Rote Raben Vilsbiburg besiegen VC Wiesbaden souverän mit 3:0 (25:19, 25:16, 25:13) zum Abschluss der Hinrunde der 1. Volleyball Bundesliga Frauen 2011/12. Tabellenführer zeigt sich in bestechender Form.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungRote Raben Vilsbiburg feiern ungefährdeten 3:0-Auswärtssieg beim VC Wiesbaden zum Abschluss der Hinrunde
Der Tabellenführer der 1. Volleyball Bundesliga Frauen hat am ersten Spieltag des neuen Jahres keine Zweifel an seiner Dominanz aufkommen lassen. Die Roten Raben Vilsbiburg feierten am Montagabend, den 2. Januar 2012, einen souveränen 3:0 (25:19, 25:16, 25:13)-Auswärtssieg beim VC Wiesbaden und schlossen die Hinrunde damit an der Spitze der Tabelle ab.
Vor 1.078 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit in Wiesbaden ließen die Niederbayern von Beginn an keine Zweifel an ihren Ambitionen aufkommen. Nach der bitteren 1:3-Niederlage in Dresden nur wenige Tage zuvor und dem erfolgreichen DVV-Pokal-Halbfinale gegen Smart Allianz Stuttgart am 30. Dezember (3:1) starteten die Roten Raben mit viel Selbstvertrauen in das neue Jahr.
Satz 1: Vilsbiburg setzt früh die Tonlage (19:25)
Der erste Satz begann ausgeglichen, doch schnell zeigte sich, dass die Gäste aus Niederbayern in dieser Verfassung kaum zu stoppen waren. Vilsbiburgs Angriffsspiel mit der erfahrenen Liana Mesa Luaces auf der Diagonalposition und der niederländischen Außenangreiferin Debby Stam fand immer wieder ihren Weg durch den Wiesbadener Block. Der VCW hielt in der Anfangsphase noch gut mit, doch ab der Satzmitte setzte sich die spielerische Überlegenheit des Tabellenführers durch.
Mit druckvollen Aufschlägen und einer stabilen Annahme – angeführt von Libera Lenka Dürr – erarbeitete sich Vilsbiburg einen komfortablen Vorsprung. Die Wiesbadenerinnen, die zwei Tage zuvor im DVV-Pokal-Halbfinale dem Schweriner SC mit 0:3 unterlegen waren, fanden gegen die gut eingestellte Vilsbiburger Defensive kaum Mittel.
Satz 2: VCW kommt nicht in die Gänge (16:25)
Auch im zweiten Durchgang bestimmten die Roten Raben das Geschehen. Guillermo Gallardos Team agierte abgeklärt und nutzte die Schwächen in der Wiesbadener Annahme konsequent aus. Die Hessinnen taten sich schwer, eigene Angriffe erfolgreich abzuschließen, da Vilsbiburgs Mittelblock mit Renata Cristina de Jesus Benedito und den flexiblen Außenangreiferinnen frühzeitig Druck aufbaute.
„Ich bin sehr zufrieden, die Mädels haben sich gut präsentiert. Sie waren locker und doch kontrolliert – und das nach über sechs Stunden Busfahrt. Ich muss ihnen ein großes Kompliment machen“, lobte Gallardo nach dem Spiel die Einstellung seiner Mannschaft.
Satz 3: Vilsbiburg spielt sich in einen Rausch (13:25)
Der dritte Satz geriet zur eindeutigsten Angelegenheit des Abends. Vilsbiburg ließ dem VCW kaum Luft zum Atmen und dominierte in allen Spielbereichen. Die Block-Feldabwehr der Gäste arbeitete nahezu fehlerfrei, während die Angriffe des VCW immer wieder im gut organisierten Vilsbiburger Block hängen blieben.
Beim Stand von 13:25 war die Partie nach nur 70 Minuten beendet. Der VCW war in allen Elementen chancenlos – ein Ergebnis, das die Kräfteverhältnisse an diesem Abend treffend widerspiegelte.
Tabellarische Einordnung
Mit diesem Sieg untermauerten die Roten Raben Vilsbiburg ihre Spitzenposition in der 1. Bundesliga Frauen. Der Pokalfinalist zeigte sich bestens erholt von der Niederlage in Dresden und präsentierte sich in bestechender Form. Die Mannschaft von Trainer Guillermo Gallardo beendete die Hinrunde als Tabellenführer – eine Ausgangslage, die für die zweite Saisonhälfte die Richtung vorgab.
Der VC Wiesbaden hingegen musste die Hinrunde auf einem der unteren Mittelfeldplätze abschließen. Die Mannschaft von Trainer Dirk Groß fand an diesem Abend nie zu ihrem Spiel und kassierte die erwartete Niederlage gegen den designierten Titelmitfavoriten. Zwei Tage später konnten sich die Hessinnen jedoch rehabilitieren: Am 4. Januar 2012 feierte der VCW einen deutlichen 3:0 (25:18, 25:18, 25:10)-Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen.
Saisonausblick 2011/12
Die Saison 2011/12 entwickelte sich zu einer der spannendsten der vergangenen Jahre. Während die Rote Raben Vilsbiburg die Hinrunde als Spitzenreiter abschlossen, war es am Ende der Schweriner SC, der sich den Meistertitel sicherte. Vilsbiburg belegte am Saisonende mit 22 Siegen und nur 4 Niederlagen (71:25 Sätze) den zweiten Platz und bewies damit eindrucksvoll ihre Zugehörigkeit zur nationalen Spitze.
Der VC Wiesbaden schloss die Saison auf dem neunten Platz ab. Für die Hessinnen war es eine Saison des Lernens und der Entwicklung, in der sie gegen die absolute Spitze der Liga wie an diesem Januarabend meist das Nachsehen hatten.
Zitate und Stimmen zum Spiel
Guillermo Gallardo (Trainer Rote Raben Vilsbiburg): „Ich bin sehr zufrieden, die Mädels haben sich gut präsentiert. Sie waren locker und doch kontrolliert – und das nach über sechs Stunden Busfahrt. Ich muss ihnen ein großes Kompliment machen.“
Der DVL-Presseservice resümierte: „Zum Abschluss der Hinrunde feierten die Rote Raben Vilsbiburg am Montag beim VC Wiesbaden einen ungefährdeten Sieg. Beim 0:3 (19:25, 16:25, 13:25) waren die Wiesbadenerinnen gegen den Pokalfinalisten in allen Elementen chancenlos.“
Ergebnisse des Spieltags (2. Januar 2012)
- envacom volleys sinsheim – Dresdner SC 1:3 (25:13, 18:25, 16:25, 22:25)
- USC Münster – Smart Allianz Stuttgart 3:0 (25:16, 25:15, 25:21)
- VT Aurubis Hamburg – Alemannia Aachen 0:3 (18:25, 24:26, 22:25)
- VC Wiesbaden – Rote Raben Vilsbiburg 0:3 (19:25, 16:25, 13:25)
- TSV Bayer 04 Leverkusen – Schweriner SC 0:3 (16:25, 25:27, 19:25)
- SC Potsdam – VfB Suhl 1:3 (25:23, 18:25, 16:25, 22:25)
Rivalität seit 2009
VC Wiesbaden W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 36
VC Wiesbaden W und Vilsbiburg W trafen 36 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 19 Mal, Vilsbiburg W 17 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 19 Siegen aus 36 Begegnungen an. Insgesamt fielen 142 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.94 pro Spiel (72 für die Heimmannschaft, 70 für die Gäste). Beide Teams trafen in 23 Spielen (64%). In 36 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. VC Wiesbaden W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.
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API-Daten: 11. Juni 2026