VT Aurubis Hamburg besiegt SC Potsdam mit 3:1 (25:7, 25:20, 16:25, 25:22) in der 1. Bundesliga Frauen – Saison 2011/12. Potsdam zuvor mit Klassenerhalt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSatz für Satz: Hamburgs klare Ansage, Potsdams kurze Gegenwehr
Die Partie in der MBS-Arena Potsdam begann mit einer Machtdemonstration der Hamburgerinnen. Satz eins ging mit 25:7 an VT Aurubis – ein vernichtendes Ergebnis, das die Kräfteverhältnisse an diesem Abend frühzeitig skizzierte. Die Hamburger Abwehr stand nahezu perfekt, der Aufschlagdruck war erdrückend, und Potsdam fand überhaupt keinen Zugriff ins Spiel.
Auch der zweite Satz verlief weitgehend nach Plan der Gäste. Hamburg gewann 25:20 und stell damit die Weichen in Richtung eines ungefährdeten Drei-Satz-Siegs. Die Mannschaft von Trainer Jean-Pierre Staelens kontrollierte das Geschehen am Netz und ließ Potsdams Angriffsbemühungen immer wieder ins Leere laufen.
Doch der SC Potsdam gab sich nicht kampflos geschlagen. Im dritten Satz wachte das Team von Trainer Alberto Salomoni auf und spielte seine beste Phase der Partie. Mit konsequenter Blockarbeit und einer wiedererstarkten Angriffsreihe dominierten die Gastgeberinnen die Szenerie und holten sich Satz drei mit 25:16 – der einzige Satzgewinn des Abends aus Potsdamer Sicht.
Der vierte Durchgang wurde zur spannendsten Phase der Begegnung. Beide Teams schenkten sich nichts, die Führung wechselte mehrfach. Am Ende behielt Hamburg jedoch die Nerven und sicherte sich mit 25:22 den Satz- und damit den Gesamtsieg. Der Endstand: 1:3 (7:25, 20:25, 25:16, 22:25).
Gesamtstatistik spricht klare Sprache
Über die gesamte Spielzeit von 96 Minuten (18:00 bis 19:36 Uhr) kamen die Gastgeberinnen auf 74 Punkte, während Hamburg 91 Zähler verbuchte. Die deutlichste Differenz zeigte sich im ersten Satz, den Potsdam mit nur sieben eigenen Punkten beendete.
Die MVP der Partie
Als wertvollste Spielerin auf Hamburger Seite wurde Cindy Maria Ramirez (Trikotnummer 13) ausgezeichnet, die mit ihren Angriffen und Aufschlägen immer wieder für Unruhe in Potsdams Annahme sorgte. Bei den Gastgeberinnen erhielt Ramona Stucki (Nummer 11) die MVP-Auszeichnung – sie war die auffälligste Angreiferin in den Reihen des SC Potsdam.
Aufstellungen und Personal
SC Potsdam: Lisa Rühl (Libera), Nikol Sajdova, Lucia Fresco, Patricia Grohmann, Kristina Bognar, Lisa Gründing, Kristina Schlechter, Ramona Stucki, Olga Raonic, Sandra Landvoigt, Cindy Ramirez (MVP). Trainer: Alberto Salomoni.
VT Aurubis Hamburg: Penha de Souza, Mareike Hindriksen, Eva Michalski, Rachel Bragg, Paulina Gomulka, Yuliya Stoyanova, Julia Hero, Julie Jasova (Libera), Kim Staelens, Saskia Radzuweit, Cindy Maria Ramirez (MVP). Trainer: Jean-Pierre Staelens.
Tabellenkontext zum Saisonende
Die Partie war für beide Teams das letzte Hauptrundenspiel einer wechselhaften Saison. Der SC Potsdam hatte sich eine Woche zuvor durch einen 3:0-Auswärtserfolg beim TSV Bayer 04 Leverkusen den Klassenerhalt gesichert – ein emotionaler Moment für das Team von Trainer Alberto Salomoni, das nach einer von Verletzungen und Inkonstanz geprägten Spielzeit noch das Happy-End schaffte.
"Der Klassenerhalt fühlt sich großartig an. Die Mannschaft hat in den entscheidenden Momenten Charakter gezeigt", so die Einschätzung von Salomoni nach dem Leverkusen-Sieg. Die Saison der Potsdamerinnen war geprägt von Höhen und Tiefen – phasenweise starke Auftritte wechselten sich mit schwächeren Phasen ab, in denen das Team seine Form nicht abrufen konnte.
VT Aurubis Hamburg belegte im Tableau einen soliden Mittelfeldplatz und verabschiedete sich mit diesem Auswärtssieg aus der Hauptrunde. Die Mannschaft von Jean-Pierre Staelens konnte in der Rückrunde mehrfach überzeugen, darunter ein wichtiger 3:1-Erfolg gegen den Dresdner SC Mitte Februar.
Ausblick auf die Play-offs
Mit dem Abschluss der Hauptrunde richtete sich der Fokus der Liga auf die anstehenden Play-offs. Während die Spitzenteams um die Deutsche Meisterschaft kämpften, ging es für den SC Potsdam in erster Linie darum, die gewonnene Erstligazugehörigkeit in der folgenden Saison zu bestätigen und sich weiterzuentwickeln. Hamburg ging personell gut aufgestellt in die entscheidende Phase der Saison und konnte mit diesem 3:1 noch einmal Selbstvertrauen tanken.
Rivalität seit 2010
Potsdam W vs Hamburg W Direkter Vergleich· 13
Potsdam W und Hamburg W trafen 13 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 6 Mal, Hamburg W 7 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Hamburg W führt den Direktvergleich mit 7 Siegen aus 13 Begegnungen an. Insgesamt fielen 54 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.15 pro Spiel (25 für die Heimmannschaft, 29 für die Gäste). Beide Teams trafen in 10 Spielen (77%). In 13 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026