VfB Suhl besiegt Smart Allianz Stuttgart 3:1 am 18. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2011/12. Entscheidend war Suhls überragende Annahme (61 %) und Breakpunkt-Bilanz (+12).
Spielzusammenfassung
Suhl W besiegte Stuttgart W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2011 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVfB Suhl feiert verdienten 3:1-Heimsieg gegen Stuttgart
Am 18. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen Saison 2011/12 setzte sich der VfB Suhl vor 1.200 Zuschauern in der Sporthalle Wolfsgrube mit 3:1 (27:29, 25:18, 25:23, 25:19) gegen den Smart Allianz MTV Stuttgart durch. Es war die erfolgreiche Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage in der SCHARRena Ende Dezember 2011.
Der Rückblick: Hinspiel-Ansage
Das Hinspiel in Stuttgart hatten die Schwäbinnen mit 3:2 für sich entschieden, Suhl zeigte damals eine ansprechende Leistung, musste sich aber am Ende knapp geschlagen geben. Im Rückspiel in der Wolfsgrube präsentierten sich die Thüringerinnen von Beginn an entschlossener.
Enger Auftakt nach Maß für Stuttgart
Der erste Satz entwickelte sich zum umkämpftesten Durchgang des Abends. Suhl startete druckvoll, lag zur technischen Auszeit mit 16:10 vorn und schien den Satz bereits sicher zu haben. Doch Stuttgart kämpfte sich Punkt für Punkt zurück. Vor allem Franziska Bremer (10 Punkte, 59 % Angriffseffizienz) und Tatjana Zautys hielten die Gäste im Spiel. Am Ende hatte Stuttgart beim 29:27 die Nerven bewahrt und ging nach 34 Minuten mit 1:0 in Führung – der einzige Satzverlust für Suhl an diesem Abend.
Suhl schlägt zurück – Annahme als Schlüsselfaktor
Im zweiten Satz änderte sich das Bild grundlegend. Suhls Annahme um Libera Suzana Cebic stabilisierte sich deutlich – insgesamt erreichte Suhl eine positive Annahmequote von 61 % (42 % perfekt), während Stuttgart nur auf 38 % (17 % perfekt) kam. Diese Differenz war spielentscheidend. Mit einer starken Aufschlagserie von Claudia Steger (8 Punkte, 31 % Angriff, 5 Assists in der Annahme) und einer geschlossenen Blockarbeit zog Suhl auf 16:9 davon. Der Satz ging mit 25:18 an die Hausherrinnen – ausgeglichen nach 26 Minuten.
Der dritte Satz: Die Vorentscheidung
Auch der dritte Durchgang war hart umkämpft. Stuttgart hielt zunächst gut mit, zur zweiten technischen Auszeit führte Suhl knapp mit 16:14. Entscheidend war Suhls Überlegenheit in den Breakpunkten: 33 gewonnene Breakpunkte standen 21 verlorene gegenüber – ein klares Indiz für Suhls Effektivität in den entscheidenden Ballwechseln. Anna Kalinovskaya (7 Punkte, 39 % Angriff) und Martina Utla (10 Punkte, 30 %) verwandelten die entscheidenden Angriffe. Am Ende hieß es 25:23 für Suhl nach 29 Minuten.
Deutliche Entscheidung im vierten Satz
Im vierten Satz ließen die Gastgeberinnen nichts mehr anbrennen. Mit 16:10 lag Suhl zur technischen Auszeit vorn, der Vorsprung war nie gefährdet. Auch hier machte sich die stabile Annahme von Suhl bezahlt – die Zuspielerin Laura Dijkema konnte ihre Angreiferinnen variabel einsetzen. Stuttgart fand gegen die aufmerksame Suhler Block-Abwehr-Kombination kaum Mittel. Christina Speer steuerte fünf Punkte bei, Susanne Jacobi (9 Punkte, 41 %) war von der Position sechs eine verlässliche Angreiferin. Der 25:19-Endstand nach 27 Minuten besiegelte den 3:1-Erfolg.
Die Statistik spricht eine klare Sprache
Die offiziellen Spielstatistiken des VBL belegen Suhls Überlegenheit in den entscheidenden Bereichen:
- Breakpunkt-Bilanz: Suhl +12 (33:21), Stuttgart −6 (21:33)
- Annahme positiv: Suhl 61 %, Stuttgart 38 %
- Annahme perfekt: Suhl 42 %, Stuttgart 17 %
- Gesamtpunkte: Suhl 102, Stuttgart 89
- Angriffspunkte: Suhl 43 (32 %), Stuttgart 50 (34 %) – Stuttgart traf zwar häufiger, aber bei mehr Versuchen und schlechterer Annahme
- Blöcke: Suhl 11, Stuttgart 17 – Stuttgart blockte mehr, konnte dies aber nicht in Satzerfolge ummünzen
Tabellarische Bedeutung
Mit diesem Sieg sammelte der VfB Suhl wichtige Punkte im Kampf um den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle und verbesserte seine Position vor dem letzten Hauptrundenspieltag. Stuttgart hingegen verpasste es, sich endgültig in der Spitzengruppe zu etablieren. Die Saison 2011/12 war für beide Teams von wechselhaftem Erfolg geprägt – Suhl kämpfte sich nach einem durchwachsenen Saisonstart in der Rückrunde heran, während Stuttgart als ambitioniertes Team um die Play-off-Plätze konkurrierte.
Spielerinnen des Spiels
Besonders hervorzuheben waren auf Suhler Seite Claudia Steger, die mit 15 Punkten (davon 8 Angriffe und 5 aus der Annahme) und einem starken Aufschlag den Ton angab, sowie Zuspielerin Laura Dijkema, die das Spiel ihrer Angreiferinnen geschickt verteilte. Auf Stuttgarter Seite zeigte Franziska Bremer mit 10 Punkten und 59 % Angriffseffizienz eine starke Leistung, ebenso wie die Mittelblockerin Nadja Schaus (8 Punkte, 42 %).
Fazit
Der 3:1-Sieg des VfB Suhl war das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung, die insbesondere von einer überragenden Annahme und cleveren Breakpunkt-Ausbeute lebte. Stuttgart konnte die erste Satzführung nicht konservieren und fand gegen die stabile Suhler Defensive kein Rezept. Die Sporthalle Wolfsgrube war wie so oft der entscheidende Rückhalt für die Thüringerinnen an diesem 18. Spieltag.
Rivalität seit 2009
Suhl W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 39
Suhl W und Stuttgart W trafen 39 Mal aufeinander — Suhl W gewann 6 Mal, Stuttgart W 33 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 33 Siegen aus 39 Begegnungen an. Insgesamt fielen 148 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.79 pro Spiel (40 für die Heimmannschaft, 108 für die Gäste). Beide Teams trafen in 23 Spielen (59%). In 39 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2026.
Letzte Begegnungen
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API-Daten: 11. Juni 2026