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1 Bundesliga WomenSaison 2011

Stuttgart W vs Dresdner SC W

24. März 2012 um 19:30
13
Auswärts

Dresdner SC W

Spielzusammenfassung

Dresdner SC W besiegte Stuttgart W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2011 statt.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Auftakt nach Maß: Dresdner SC besiegt Stuttgart im Viertelfinal-Hinspiel

Der Dresdner SC hat das erste Spiel des Play-off-Viertelfinals der Volleyball Bundesliga 2011/12 bei Smart Allianz Stuttgart souverän mit 3:1 (25:18, 25:22, 21:25, 25:19) gewonnen. Vor rund 1.800 Zuschauern in der Stuttgarter SCHARRena zeigte der Hauptrunden-Erste von Trainer Alexander Waibl eine abgeklärte Vorstellung und untermauerte seine Titelambitionen.

Ausgangslage: David gegen Goliath?

Die Tabellenkonstellation vor dem Aufeinandertreffen hätte unterschiedlicher kaum sein können. Der Dresdner SC dominierte die Hauptrunde nach Belieben und marschierte mit 46:10 Punkten souverän als Tabellenführer in die Play-offs. Stuttgart hingegen hatte sich mit 24:26 Punkten auf dem achten und letzten Play-off-Platz gerade noch für die K.o.-Runde qualifiziert.

Doch die Statistik sprach eine warnende Sprache für Dresden: Das Hinrundenspiel in Stuttgart hatte der DSC mit 0:3 verloren – die einzige deutliche Niederlage der gesamten Hauptrunde. Die damalige 3:0-Pleite vom 14. Oktober 2011 war der Auftakt einer denkwürdigen Saison, die mit dem Saisonauftaktmatch zwischen genau diesen beiden Teams begann.

Kerstin Tzscherlich, die dienstälteste Spielerin des Dresdner SC und deutsche Rekordnationalspielerin, hatte vor der Partie gewarnt: „Wir gehen zwar als Tabellenführer in die Play-offs, aber wir sind gewarnt. Deswegen sehe ich uns in Stuttgart nicht als Favorit." Die Befürchtungen der Libera sollten sich jedoch nur bedingt bewahrheiten.

Der Spielverlauf

Satz 1: Dresdner Machtdemonstration

Der Dresdner SC erwischte einen Start nach Maß. Mit einer stabilen Annahme und einer effektiven Blockarbeit ließen die Gäste von Beginn an keinen Zweifel an ihren Ambitionen aufkommen. Die Stuttgarterinnen um Trainer Jan Lindenmair taten sich schwer, gegen die gut organisierte Abwehr der Sachsen zu bestehen.

Insbesondere die Niederländerin Judith Pietersen und Stephanie Kestner sorgten mit kraftvollen Angriffen immer wieder für Punkte. Stuttgart fand nur selten ein Mittel gegen die druckvollen Aufschläge von Mareen Apitz und Femke Stoltenborg, die das Stuttgarter Annahmesystem immer wieder unter Druck setzten. Mit 25:18 ging der erste Durchgang deutlich an den DSC – eine Ansage an die Gastgeberinnen.

Satz 2: Stuttgart kämpft, Dresden behält die Nerven

Der zweite Satz entwickelte sich zum spannendsten der Partie. Stuttgart steigerte sich merklich. Die belgische Mittelblockerin Angie Bland und die tschechische Außenangreiferin Vendula Adlerova fanden nun besser ins Spiel. Auch Kim Renkema, die erfahrene Niederländerin auf der Außenposition, zeigte ihre Klasse.

Das Publikum in der SCHARRena, das Stuttgart in seiner ersten Play-off-Saison überhaupt lautstark unterstützte, peitschte die Gastgeberinnen nach vorne. Punkt um Punkt kämpften sich die Stuttgarterinnen heran. Beim Stand von 22:23 schien sogar die Chance auf den Satzgewinn zum Greifen nah.

Doch der Dresdner SC, angeführt von der erfahrenen Zuspielerin Mareen Apitz und der überragenden Judith Pietersen auf der Diagonalposition, behielt die Nerven. Mit 25:22 entschied Dresden auch den zweiten Satz für sich – ein psychologisch wichtiger Erfolg. Stuttgart haderte mit der knappen Niederlage und ließ möglicherweise die Chance auf eine Wende fahren.

Satz 3: Stuttgart zeigt Moral

Mit dem Rücken zur Wand zeigte Smart Allianz Stuttgart Charakter. Angetrieben von der jungen Pia-Sabrina Walkenhorst (damals 18 Jahre alt), die im Laufe der Saison immer mehr Verantwortung übernahm, und der erfahrenen Franziska Bremer am Netz, kämpfte sich Stuttgart zurück in die Partie.

Die Gastgeberinnen agierten nun aggressiver in der Annahme und variierten ihr Angriffsspiel geschickt. Dresden hingegen leistete sich einige Nachlässigkeiten, die Stuttgart eiskalt bestrafte. Mit 25:21 holten sich die Stuttgarterinnen den dritten Satz und verkürzten auf 1:2 aus ihrer Sicht.

Für einen kurzen Moment keimte in der SCHARRena die Hoffnung auf, dass Stuttgart die Überraschung aus dem Hinrundenspiel wiederholen könnte. Die Fans feierten ihre Mannschaft lautstark.

Satz 4: Dresden zieht den Kopf aus der Schlinge

Doch der Dresdner SC zeigte, warum er die Hauptrunde dominiert hatte. Mit einer konzentrierten Aufschlagserie von Stephanie Kestner zu Beginn des vierten Satzes setzte Dresden die Stuttgarter Annahme sofort wieder unter Druck. Die Fehlerquote der Gastgeberinnen stieg, während Dresden sein Spiel stabilisierte.

Friederike Thieme und die US-Amerikanerin Tesha Harry am Netz blockten entscheidende Bälle und gaben dem DSC die nötige Sicherheit. Beim Stand von 19:25 war die Partie nach 1 Stunde und 44 Minuten entschieden.

Schlüsselfiguren

Auf Seiten des Dresdner SC ragte Judith Pietersen heraus. Die diagonale Angreiferin aus den Niederlanden erzielte die meisten Punkte ihrer Mannschaft und war sowohl im Angriff als auch im Block eine Bank. Stephanie Kestner überzeugte mit druckvollen Aufschlägen und variablen Angriffen.

Bei Stuttgart zeigten Angie Bland und die junge Pia-Sabrina Walkenhorst ansprechende Leistungen. Franziska Bremer war wie gewohnt eine verlässliche Größe am Netz. Doreen Engel als Zuspielerin verteilte das Spiel klug, fand aber gegen die starke Dresdner Abwehr nicht immer die entscheidenden Lücken.

Tabellarische Bedeutung

Der Sieg verschafft dem Dresdner SC eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel am 28. März 2012 in der heimischen Margon Arena. Mit einem weiteren Sieg würde der DSC ins Halbfinale einziehen.

Für Stuttgart wird es dagegen eine Herkulesaufgabe, den Rückstand im Rückspiel noch zu drehen. Cheftrainer Jan Lindenmair, der das Team zuvor vor dem Abstieg bewahrt und sensationell in die Play-offs geführt hatte, musste eine Niederlage gegen den designierten Titelkandidaten hinnehmen.

Historischer Kontext

Die Saison 2011/12 war eine besondere für beide Vereine. Smart Allianz Stuttgart trat in dieser Spielzeit noch unter diesem Namen an und spielte ab der Folgesaison als Allianz MTV Stuttgart. Der Klub hatte 2011 sensationell den DVV-Pokal gewonnen – der erste große Titel der Vereinsgeschichte.

Der Dresdner SC wiederum, angeführt von Trainer Alexander Waibl, strebte nach der Vizemeisterschaft. Den Meistertitel holte sich in jener Saison der Schweriner SC, der im Finale den DSC in zwei engen Fünf-Satz-Spielen besiegte.

Bereits eine Woche nach diesem Viertelfinal-Hinspiel bestätigte Dresden im Rückspiel die starke Form und zog ins Halbfinale ein – der Grundstein für eine der erfolgreichsten Phasen der Vereinsgeschichte war gelegt.

Stimmen zum Spiel

Kerstin Tzscherlich (Libera, Dresdner SC) hatte vor dem Spiel gesagt: „Bis wir überhaupt an die Deutsche Meisterschaft denken dürfen, müssen wir erst mal Stuttgart schlagen." Nach dem 3:1-Erfolg war der nächste Schritt auf diesem Weg getan – auch wenn die Warnung aus dem Hinrunden-Duell in Stuttgart gezeigt hatte, dass gegen diesen Gegner nichts selbstverständlich ist.

Fazit

Der Dresdner SC hat seine Favoritenrolle im ersten Play-off-Spiel eindrucksvoll bestätigt. Stuttgart verkaufte sich teuer, konnte aber gegen die spielerische Überlegenheit der Gäste letztlich nichts Zählbares mitnehmen. Die Serie ist noch nicht entschieden, doch die Weichen für den Halbfinaleinzug des DSC sind gestellt.

Hinweis: Da es sich um eine historische Partie aus dem Jahr 2012 handelt, stehen keine offiziellen Highlight-Videos zur Verfügung.

Rivalität seit 2016

Stuttgart W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 50

Stuttgart W und Dresdner SC W trafen 50 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 34 Mal, Dresdner SC W 16 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2016 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 34 Siegen aus 50 Begegnungen an. Insgesamt fielen 195 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.90 pro Spiel (123 für die Heimmannschaft, 72 für die Gäste). Beide Teams trafen in 29 Spielen (58%). In 50 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2026.

Unentschieden
0
·
Tore gesamt
195 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
29/50 · 58%
Über 2,5
50/50 · 100%

Letzte Begegnungen

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API-Daten: 11. Juni 2026