Stuttgart gewann die Angriffspunkte mit 59 zu 58 knapp für sich, doch Wiesbaden machte den Unterschied in der Blockarbeit (9 zu 10) und vor allem in den entscheidenden Phasen. Im fünften Satz war Wiesbadens Angriffseffizienz mit 53 Prozent klar überlegen.
Tabellenauswirkungen
Durch den Sieg festigte Wiesbaden seinen zweiten Tabellenplatz hinter dem Dresdner SC, während Stuttgart den Anschluss an die obere Tabellenhälfte verpasste. Die Saison 2011/12 endete für Wiesbaden schließlich auf Rang 7, für Stuttgart auf Platz 8. Meister wurde der Schweriner SC, der damit seinen neunten Titel holte.
Die Aufstellungen
Smart Allianz Stuttgart: Bland, Adlerova, Renkema, Roß, Bremer, Zautys, Nowakowska (L). Trainer: Jan Lindenmair. Kotrainer: Michal Mašek.
1. VC Wiesbaden: Novotna, Tomazela Pissinato, Viestová, Osterloh, Ivanovic, Burchardt, Carvalho de Sousa (L). Trainer: Andreas Vollmer. Kotrainer: Christian Sossenheimer.
Spielstatistik
| Kategorie | Stuttgart | Wiesbaden |
|---|---|---|
| Punkte gesamt | 102 | 104 |
| Angriffspunkte | 59 | 58 |
| Blockpunkte | 10 | 10 |
| Aufschlagasse | 10 | 9 |
| Gegnerfehler | 24 | 27 |
| Annahme positiv | 53% | 54% |
| Angriffseffizienz | 39% | 38% |
| Zuschauer | 800 | 800 |
Rivalität seit 2009
Stuttgart W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 41
Stuttgart W und VC Wiesbaden W trafen 41 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 30 Mal, VC Wiesbaden W 11 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 30 Siegen aus 41 Begegnungen an. Insgesamt fielen 156 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.80 pro Spiel (99 für die Heimmannschaft, 57 für die Gäste). Beide Teams trafen in 23 Spielen (56%). In 41 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 19 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2025.
Letzte Begegnungen
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API-Daten: 11. Juni 2026