Der Schweriner SC bezwang Smart Allianz Stuttgart am 17.12.2011 vor 1.002 Zuschauern in der ARENA Schwerin mit 3:1 (23:25, 27:25, 25:16, 25:20) in der 1. Bundesliga Frauen.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSchweriner SC dominiert Smart Allianz Stuttgart in vier Sätzen
In einem intensiven Duell der 1. Bundesliga Frauen setzte sich der Schweriner SC am 17. Dezember 2011 vor 1.002 Zuschauern in der ARENA Schwerin mit 3:1 (23:25, 27:25, 25:16, 25:20) gegen die Smart Allianz Stuttgart durch. Nach einem verlorenen ersten Satz drehte die Mannschaft von Trainer Teun Buijs auf und sicherte sich drei wichtige Punkte in der Meisterschaftsrunde.
Satz für Satz: Die Entwicklung einer Wende
Satz 1 (23:25) – Stuttgart startete stark und dominierte die Anfangsphase. Die Gäste aus der Landeshauptstadt von Trainer Jan Lindenmaier erspielten sich früh eine Führung und ließen sich auch von zwischenzeitlichen Aufholjagden der Schwerinerinnen nicht beeindrucken. Beim Stand von 17:21 schien die Partie bereits entschieden, doch Schwerin kämpfte sich noch einmal auf 23:24 heran. Am Ende behielt Stuttgart jedoch mit 25:23 die Oberhand.
Satz 2 (27:25) – Ein Kraftakt der Gastgeberinnen. Schwerin startete mit einer 8:5-Führung in die technische Auszeit, baute den Vorsprung auf 16:11 und später auf 21:15 aus. Doch Stuttgart gab sich nicht geschlagen und kämpfte sich Punkt für Punkt heran. Am Ende wurde es dramatisch: Beim Stand von 27:25 verwandelte Schwerin den zweiten Satzball und glich zum 1:1 aus – die Wende war eingeläutet.
Satz 3 (25:16) – Der Schweriner SC zeigte nun seine ganze Klasse. Nach einem ausgeglichenen Beginn (8:8) zog die Heimmannschaft unaufhaltsam davon: 16:8 zur zweiten technischen Auszeit, 21:10 und schließlich 25:16. Die Stuttgarter Abwehr hatte dem Angriffswirbel der Schwerinerinnen nichts mehr entgegenzusetzen.
Satz 4 (25:20) – Die Gastgeberinnen blieben am Drücker. Bereits zur ersten technischen Auszeit führte Schwerin mit 8:1 und kontrollierte das Geschehen nach Belieben. Stuttgart mühte sich zwar, den Rückstand zu verkürzen, kam aber nie näher als auf vier Punkte Differenz. Mit 25:20 machte Schwerin den Sack endgültig zu.
Leistungsträgerinnen auf Schweriner Seite
Lena Retzlaff war mit 14 Punkten die erfolgreichste Angreiferin der Partie und zeigte eine beeindruckende Effizienz von 38% im Angriff bei 32 Versuchen. Auch ihre Aufschlagbilanz von +7 (6 Asse bei nur 1 Fehler) und 12 gewonnenen Annahmen unterstrichen ihre herausragende Leistung. Libera Thormann agierte mit 21 Annahmen und einer Trefferquote von 48% sicher in der Defensive und steuerte zudem 13 Punkte bei.
Die Niederländerin Anne Buijs, die später für den SSC Palmberg Schwerin und die niederländische Nationalmannschaft große Erfolge feiern sollte, kam in diesem Spiel auf 6 Punkte und zeigte ihre Qualitäten im Aufschlag. Ihr Vater Teun Buijs stand an der Seitenlinie als Cheftrainer.
Stuttgarter Hoffnungsträger ohne Durchschlagskraft
Auf Stuttgarter Seite war Mona Elwassimy (damals noch unter dem Namen Adlerova) mit 23 Angriffsversuchen die auffälligste Spielerin, konnte sich aber nur bedingt gegen den Schweriner Block durchsetzen. Renkema und Schaus waren mit je 14 Punkten die besten Scorer der Gäste. Insgesamt kam Stuttgart aber über 58 Angriffspunkte nicht hinaus – 17 weniger als Schwerin.
Tabellenkontext Saison 2011/12
Zum Zeitpunkt dieser Partie befanden sich beide Teams in der Hauptrunde der Saison 2011/12. Der Schweriner SC beendete die Saison schließlich auf dem 3. Platz mit 22 Siegen aus 26 Spielen (71:27 Sätze). Die Mannschaft von Trainer Teun Buijs zog souverän in die Playoffs ein.
Smart Allianz Stuttgart hingegen belegte am Saisonende den 8. Rang (13 Siege, 13 Niederlagen, 52:50 Sätze) und verpasste damit die Playoffs. Dennoch zeigte das Team von Trainer Jan Lindenmaier in dieser Spielzeit eine solide Entwicklung.
Das Duell Schwerin vs. Stuttgart – eine traditionsreiche Rivalität
Die Rivalität zwischen dem Schweriner SC (heute SSC Palmberg Schwerin) und Allianz MTV Stuttgart reicht bis ins Jahr 2010 zurück. Bis heute trafen beide Teams in über 50 Pflichtspielen aufeinander, wobei Schwerin mit 28 Siegen die Nase vorn hat (Stand: Saisonende 2021/22). Stuttgart konnte 22 Partien für sich entscheiden.
Fazit
Der 3:1-Erfolg des Schweriner SC gegen Smart Allianz Stuttgart war ein wichtiger Etappensieg auf dem Weg zur Playoff-Qualifikation. Nach einem verschlafenen ersten Satz steigerten sich die Gastgeberinnen kontinuierlich und ließen vor allem in den Sätzen drei und vier keine Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen. Stuttgart hingegen verpasste die Chance, in Schwerin zu punkten, und musste sich letztlich der Heimstärke des Traditionsclubs beugen.
Rivalität seit 2010
SC Schweriner W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 50
SC Schweriner W und Stuttgart W trafen 50 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 28 Mal, Stuttgart W 22 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 28 Siegen aus 50 Begegnungen an. Insgesamt fielen 193 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.86 pro Spiel (107 für die Heimmannschaft, 86 für die Gäste). Beide Teams trafen in 31 Spielen (62%). In 50 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 7 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2019.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026