VC Wiesbaden feiert 3:1-Heimsieg gegen VfB Suhl am 9. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2012/13. Xenia Ivanovic wird mit 18 Punkten zur MVP gekürt.
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Spielzusammenfassung
VC Wiesbaden W besiegte Suhl W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2012 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVC Wiesbaden bezwingt VfB Suhl mit 3:1
Die Sporthalle Zweiter Ring in Wiesbaden war am 15. Dezember 2012 in weihnachtlicher Stimmung erfüllt — ein Tag vor dem 3. Advent. Der VC Wiesbaden bescherte seinen Fans ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk in Form eines 3:1 (23:25, 25:19, 25:20, 25:16)-Heimerfolgs über den VfB 91 Suhl. Vor heimischem Publikum drehte die Mannschaft von Cheftrainer Andreas Vollmer einen 0:1-Satzrückstand und festigte damit ihre Position in der Spitzengruppe der 1. Bundesliga Frauen.
Suhl war mit breiter Brust nach Wiesbaden gereist. Die Thüringerinnen hatten ihre drei vorausgegangenen Partien gegen Hamburg, Aachen und Köpenick allesamt mit 3:0 gewonnen und präsentierten sich in bestechender Form. Suhls Trainer Felix Koslowski, damals 28 Jahre jung, vertraute dabei auf eine Ex-Wiesbadenerin in der Starting Six: Außenangreiferin Natalia Cukseeva mit der Rückennummer 14 kehrte an ihre alte Wirkungsstätte zurück.
Satz 1: Vielversprechender Start, bitteres Ende
Der VC Wiesbaden startete aggressiv in die Partie und erspielte sich Mitte des ersten Satzes eine komfortable Sechs-Punkte-Führung. Die Hausherrinnen bestimmten das Tempo und suchten den schnellen Abschluss — doch die Fehler häuften sich. Der Vorsprung schmolz dahin, Suhl spielte konzentriert auf und nutzte die Nachlässigkeiten der Gastgeberinnen konsequent aus. Am Ende musste sich der VCW mit 23:25 geschlagen geben — ein Satzverlust, der aus Sicht von Cheftrainer Andreas Vollmer durchaus vermeidbar gewesen wäre.
„Wir waren zu aggressiv, wollten mit der Brechstange spielen und haben die Ballkontrolle verloren“, erklärte Vollmer nach der Partie. „Suhl hat Ruhe und Effizienz gezeigt.“
Satz 2 & 3: Die Wende gelingt
Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Hessinnen deutlich konzentrierter. Weg war die Hektik im Angriff, stattdessen zeigte der VCW ein strukturiertes und konsequentes Auftreten. Beim VfB Suhl hingegen häuften sich die Abstimmungsprobleme — Trainer Koslowski an der Seitenlinie sichtlich „not amused“. Mit drei Punkten zur ersten technischen Auszeit vorne und zwischenzeitlich sechs Zählern Vorsprung (20:14) ließ Wiesbaden nichts mehr anbrennen. Satzball zum 24:19, und ein Aufschlagfehler von Anna Kalinowski besiegelte den 25:19-Erfolg für die Gastgeberinnen. Der Satzausgleich war geschafft.
Nach der zehnminütigen Pause blieb das Bild unverändert: Die Annahme beider Teams war auf Augenhöhe, doch im Angriff agierte der VCW deutlich effizienter. Julia Osterloh am Aufschlag sorgte gleich mit drei Assen für Wirbel, während Xenia Ivanovic sich zunehmend in einen Rampenlicht spielte. Der dritte Satz ging verdient mit 25:20 an Wiesbaden.
Satz 4: Klare Sache zum Matchball
Der vierte Satz brachte keine Überraschung mehr. Der VC Wiesbaden präsentierte sich variantenreich im Angriff, während beim VfB Suhl die Missverständnisse überhandnahmen. Mit 25:16 zogen die Hausherrinnen davon und verwandelten den Matchball souverän.
Zur MVP des Spiels wurde Xenia Ivanovic gewählt, die insgesamt 18 Punkte für den VCW einfuhr. Ihr kraftvolles Angriffsspiel und ihre Präsenz am Netz waren maßgeblich am Erfolg beteiligt. Aufseiten der Gäste ragte vor allem der Mittelblock heraus, der insgesamt 16 Punkte für Suhl erzielte.
Tabellensituation
Mit dem Sieg verbesserte der VC Wiesbaden seine Bilanz auf 9 Siege bei 2 Niederlagen und behauptete sich in der Spitzengruppe der 1. Bundesliga Frauen. Suhl hingegen blieb nach der vierten Niederlage im zehnten Saisonspiel im Tabellenmittelfeld stecken und verpasste es, nach der starken Serie endgültig den Anschluss an die obere Tabellenhälfte herzustellen.
Ausblick
Kurz vor Weihnachten stand für den VC Wiesbaden das nächste Auswärtsspiel beim SC Potsdam auf dem Programm. Suhl empfing derweil den VC Olympia Berlin und hatte die Chance, sich mit einem Heimsieg für die Niederlage in Wiesbaden zu rehabilitieren.
Quellen: Spielbericht VCW TV, sport.de, VBL-Daten
Rivalität seit 2010
VC Wiesbaden W vs Suhl W Direkter Vergleich· 37
VC Wiesbaden W und Suhl W trafen 37 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 19 Mal, Suhl W 18 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 19 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 138 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.73 pro Spiel (69 für die Heimmannschaft, 69 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (57%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Suhl W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2022.
Letzte Begegnungen
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