Hamburg W
VCO Berlin W
VT Aurubis Hamburg besiegt Zurich Team VCO Berlin mit 3:0 (25:20, 28:26, 25:15) am vorletzten Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2011/12.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVT Aurubis Hamburg erfüllt Pflichtaufgabe – 3:0-Heimsieg gegen Zurich Team VCO Berlin
Am vorletzten Hauptrunden-Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen 2011/12 hat die VT Aurubis Hamburg ihre Hausaufgaben souverän erledigt. Gegen das Schlusslicht Zurich Team VCO Berlin feierte die Mannschaft aus der Hansestadt einen ungefährdeten 3:0 (25:20, 28:26, 25:15)-Pflichtsieg und untermauerte damit ihren Anspruch auf einen Platz im gesicherten Mittelfeld der Tabelle.
Der 10. März 2012 war ein Samstag, an dem die Top-Sechs der Liga allesamt punkteten – doch auch im Tabellenkeller ging es um wichtige Entscheidungen. Während der SC Potsdam durch einen 3:0-Erfolg in Leverkusen den Klassenverbleib klarmachte und die envacom volleys sinsheim als Absteiger feststanden, erledigte die VT Aurubis Hamburg ihre Aufgabe gegen den DVV-Nachwuchsstützpunkt aus Berlin ohne größere Mühen.
Satz 1: Hamburg legt kontrolliert los (25:20)
Die Gastgeberinnen begannen die Partie konzentriert und bestimmten von Beginn an das Geschehen. Vor heimischer Kulisse setzte die VT Aurubis Hamburg das junge Berliner Team früh unter Druck und zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung. Mit stabiler Annahme und gutem Zuspiel gelang es den Hamburgerinnen, den ersten Durchgang trotz zwischenzeitlicher Gegenwehr der Gäste mit 25:20 für sich zu entscheiden.
Das Zurich Team VCO Berlin, das als Nachwuchsförderteam des Deutschen Volleyball-Verbandes in dieser Saison eine reine Ausbildungsfunktion erfüllte, hielt in dieser Phase noch einigermaßen mit, leistete sich aber in den entscheidenden Momenten die entscheidenden Nachlässigkeiten.
Satz 2: Die entscheidende Hürde (28:26)
Der zweite Satz entwickelte sich zur engsten und spannendsten Phase der gesamten Partie. VCO Berlin, das den Großteil der Saison 2011/12 als klares Schlusslicht verbrachte und am Saisonende lediglich zwei Punkte auf dem Konto hatte, zeigte eine bemerkenswert kämpferische Leistung.
Die Gäste aus der Hauptstadt agierten nun deutlich mutiger und forcierten den Aufschlagdruck. Vor allem im Angriff zeigte sich das Nachwuchsteam verbessert und zwang die Gastgeberinnen in die Verlängerung. Die Berlinerinnen wehrten mehrere Satzbälle ab und kämpften verbissen um den Durchgang. Am Ende behielt die VT Aurubis Hamburg jedoch die Nerven und holte sich den zweiten Satz mit 28:26 – der engste Durchgang des Abends und der einzige, in dem die Gäste aus der Hauptstadt den Gastgeberinnen ernsthaft Paroli bieten konnten.
Satz 3: Hamburg zieht davon (25:15)
Nach dem Kraftakt im zweiten Satz ließen bei VCO Berlin zunehmend die Kräfte nach. Die Hamburgerinnen nutzten die Gunst der Stunde und zogen im dritten Durchgang unaufhaltsam davon. Mit 25:15 gestaltete sich der dritte Satz zur deutlichsten Angelegenheit des Spiels.
Dass die individuellen Unterschiede zwischen einem etablierten Erstligisten und einer Juniorenmannschaft in dieser Phase der Partie besonders deutlich zutage traten, war kein Zufall. Während Hamburg nun auf Erfahrung und Routine baute, fehlte den talentierten, aber noch ungereiften Berlinerinnen die Konstanz, um über die gesamte Spielstrecke zu bestehen.
Tabellarische Einordnung
Die Saison 2011/12 der 1. Bundesliga Frauen war geprägt von der Dominanz der Spitzenteams Rote Raben Vilsbiburg, Dresdner SC und Schweriner SC. Die VT Aurubis Hamburg belegte am Ende der Hauptrunde einen Platz im gesicherten Mittelfeld – eine solide Saisonleistung für einen Verein, der sich in diesen Jahren in der deutschen Spitze etablieren wollte.
Das Zurich Team VCO Berlin hingegen durchlief eine erwartbar schwierige Spielzeit. Der DVV-Nachwuchsstützpunkt, der mit talentierten Spielerinnen der Jahrgänge 1992 bis 1995 antrat, beendete die Saison 2011/12 mit lediglich 2:30 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Das Team sammelte in erster Linie wertvolle Erfahrungen für die Entwicklung der Spielerinnen – ein klassischer Spagat zwischen sportlichem Wettbewerb und Nachwuchsförderung.
Ein Spieltag mit Weichenstellungen
Der 10. März 2012 war nicht nur für Hamburg ein erfolgreicher Tag. Alle sechs Topteams der Liga – Vilsbiburg, Dresden, Schwerin, Münster, Suhl und Stuttgart – fuhren ebenfalls Siege ein, sodass die Spannung vor dem letzten Hauptrunden-Spieltag am 17. März erhalten blieb. Besonders brisant: das anstehende Gipfeltreffen zwischen Vilsbiburg und Dresden, das über die Tabellenführung entscheiden sollte.
Im Tabellenkeller feierte der SC Potsdam durch einen Auswärtssieg in Leverkusen den Klassenerhalt, während Sinsheim nach einer von Verletzungen geprägten Saison als Absteiger feststand. Für VCO Berlin ging es in der verbleibenden Partie gegen Sinsheim am 17. März nur noch um eine letzte Standortbestimmung, bevor das Nachwuchsteam in der Folgesaison erneut in der 1. Bundesliga an den Start ging.
Fazit
Für die VT Aurubis Hamburg war der 3:0-Sieg gegen das Zurich Team VCO Berlin ein wichtiger Schritt, um die Saison würdig abzuschließen. Die Mannschaft erfüllte ihre Pflicht gegen den klaren Außenseiter und zeigte vor allem in den ersten beiden Sätzen eine konzentrierte Leistung. Der enge zweite Satz (28:26) offenbarte jedoch auch, dass gegen eine moralisch starke junge Mannschaft jederzeit mit Widerstand zu rechnen ist – eine wertvolle Erkenntnis für die Zukunft.
Für VCO Berlin zählte einmal mehr der Erfahrungsgewinn. Die jungen Spielerinnen durften sich über einen starken zweiten Durchgang freuen, in dem sie dem Favoriten alles abverlangten. Der Weg zur Bundesliga-Spitze ist für die Talente aus der Hauptstadt noch weit – doch der eingeschlagene Pfad der Nachwuchsförderung zahlte sich in den folgenden Jahren für den deutschen Volleyball nachhaltig aus.
Rivalität seit 2011
Hamburg W vs VCO Berlin W Direkter Vergleich· 9
Hamburg W und VCO Berlin W trafen 9 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 9 Mal, VCO Berlin W 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2011 zurück. Hamburg W führt den Direktvergleich mit 9 Siegen aus 9 Begegnungen an. Insgesamt fielen 31 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.44 pro Spiel (27 für die Heimmannschaft, 4 für die Gäste). Beide Teams trafen in 3 Spielen (33%). In 9 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Hamburg W ist in den letzten 9 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2015.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026