Alemannia Aachen gewinnt 3:2 bei VfB 91 Suhl in der 1. Bundesliga Frauen 2012/13. Aachen dreht nach 2:1-Rückstand die Partie und entscheidet den Tiebreak mit 15:13 für sich.
Spielzusammenfassung
Aachen W besiegte Suhl W 3:2. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2012 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAlemannia Aachen feiert knappen 3:2-Auswärtssieg in Suhl
Im Abstiegskampf der 1. Bundesliga Frauen hat die Alemannia Aachen einen ganz wichtigen Auswärtssieg gefeiert. Die "Ladies in Black" setzten sich am Samstag, den 9. März 2013, in der Suhler Wolfsgrube mit 3:2 (25:21, 19:25, 20:25, 25:23, 15:13) gegen den VfB 91 Suhl durch und taten sich dabei im Abstiegskampf einen enormen Dienst.
Die Partie im Überblick
In einer intensiven Begegnung, die über die volle Distanz von fünf Sätzen ging, behielt am Ende die Mannschaft von Trainer Andreas Popp die Nerven. Die Gäste aus Aachen erwischten den besseren Start und sicherten sich den ersten Satz mit 25:21. Suhl, angeführt von einer starken Mannschaftsleistung, ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und dominierte die Sätze zwei und drei mit 25:19 und 25:20.
Doch Aachen kämpfte sich zurück. Im vierten Satz blieb die Partie bis zum Ende offen, ehe die Alemannia mit 25:23 den Ausgleich erzielte und den Tiebreak erzwang. Im entscheidenden fünften Satz schenkten sich beide Teams nichts. Punkt um Punkt kämpften die Kontrahenten, bis Aachen beim Stand von 15:13 den Sack zumachen konnte.
107:104 Punkte – ein denkbar knapper Gesamterfolg
Die Gesamtpunktzahl von 107:104 für Suhl unterstreicht, wie eng die Begegnung tatsächlich war. Obwohl der VfB 91 Suhl am Ende drei Punkte mehr auf dem Konto hatte, reichte dies nicht für den Sieg – Aachen holte sich die entscheidenden Punkte in den wichtigen Phasen der einzelnen Sätze.
Tabellensituation
Für die Alemannia Aachen war dieser Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt von großer Bedeutung. Das Team stand vor der Partie auf dem vorletzten Tabellenplatz und hatte mit lediglich vier Saisonsiegen einen schweren Stand in der Liga. Mit nur acht Punkten aus 22 Spielen belegte Aachen am Ende der Hauptrunde den 11. Platz, nur vor dem VCO Berlin, der abgeschlagen Letzter wurde. Suhl hingegen stand mit 14 Punkten als Tabellenzehnter im gesicherten Mittelfeld.
Die Mannschaft von VfB 91 Suhl, die damals noch nicht als VolleyStars Thüringen firmierte, hatte im Saisonverlauf durchaus ihre Stärken gezeigt, laborierte aber an einer wechselhaften Form. Gegen Aachen gelang es dem Team von Trainerin Anja Schreck allerdings nicht, den Heimvorteil in der Wolfsgrube in einen Sieg umzumünzen.
Spielverlauf im Detail
Satz 1 (21:25): Die Gäste aus Aachen legten los wie die Feuerwehr. Mit einer stabilen Annahme und effektiver Blockarbeit brachten sie den VfB immer wieder in Bedrängnis. Suhl fand nur schwer ins Spiel und musste den Satz nach mehreren Eigenfehlern abgeben.
Satz 2 (25:19): Der VfB Suhl schlug eindrucksvoll zurück. Die Heimmannschaft steigerte sich in der Aufschlagannahme und stellte die Aachener Blockreihe vor große Probleme. Über eine zwischenzeitliche Führung von 16:10 ließen die Gastgeberinnen keinen Zweifel am Satzgewinn aufkommen.
Satz 3 (25:20): Auch im dritten Durchgang behielt Suhl die Oberhand. Mit konsequentem Spiel über die Außenpositionen und einer stabileren Feldabwehr setzte sich der VfB auf 18:14 ab und brachte den Satz sicher nach Hause. Trainerin Schreck sah ihr Team auf der Siegerstraße.
Satz 4 (23:25): Aachen zeigte Moral. Die Partie blieb bis zum 20:20 völlig offen, ehe ein Aufschlag-Ass und ein erfolgreicher Doppelblock die Gäste in Führung brachten. Suhl kämpfte sich zwar noch einmal auf 23:24 heran, musste den Satz aber nach einem Angriffsfehler abgeben.
Satz 5 (13:15): Der Tiebreak war ein einziger Krimi. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, die Führung wechselte mehrfach. Beim Stand von 9:9 gelang Aachen ein entscheidendes Break. Zwei starke Aufschläge brachten die Gäste auf 13:10. Suhl wehrte zwei Matchbälle ab, doch am Ende behielt Aachen die Nerven und verwandelte den dritten Matchball zum umjubelten Auswärtssieg.
Bedeutung für die Saison
Der VfB 91 Suhl beendete die Saison 2012/13 auf Platz 10 der Tabelle – eine Saison, die letztlich die letzte unter dem Namen VfB 91 Suhl sein sollte. Zur folgenden Spielzeit fusionierte der Verein und trat als VolleyStars Thüringen an. Die Alemannia Aachen wiederum belegte in der Endabrechnung den 11. Rang, konnte aber durch den Klassenerhalt die Weichen für die Zukunft stellen. Der Verein trat ab der kommenden Saison unter dem Namen "Ladies in Black Aachen" an, den er bis heute trägt.
Fazit
Die Begegnung zwischen dem VfB 91 Suhl und der Alemannia Aachen am 9. März 2013 war ein Paradebeispiel für die Spannung und Emotionalität des Volleyballs. Der 3:2-Erfolg der Gäste aus Aachen war nicht nur ein wichtiger Schritt im Abstiegskampf, sondern auch ein Beweis für den Kampfgeist einer Mannschaft, die sich nie aufgab – selbst nach zwei verlorenen Sätzen in Folge.
Suhl W und Aachen W trafen 33 Mal aufeinander — Suhl W gewann 23 Mal, Aachen W 10 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Suhl W führt den Direktvergleich mit 23 Siegen aus 33 Begegnungen an. Insgesamt fielen 121 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.67 pro Spiel (76 für die Heimmannschaft, 45 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (45%). In 33 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Suhl W ist in den letzten 8 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2025.
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