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1 Bundesliga WomenSaison 2011

Stuttgart W vs Aachen W

14. Januar 2012 um 19:30
31
Auswärts

Aachen W

AI

Smart Allianz Stuttgart besiegt Alemannia Aachen 3:1 (22:25, 25:21, 29:27, 25:19) in der SCHARRena und beendet eine Serie von fünf Pflichtspielniederlagen.

Spielzusammenfassung

Stuttgart W besiegte Aachen W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2011 statt.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Stuttgart schlägt Aachen mit 3:1 und findet zurück in die Erfolgsspur

Stuttgart – Smart Allianz Stuttgart hat am 14. Januar 2012 in der SCHARRena ein entscheidendes Zeichen gesetzt. Mit einem 3:1 (22:25, 25:21, 29:27, 25:19) bezwangen die Stuttgarterinnen Alemannia Aachen und beendeten damit eine Serie von fünf Pflichtspielniederlagen in Folge.

Eine Frage des Charakters

Die Ausgangslage vor dem 16. Spieltag der 1. Volleyball-Bundesliga Frauen hätte kaum angespannter sein können. Smart Allianz Stuttgart war nach einer desaströsen Phase – zuletzt ein 0:3 in Münster und eine 1:3-Niederlage in Dresden – auf den achten Tabellenplatz abgerutscht. Der Druck auf Cheftrainer Jan Lindenmair und sein Team wuchs von Spiel zu Spiel.

„Der Grundstein für diesen Erfolg sei mit dem Bundesliga-Heimsieg am vergangenen Samstag gegen Alemannia Aachen (3:1) gelegt worden, bei dem die Negativserie von fünf Niederlagen gebrochen wurde“, hielt der Verein nach dem folgenden CEV-Pokalsieg fest. Lindenmair selbst zeigte sich erleichtert: „Das ist jetzt die Wende, da bin ich mir sicher.“

Satz für Satz: Der Weg zum Erfolg

Satz 1 – Aachen startet druckvoll (22:25)

Die Gäste aus Aachen erwischten den besseren Start. Angetrieben von der erfahrenen Angreiferin Angelina Grün, die nach ihrem Wechsel nach Moskau längst nicht mehr im Kader stand – Aachen präsentierte sich dennoch robust. Vor allem in der Annahme zeigten die Ladies in Black um Zuspielerin Lucie Bednarova eine solide Leistung. Stuttgart haderte mit Eigenfehlern und einem zu zögerlichen Angriffsspiel. Beim Stand von 22:25 ging der erste Durchgang verdient an die Gäste.

Satz 2 – Stuttgart schlägt zurück (25:21)

Die Mannschaft von Jan Lindenmair kam mit neuem Selbstvertrauen aus der Kabine. Mittelblockerin Nadja Schaus (6 Punkte) und die starke Franziska Bremer (11 Punkte, 44 % Angriffseffizienz) stabilisierten das Spiel. Die Annahme um Libera Evelyn Delogu wurde sicherer, und der Angriff über die Außenpositionen von Renkema (14 Punkte) und Gravesteijn (7 Punkte) fand zunehmend Lücken im Aachener Block. Stuttgart zog auf 16:13 davon und brachte den Satz sicher nach Hause.

Satz 3 – Die Vorentscheidung im Tiebreak-Drama (29:27)

Der dritte Satz wurde zur emotionalen Achterbahnfahrt. Aachen kämpfte verbissen – allen voran Anke Borowikow (8 Punkte, 47 % Angriffsquote) und Kerstin Michel (15 Punkte, 63 % Angriffsquote), die die Stuttgarter Abwehr immer wieder vor Probleme stellten. Stuttgart wehrte mehrere Satzbälle ab, kämpfte sich Punkt für Punkt zurück und entschied den Satz mit 29:27 für sich. Die 915 Zuschauer in der SCHARRena tobten. Dieser Satz war der spielentscheidende Momentum-Wechsel.

Satz 4 – Stuttgart macht den Deckel drauf (25:19)

Mit breiter Brust dominierte Stuttgart den vierten Durchgang. Die Aachener Gegenwehr ließ spürbar nach, während die Gastgeberinnen nun in allen Elementen überlegen waren. Blocksicherheit und Aufschlagdruck – insbesondere von Renkema und Bremer – ließen Aachen kaum zur Entfaltung kommen. Am Ende hieß es 25:19 – Stuttgart feierte einen hochverdienten 3:1-Sieg.

Spielerinnen im Fokus

Auf Stuttgarter Seite ragten Franziska Bremer (11 Punkte, 2 Asse) und die Niederländerin Janneke Gravesteijn heraus, die mit ihrer Erfahrung das Spiel lenkte. Nadja Schaus zeigte am Netz ihre Klasse mit entscheidenden Blocks und einem soliden Angriffsspiel. Libera Evelyn Delogu sicherte die Annahme mit 61 % positiver Annahmequote.

Bei Alemannia Aachen war Kerstin Michel die auffälligste Spielerin. Mit 15 Punkten und einer Angriffsquote von 63 % setzte sie die stärksten Akzente. Auch die junge Anke Borowikow überzeugte auf der Diagonalposition.

Tabellarische Bedeutung

Der Sieg katapultierte Stuttgart zurück in die obere Tabellenhälfte und gab dem Team die nötige Zuversicht für die kommenden Aufgaben – allen voran das CEV-Pokal-Viertelfinale gegen Robur Tiboni Urbino aus Italien. Aachen, das zuvor mit einem überraschenden 3:0 in Hamburg für Aufsehen gesorgt hatte, blieb im Mittelfeld der Tabelle.

Ausblick

Nur drei Tage später bestätigte Stuttgart die Aufwärtstendenz auf europäischer Bühne: Im CEV-Pokal-Achtelfinal-Rückspiel gegen den finnischen Rekordmeister LP Salo fuhr die Mannschaft einen souveränen 3:0-Sieg ein und setzte sich im entscheidenden Golden Set mit 15:6 durch, um ins Viertelfinale einzuziehen.

„Ich bin sehr zufrieden“, sagte Trainer Jan Lindenmair nach diesem Erfolg, „wir haben das gemacht, was wir uns vorgenommen haben.“ Der Grundstein dafür war der 3:1-Heimsieg gegen Aachen.

Rivalität seit 2009

Stuttgart W vs Aachen W Direkter Vergleich· 41

Stuttgart W und Aachen W trafen 41 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 37 Mal, Aachen W 4 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 37 Siegen aus 41 Begegnungen an. Insgesamt fielen 148 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.61 pro Spiel (114 für die Heimmannschaft, 34 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (54%). In 41 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 32 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.

Unentschieden
0
·
4
Siege
Tore gesamt
148 · 3.6/Spiel
Beide getroffen
22/41 · 54%
Über 2,5
41/41 · 100%

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