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1 Bundesliga WomenSaison 2011

Sinsheim W vs Dresdner SC W

2. Januar 2012 um 19:30
Heim

Sinsheim W

13
Auswärts

Dresdner SC W

AI

Dresdner SC besiegt envacom volleys Sinsheim 3:1 nach Satzrückstand – Magdalena Gryka als Matchwinnerin von der Bank.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Dresden startet mit Arbeitssieg ins Jahr 2012

Der Dresdner SC hat das erste Pflichtspiel des Jahres 2012 gewonnen, musste sich dabei aber überraschend lange gegen Schlusslicht envacom volleys Sinsheim strecken. Am 2. Januar 2012 setzte sich der Vizemeister vor rund 1.200 Zuschauern in der Sinsheimer Messehalle 6 mit 3:1 (16:25, 25:18, 25:16, 25:22) durch und untermauerte damit seine Spitzenposition in der Tabelle der 1. Bundesliga Frauen.

Der Endstand liest sich deutlicher, als die Partie tatsächlich war. Sinsheim erwischte einen Traumstart und dominierte den ersten Satz nach Belieben.

Historische Ausgangslage

Die Saison 2011/12 der Volleyball-Bundesliga der Frauen war zur Jahreswende auf der Zielgeraden der Hinrunde angelangt. Dresden reiste als designierter Titelanwärter an, nachdem der DSC in der Vorsaison erst in den Finalspielen an Schwerin gescheitert war – ein Déjà-vu, das sich am Saisonende wiederholen sollte: Schwerin wurde am Ende Meister, Dresden erneut Vizemeister, während Sinsheim als Tabellenletzter den Gang in die 2. Bundesliga antreten musste.

Doch an diesem Januarabend war von den endgültigen Hierarchien noch nichts zu spüren. Der Tabellenvorletzte Sinsheim empfing den Zweiten mit einer klaren Mission: sich teuer verkaufen.

Satz 1: Sinsheim überrennt Dresden

Was dann passierte, hatte mit der Favoritenrolle des Dresdner SC wenig zu tun. Sinsheims Trainer Stefan Bräuer hatte seine Mannschaft taktisch hervorragend eingestellt. Mit druckvollen Aufschlägen und einer stabilen Annahme nahmen die Gastgeberinnen dem DSC früh den Rhythmus. Dresden fand zunächst überhaupt keinen Zugriff.

Die jungen Sinsheimerinnen agierten unbekümmert und wurden für ihren mutigen Auftritt belohnt. Der erste Satz ging mit 25:13 an die Hausherrinnen – ein deutliches Ausrufezeichen, das die Zuschauer in der Messehalle jubeln ließ. „Die kommenden beiden Gegner Dresden und am Mittwoch Schwerin sind eine Nummer zu groß“, hatte Bräuer vor dem Spiel eingeräumt. „Hier müssen wir uns einspielen, um am Samstag gegen Potsdam auf den Punkt fit zu sein.“

Dresden hatte sich mehr vorgenommen. Trainer Alexander Waibl reagierte umgehend.

Satz 2: Waibl zieht die Notbremse

Bereits zu Beginn des zweiten Durchgangs griff Waibl tief in die taktische Trickkiste. Die beiden Nationalspielerinnen Mareen Apitz und Kerstin Tzscherlich, die von Beginn an geschont worden waren, blieben auch weiterhin auf der Bank. Stattdessen brachte Waibl die junge Zuspielerin Magdalena Gryka – ein Wechsel, der die Partie komplett verändern sollte.

Gryka, damals 23 Jahre alt und noch ohne große Bundesliga-Erfahrung, übernahm das Kommando. Die gebürtige Polin dirigierte das Dresdner Spiel klug und unbekümmert. Plötzlich lief der Angriff über die Außenpositionen wie geschmiert. Dresden gewann den zweiten Satz souverän mit 25:18 und stellte die Weichen auf Sieg.

„Matchwinnerin war die junge Zuspielerin Magdalena Gryka, die nach ihrer Einwechslung klug und unbekümmert Regie führte“, hielt der DVL-Presseservice nach der Partie fest. Gryka wurde als wertvollste Spielerin des Spiels ausgezeichnet.

Satz 3: Dresden legt vor

Im dritten Satz spielte der DSC seine Klasse souverän aus. Die Annahme bei Sinsheim bröckelte, die Aufschläge der Gäste wurden druckvoller. Dresden zog früh davon und ließ keinen Zweifel mehr an der eigenen Stärke aufkommen. Auch ohne die geschonten Stammkräfte Apitz und Tzscherlich präsentierte sich der Vizemeister nun als eingespielte Einheit.

Der Block um die Mittelblockerinnen stand sicher, die Angriffsquote zog deutlich an. Dresden gewann Satz drei mit 25:16 – eine klare Vorentscheidung.

Satz 4: Sinsheim kämpft, Dresden behält die Nerven

Sinsheim gab sich jedoch nicht geschlagen. Angeführt von Libera Diana Castaño, die sich vor der Partie optimistisch gezeigt hatte – „Ich bin eine Kämpfernatur und habe auch schon vermeintlich verlorene Spiele gewinnen können, warum sollte das uns nicht auch einmal gelingen“ – stemmten sich die Gastgeberinnen gegen die Niederlage.

Der vierte Satz war der umkämpfteste der Partie. Sinsheim hielt das Tempo hoch, punktete über die Außenangreiferinnen und zwang Dresden in die Verlängerung. Beim Stand von 22:22 war die Partie völlig offen. Doch dann zeigte Dresden einmal mehr seine Abgeklärtheit: Ein druckvoller Aufschlag und ein sicherer Blockpunkt besiegelten den 25:22-Erfolg im vierten Satz.

Fazit: Ein verdienter, aber kein einfacher Sieg

Für Dresden war es der Auftakt zu einer intensiven Woche. Bereits am Mittwoch stand das Champions-League-Achtelfinale gegen Dinamo Kazan auf dem Programm – ein Duell, in dem Trainer Waibl seine Mannschaft als „klaren Außenseiter“ bezeichnete. Die deutliche Schonung der Nationalspielerinnen war ein klares Indiz dafür, dass Waibl den Fokus bereits auf die europäische Bühne gelegt hatte.

Sinsheim hingegen zeigte trotz der Niederlage Moral. Die Mannschaft hatte über die Feiertage mit einem Grippevirus zu kämpfen, wie Trainer Bräuer berichtete. Dennoch setzte das Team im ersten Satz ein Ausrufezeichen und kämpfte sich im vierten Durchgang fast zurück in die Partie. Am Samstag darauf (7. Januar) traf Sinsheim auf den direkten Konkurrenten SC Potsdam – ein Sechs-Punkte-Spiel im Abstiegskampf.

Tabellarische Bedeutung

Mit dem Sieg festigte der Dresdner SC seinen zweiten Tabellenplatz hinter Spitzenreiter Rote Raben Vilsbiburg. Der DSC beendete die Hinrunde auf Rang zwei, punktgleich mit dem Überraschungsteam USC Münster, das am selben Spieltag Stuttgart mit 3:0 deklassiert hatte. Am Ende der Hauptrunde sollte Dresden sogar Platz eins belegen – mit 38 Punkten und dem besseren Satzverhältnis gegenüber Schwerin. In den Playoffs setzten sich jedoch erneut die Mecklenburgerinnen durch und verteidigten den Meistertitel.

Für Sinsheim blieb der Trost, dass die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf ebenfalls leer ausging. Der SC Potsdam (Platz 11) und Bayer Leverkusen (Platz 10) verloren ebenfalls – der Abstand auf das rettende Ufer blieb damit überschaubar. Am Ende der Saison stand Sinsheim jedoch als Tabellenletzter (12. Platz) fest und stieg ab.

Rückblick: Duelle mit Tradition

Die envacom volleys Sinsheim und der Dresdner SC trafen in der Bundesliga insgesamt fünfmal aufeinander. Alle fünf Partien gewann Dresden – ein Zeichen der Klassenunterschiede zwischen dem badischen Underdog und dem sächsischen Spitzenteam. Das erste Aufeinandertreffen datiert aus der Saison 2009/10, als Dresden ebenfalls mit 3:1 die Oberhand behielt.

Interessant: Dreimal endete das Duell mit genau diesem 1:3-Ergebnis – 2010, 2011 und erneut 2012. Nur im Februar 2012 gelang Dresden ein glatter 3:0-Erfolg.

Spielerinnen im Fokus

Magdalena Gryka (Dresden): Die junge Zuspielerin war der Gamechanger. Nach ihrer Einwechslung ordnete sie das Angriffsspiel der Gäste und wurde zur MVP des Spiels gewählt. Sie sollte in den folgenden Jahren eine wichtige Rolle im Dresdner Spiel einnehmen.

Diana Castaño (Sinsheim): Die spanische Libera war der Rückhalt ihrer Mannschaft. Mit ihrer kämpferischen Einstellung und stabilen Annahme hielt sie Sinsheim in den entscheidenden Phasen im Spiel.

Mareen Apitz / Kerstin Tzscherlich (Dresden): Die beiden deutschen Nationalspielerinnen wurden geschont und kamen nicht zum Einsatz – ein strategischer Schachzug von Waibl mit Blick auf das Champions-League-Spiel gegen Kazan.

Zusammenfassung

Satz Sinsheim Dresdner SC
1 25 13
2 18 25
3 16 25
4 22 25
Ende 1 3

Datum: 2. Januar 2012, 19:30 Uhr – Ort: Messehalle 6, Sinsheim – Zuschauer: ca. 1.200

Rivalität seit 2009

Sinsheim W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 5

Sinsheim W und Dresdner SC W trafen 5 Mal aufeinander — Sinsheim W gewann 0 Mal, Dresdner SC W 5 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 5 Siegen aus 5 Begegnungen an. Insgesamt fielen 18 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.60 pro Spiel (3 für die Heimmannschaft, 15 für die Gäste). Beide Teams trafen in 3 Spielen (60%). In 5 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Dresdner SC W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–1 im Jahr 2011.

Sinsheim W
0
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
18 · 3.6/Spiel
Beide getroffen
3/5 · 60%
Über 2,5
5/5 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026