VT Aurubis Hamburg besiegte Allianz MTV Stuttgart am 14. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2012/13 mit 3:1. Ein wichtiger Heimsieg im Kampf um die Playoff-Plätze.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAusgeglichener Start in eine intensive Begegnung
Die erste Halbzeit der Partie war von Beginn an von hoher Intensität geprägt. Stuttgart erwischte einen ordentlichen Start und konnte in den ersten Ballwechseln mithalten. Die Hamburgerinnen um ihre starke Zuspielerin Mareike Hindriksen fanden jedoch schnell in den Rhythmus und setzten die Gäste aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt mit einem druckvollen Aufschlagspiel unter Druck.
Hamburg zeigte sich vor allem in der Defensive gut organisiert. Die beiden Libera Julie Jasova und Lenka Dürr – Letztere eine der herausragenden Abwehrspielerinnen der Liga – präsentierten sich in starker Form und ermöglichten ihrer Mannschaft damit zahlreiche schnelle Gegenangriffe über die Außenpositionen.
Der erste Satz entwickelte sich zu einer engen Kiste. Beide Teams schenkten sich nichts und lieferten sich intensive Ballwechsel. Am Ende behielten die Hamburgerinnen jedoch die Nerven und sicherten sich den Durchgang mit 25:23.
Satz zwei geht an Stuttgart – Hamburg kontert
Im zweiten Durchgang kamen die Stuttgarterinnen um ihre Diagonalangreiferin Ivelina Monova besser ins Spiel. Die Aufschlagserie von Stuttgart Mitte des Satzes brachte Hamburg in Bedrängnis, und die Gäste nutzten die sich bietenden Chancen konsequent. Mit 25:20 glich Stuttgart zum 1:1 aus und zeigte, dass man in dieser Saison nicht umsonst auf dem fünften Tabellenplatz stand.
Die Antwort von VT Aurubis Hamburg ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Angeführt von den Angriffsschlägen der kubanischen Top-Angreiferin Liana Mesa und der stark aufspielenden Renata Benedito übernahmen die Gastgeberinnen wieder die Kontrolle. Der Block um die Mittelblockerinnen stellte die Stuttgarter Angriffsbemühungen immer wieder vor Probleme. Hamburg entschied den dritten Satz deutlich mit 25:17 für sich.
Entscheidender vierter Satz – Hamburger Moral zahlt sich aus
Der vierte Satz war von besonderer Brisanz. Stuttgart wusste um die Bedeutung des Durchgangs und versuchte noch einmal alles, um den Ausgleich zu erzwingen. Die Partie blieb bis zum Ende eng – beide Mannschaften lieferten sich einen packenden Schlagabtausch. Am Ende behielt Hamburg aber die Oberhand und sicherte sich mit 25:23 den Satz- und damit den Gesamtsieg.
Besonders bemerkenswert war die Geschlossenheit der Hamburger Mannschaft an diesem Abend. Über die gesamte Spieldauer von rund 90 Minuten zeigte VT Aurubis Hamburg eine konzentrierte Vorstellung, bei der sowohl die Annahme als auch die Blockarbeit zu den Stärken zählten.
Tabellenkontext: Wichtige drei Punkte im Kampf um die Playoffs
Mit dem Sieg verbesserte sich Hamburg in der Tabelle der 1. Bundesliga Frauen auf den sechsten Rang. Stuttgart hingegen verpasste die Chance, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen. Die Hauptrunde der Saison bestand aus 22 Spieltagen, an deren Ende sich die besten acht Mannschaften für die Playoffs qualifizierten.
Am Ende der Saison 2012/13 belegte der SSC Palmberg Schwerin den ersten Platz in der Hauptrunde, gefolgt von den Roten Raben Vilsbiburg und dem Dresdner SC. Stuttgart schloss die Hauptrunde auf dem fünften Platz ab (12 Siege, 10 Niederlagen, 42:41 Sätze), während Hamburg mit einer Bilanz von 10 Siegen und 12 Niederlagen (39:41 Sätze) den siebten Platz belegte und sich damit für die Pre-Playoffs qualifizierte.
In der Rückschau erwies sich dieser 3:1-Heimsieg gegen den direkten Konkurrenten als ein entscheidender Baustein für den am Ende erfolgreichen Einzug Hamburgs in die Pre-Playoff-Runde.
Die Teams im Rückblick
VT Aurubis Hamburg, der Vorgängerverein der heutigen ETV Hamburg, verfügte in jener Saison über ein international erfahrenes Team. Mit Spielerinnen wie der niederländischen Zuspielerin Mareike Hindriksen, der kubanischen Angreiferin Liana Mesa und der tschechischen Libera Julie Jasova bot die Mannschaft eine Mischung aus Routine und spielerischer Klasse.
Allianz MTV Stuttgart, damals noch in der Entwicklung zum heutigen Spitzenteam der Liga, setzte auf ein junges, ambitioniertes Ensemble. Die Mannschaft um Trainer Jan Sossa konnte im Laufe der Saison immer wieder für Überraschungen sorgen und sich am Ende als fünftbestes Team der Hauptrunde für die Playoffs qualifizieren.
Das direkte Duell dieser Saison zwischen beiden Teams endete ausgeglichen: Während Hamburg das Hinspiel am 8. Dezember 2012 in Stuttgart mit 3:1 gewann, revanchierte sich Stuttgart im November 2013 mit einem 3:1-Erfolg in der darauffolgenden Saison.
Rivalität seit 2010
Hamburg W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 13
Hamburg W und Stuttgart W trafen 13 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 5 Mal, Stuttgart W 8 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 13 Begegnungen an. Insgesamt fielen 54 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.15 pro Spiel (24 für die Heimmannschaft, 30 für die Gäste). Beide Teams trafen in 11 Spielen (85%). In 13 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026